Der Radler, der Rowdy und die Schwerkraft

9. August 2015  |

Wissenschaftliches Video aus England (es geht darum, wie Stresshormone mit physikalischen Gesetzen kollidieren) und ein Interview zu den hiesigen, Stuttgarter Verhältnissen: »Radfahrer-Infrastruktur? Bloße Flickschusterei in einem autogerechten Straßenraum!«

Kommentare

  1. Manuel am 9. August 2015:

    @Wolfgang: der Interview-Link geht nciht…

  2. K. Illesberg am 10. August 2015:

    Der Interview-Link ist okay.

    Warum bloß erschließt sich den Nur-Autofahrern nicht, dass jeder Radfahrer mehr auch für sie selbst die Verkehrssituation in der Stadt verbessert?

  3. R. Egel am 10. August 2015:

    .
    RADFAHRER
    Haltet Euch gefälligst an die Regeln!

    Die Straßenverkehrsordnung scheint für viele Radfahrer nicht zu gelten – gerade in Großstädten hält sich kaum jemand daran. Die Polizei muss viel mehr kontrollieren. EIN KOMMENTAR VON MATTHIAS BREITINGER

    ZEIT Online, 10. August 2015, 15:00 Uhr, bislang 175 Kommentare

  4. Manuel am 10. August 2015:

    @Wolfgang @K. Illesberg Ich kriege bei dem Link “403 Forbidden You don’t have permission to access /WH6 on this server.”

  5. Ingo am 10. August 2015:

    Wie leichtsinnig von dem Autofahrer. Einfach ohne Prüfung freihändig geradeauszulaufen. Und dann auch noch ohne Protektoren und Helm. Wäre er lieber sitzen geblieben.

  6. jan aus hamburg am 16. August 2015:

    Irgendwie kommt mir de radfahrers stimme bekannt vor:
    https://youtu.be/_6e0t8sDevs

    Unabhaengig davon: Also so wie der autofahrer in beide faelle angesprochen wird, ist auch nicht grade de-eskalierend. Dazu mit 2 kamera’s unterwegs und er faehrt ja minutenlang hinterher um der typ ansprechen zu koennen. Also wenn es der gleiche fahrradfahrer sein sollte, glaube ich, dass er es schon etwas drauf anlegt, um die boesen autofahrer anprangern zu koennen. Obs stimmt weiss ich nicht, ist nur meine vermutung, weil seine stimme mir bekannt vorkam aus dem anderen video.

  7. Geschwister Sapientia & Stultitia am 17. August 2015:

    >>glaube ich, dass er es schon etwas drauf anlegt, um die boesen. . .<<

    Tja, mein lieber Hamburg-Jan,

    du hast übersehen: Es geht hier um Wissenschaft. Steht doch oben in der Einleitung. Der Experimentator schafft eine wiederholbare Laborsituation mit definierten Parametern – und guckt, was passiert. Ablauf und Ergebnis werden sorgfältig dokumentiert (hier: videografisch und aus mehreren Blickwinkeln) zur weiteren Analyse. Die Details und Ergebnisse werden der Wissenschaftsgemeinschaft über möglichst hochrangige Fachmagazine zugänglich gemacht. (Danke Velotraum!) Andere Forschungseinrichtungen können und sollen den Versuchsaufbau überprüfen, korrigieren, optimieren oder auch verändern. Und mit jeder Bestätigung des ursprünglichen Ergebnisses steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es die Realität korrekt beschreibt.

    Jetzt wäre es an dir, den Versuchsaufbau zu wiederholen. Bitte berichte.

  8. bike andy am 20. August 2015:

    Wer viel in der Stadt radelt weiß genau, dass er auch ohne provokation und ohne wissenschaftlichen Nachweis das geborene Opfer ist.

    Autofahren ist stressig in der Stadt und es gibt keine Möglichkeit den Stress abzureagieren, da bleiben Aggresionen nicht aus.

    Radler mögen bei den miesen Verkehrssytemen und der ungerechten Verteilung des Strassenraums manche ungerechte Regeln verletzten, wie jeder andere Verkehrsteilnehmer auch.

    So ist das Video Balsam auf der Seele eines geschundenen Radlers.

  9. B. Örlin am 20. August 2015:

    Tja, bike andy, schau mal hier beim Tagesspiegel, was die Berliner fürne komische Politik machen.

    »Berlin lässt Millionen für Fahrradverkehr verfallen.«

    »Die Stadtentwicklungsverwaltung bestätigt Defizite.«

    »Wie nötig das Sanierungsprogramm ist, zeigte die Schulnote 4,7, die sich Berlin im aktuellen Fahrradklimatest des Radfahrerverbandes ADFC für den Zustand der Radweg-Oberflächen einfing.«

  10. Ralf aus Hannover am 20. August 2015:

    Sorry, da bin ich etwas Spaßverderber.
    Ich habe das früher auch etwas gehässig gesehen. Im Laufe der Jahre bin ich doch einiges ruhiger geworden. Heute bin ich der Meinung, dass man Weltanschauung nicht mit dem Verhalten im Straßenverkehr verbinden sollte. Es ist immer traurig, wenn sich jemand zu solchen Beschimpfungen hinreißen lässt, egal ob Auto- oder Radfahrer. Das heißt nicht, dass ich selbst davor völlig gefeit bin.
    In meiner Heimatstadt hat sich in den letzten Jahren nur wenig für den Radverkehr verbessert. Wenn man dagegen sieht, wie viel für die Erneuerung einiger Stadtautobahn-Brücken ausgegeben werden muss, die nach nur wenigen Jahrzehnten marode sind, dann kann man nur die Hände über dem Kopf zusammen schlagen.
    Die richtige Konsequenz kann nur heißen: Politisches Engagement oder zumindest Mitgliedschaft im ADFC und/ oder VCD.

  11. K. Illesberg am 30. August 2015:

    »Die Welt« am 29.08.2015 über die dumme Idee der “autogerechten Stadt”:

    Warum Radfahrer für jede Metropole ein Segen sind

    Das Fahrrad ist in Kopenhagen so beliebt wie in keiner anderen Stadt. Die Verwaltung hat das Auto sukzessive aus der City verbannt. Diese Idee soll nun auch in deutschen Metropolen Einzug halten.

    Das Unheil der Fehlplanung nahm für Jan Gehl Anfang des 20. Jahrhunderts seinen Lauf. Mit dem Einzug der Moderne in die Architektur seien die Bedürfnisse der Stadtbewohner von vermeintlich fortschrittlichen Stadtplanern konsequent negiert worden, glaubt Gehl. Der größte Fehler sei die Trennung von Arbeits-, Wohn- und Erholungsquartieren gewesen und der Neubau von seelenlosen Hochhausblocks, wie sie der Schweizer Architekt Le Corbusier 1933 in seiner Charta von Athen propagiert habe.

    Nach dem Krieg habe dann das Ideal der “autogerechten Stadt” mit seinen Autoschneisen weiter dazu beigetragen, dass die in Jahrhunderten gewachsenen europäischen Städte für ihre Bewohner immer unwirtlicher wurden.

    (siehe auch Kommentar #2)

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