Afrika: Bus gegen Fahrrad

29. März 2016  |

Seit zwei Monaten ist die Globetrotterin Dorothee Fleck in Afrika unterwegs und nicht immer gilt: »Morgenstund hat Gold im Mund«.

Marokko 27. März: »Warum muss immer erst was passieren, bis ich mir die Zeit nehme und mich bei Euch mal wieder melde?«

Heute morgen bin ich extra früh raus, damit ich das erste Stück im Gegenwind früh hinter mich bringe. Wieder mal kam alles anders. An einer Polizeikontrolle ist ein Bus losgefahren und hat nicht gesehen, dass ich gerade daneben bin. Mein ganzes Vorderrad kam unter die Räder, samt Radtaschen.

Das hat sogar meine prima Felge nicht ausgehalten. Es war zum Glück nur 1 km vom Camping weg. Dort war noch ein Deutscher Fahrradmechaniker. Der meinte auch, da ist nichts mehr zu machen. Mittlerweile habe ich ein neues Vorderrad, kannst Dir vielleicht die Qualität vorstellen. Die Stabilität ist wahrscheinlich die einer Konservendose. 15 Euro habe ich für Felge, Nabe, Speichen, samt Einspeichen gezahlt. Dafür bekomme ich bei Euch vielleicht 3 Speichen ;-)
[Anmerkung velotraum: 15 bis 30, je nach Qualität ;-)]

Bis Senegal wird es hoffentlich halten. Jetzt bin ich dabei eine Adresse ausfindig zu machen, wohin man mir neue Sachen schicken kann. Auch mein guter MSR Kocher ist hinüber, muss mich jetzt mit einem Camping Gaz Gerät begnügen. Für meinen Morgenkaffee wird es wohl reichen.

Das sind so die kleinen Abenteuer auf Reisen. Hauptsache, mir ist nichts passiert.

Dem können wir uns nur anschließen und empfehlen zur Vorbeugung (»warum muss immer erst was passieren«) regelmäßig ein Foto für die Velotraum-Kundengalerie zu senden, damit der Matrialschwund nicht größer wird, als auf der letzten Weltreise ;-)

PS 30.03.2016: Aber auch das Zurückkommen kann so seine Herausforderungen haben (»wenn selbst die besten Freunde kein Interesse an weiteren Reiseberichten zeigen«), insbesondere für passionierte Geschichten-Erzähler ;-)

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