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2014er Unterlagen für Velotraum-Konzept, Speedster und Pilger

»Drei« auf einen Streich. – Wir wollen Euch hinsichtlich der 2014er-Neuheiten und -Änderungen nicht länger auf die Folter spannen, daher die neuen Unterlagen en bloc.

In Anbetracht dieser geballten Ladung belassen wir es vorerst bei einer kurzen Kommentierung, die drei neuen Info-Broschüren bieten sicherlich erst mal genügend Lesestoff ;-)

Velotraum-Konzept 2014

Bei unserem Kernprodukt gibt es im Wesentlichen zwei Weiterentwicklungen:

  • großzügigere Felgenbreite
  • zwei Oberrohrlängen bei nunmehr drei Rahmentypen

Mehr Felgenbreite, um breite Reifen auch mit sehr niedrigem Luftdruck fahren zu können und Rahmengrößen in unterschiedlichen Rahmenlängen. Nach den Velotraum-Rahmen »cross 7005« und »cross crmo EX« wird es nun auch den »cross 7005 EX-Komfort« mit einer zweiten Oberrohrlänge geben. Desweiteren wird der »Komfort«-Rahmen mit einer »S«-Größe nach unten abgerundet.

Damit diese Größenvielfalt nicht zu unübersichtlich wird, behandeln wir Rahmengröße und zweite Oberrohrlänge in Zukunft in gleicher Weise, also als Größenmerkmal eines Rahmenmodells. Am verständlichsten wird dies bei einem Blick auf die neue Velotraum Rahmengeometrie-Tabelle.

Im Sinne einer nachhaltigen Produktentwicklung haben wir die Ausstattungsvorschläge und Wahlmöglichkeiten an vielen Stellen leicht geändert und ergänzt. Eine detaillierte Aufzählung wäre an dieser Stelle jedoch zu langatmig und ermüdend. Daher möchten wir momentan nur auf die neue Magura HS 33-Felgenbremse und auf die mechanische Scheibenbremse BR-R517 (nun auch für den Tourenlenker) hinweisen.

Änderungen und Ergänzungen gibt es auch bei den Produktunterlagen. Wir haben Inhalte als auch Bilder aktualisiert und die Wahlmöglich- keiten um Gewichtsangaben ergänzt. Ein Anschauungsbeispiel: Ausstattungsvorschlag »VK-9« mit Rohloffnabe.

Die nun 60 Seiten starke Velotraum-Konzept-Broschüre gibt es auch schon in gedruckter Form, entweder hier vor Ort oder bei unseren Partner-Händlern.

Velotraum-Speedster

Der Speedster, unsere Rennrad-Alternative geht ebenfalls Modell-gepflegt in die neue Saison. Velotraums Sportrad-Konzept basiert nun auf der Shimano 105-Schaltgruppe und nicht mehr auf der Tiagra wie im Vorjahr. Die 105er-Gruppe ist einfach einen Tick eleganter – so verlaufen die Schaltzüge fast unsichtbar unter dem Lenkerband – und somit passender für die Speedster-Räder.

Auch der Speedster profitiert von der Idee, Reifen und Felgen mehr und mehr als System zu begreifen. Damit lässt sich zum Beispiel aus unserem Lieblingsreifen, dem Schwalbe Kojak 50-559, noch mehr Komfort und Einsatzbreite herauskitzeln. Speziell die Rigida »Trace-Enduro29« mit nur 440 Gramm Gewicht und einer Felgenhornbreite von 29 Millimeter ist dafür prädestiniert.

Auf die elektronische Ultegra-Rennradgruppe haben wir beim Speedster ganz bewusst verzichtet, denn auch die mechanische 11-Gang-Ultegra ist ein erlesenes Stück Fahrradtechnik. Sie bietet bezahlbare Shimano-Spitzentechnik, eine feine Eleganz und ein sehr hohes Verarbeitungsniveau. Selbstredend ist die Funktion ohne Fehl und Tadel und spart 500 Gramm Gewicht gegenüber der Basisausstattung. Ungewöhnlich für ein Rennrad-Getriebe mit nur zwei Kettenblättern – der breite Übersetzungsbereich von 430 Prozent (Kompaktkurbel 50/34 und Kassette mit 11-32 Zähnen), und damit hervorragend geeignet für einen sportiven Tausendsassa.

Velotraum Fatbike Pilger

Die Ausstattung eines Fatbikes unterliegt anderen Gesetzmäßigkeiten als beim scheinbar artverwandten Mountainbike. Dabei ist die Reifenbreite der entscheidende Dreh- und Angelpunkt des Ganzen. Es macht nämlich einen großen Unterschied, ob man ein Fatbike für 3,5 bis 4,0 Zoll breite Reifen baut, oder für die Königsklasse mit der Reifenbreite 4,8 Zoll, das sind etwas mehr als 12 Zentimeter.

Der Einstieg in die Velotraum Fatbike-Welt basiert auf 3,5 bis 4,0 Zoll Reifenbreite und umfasst alle zu dieser Reifenbreite passenden Spezialbauteile, wie: Naben, Felgen, Reifen, Schläuche, Kurbelgarnitur und Umwerfersockel. Da für diese Reifenbreite inzwischen viele Fatbike-Mountainbikes angeboten werden, können wir vergleichsweise günstige Großserienprodukte verwenden – wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt schon von Großserie reden kann. Die »schmale« Fatbike-Bereifung ist sicherlich für Strecken auf Schotter und nicht zu grobem Geröll völlig ausreichend, zumal wenn viel Gepäck das Befahren von extremem Terrain eh unmöglich macht. Auch Sand- und Schneepisten sind damit möglich.

Weniger (Luftdruck) bedeuet mehr (Möglichkeiten).

Das Potential eines Fatbikes steigt mit sinkendem Luftdruck – welch hübsches Paradoxon. Loser Schnee, tiefer Sand, grobes Geröll und Schotter verlieren noch mehr ihren Schrecken bei Luftdrücken von 0,5 bis 0,7 Bar. Allerdings sind diese Minimal-Drücke nur mit den ganz dicken Dingern möglich, also echten 4,8-Zoll-Walzen. Pilger-Rahmen, Gabel und Gepäckträger sind zwar auch für diese Dimensionen konstruiert und geeignet, allerdings brauchen solche Reifen 100 Millimeter breite Felgen und vor allem extrabreite Fatbike-Kurbeln. Da sich in diesem Segment nur die echten Fatbike-Spezialisten tummeln, sind diese Komponenten in guter und erprobter Qualität rar und teuer. Reifen, Schläuche, Felgen und die Kurbel sind begehrte, und nur in kleinen Stückzahlen produzierte, Spezialitäten, bei deren Preisen man am Besten ein paar mal tief ein- und ausatmet – dann geht’s wieder.

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