E-Finder – ein Pedelec mit Mittelmotor von Velotraum

8. September 2016  |

Damit hatte niemand so wirklich gerechnet. Ein Velotraum-Pedelec mit 27,5-Plus-Reifen und dem brandneuen Shimano Steps 8000-Motor.

Dieses Überraschungsmoment bestätigten uns zumindest unsere Partner-Händler während der ersten drei Messetage in Friedrichshafen. Doch nicht nur die Überraschung war gelungen, sondern auch das Ergebnis.

Ein Mittelmotor als Überraschung? – Während bei den großen Herstellern der Mittelmotor zum Gold-Standard gehört, machen die meisten kleinen Fahrradmanufakturen einen Bogen um diese Lösung. Die Gründe dafür sind vielfältig, zum Beispiel die fehlende Augenhöhe (Konzerne // KMU), die hohen Abnahmemengen und der hohe Implementierungs-Aufwand, summa summarum ein hohes unternehmerisches Risiko.

Kalkuliertes Risiko

Auch wir setzen uns seit Jahren mit diesen ungünstigen Rahmenbedingungen auseinander, allerdings haben uns drei maßgebliche Aspekte dazu bewogen, dass Wagnis Mittelmotor einzugehen:

  • mit dem neuen Steps-8000 bietet Shimano endlich einen Motor an, der den Mitbewerbern von Bosch, Yamaha oder Brose mindestens ebenbürtig ist. Allerdings ist der Steps 8000 ungleich fahrradspezifischer als die automotive Konkurrenz. Einmalig ist zum Beispiel die umfassende Systemintegration für die elektronische Schaltungstechnologie DI2.
  • kontinuierlich gehen die Verkäufe von hochwertigen »Normalrädern« zurück, egal ob es sich um Trekkingräder oder Mountainbikes handelt. Wir sind zwar bisher von diesem Trend verschont geblieben (konnten sogar in den letzten Jahren leicht zulegen), allerdings wollen wir auf diese fragile Sicherheit nicht unsere Zukunft bauen.
  • der Paradigmenwechsel – Fahrrad = E-Bike – ist im vollem Gange. Ob das Pedelec nun wirklich zur disruptiven Technologie wird sei dahin gestellt. Wir sehen im Pedelec vor allem Chancen – nicht nur im unternehmerischen Sinne. Verantwortungsvoll eingesetzt, hat das Pedelec eine große Zukunft vor sich und zwar durchaus im großen gesellschaftlichen bzw. verkehrspolitischen Maßstab. Dabei wollen wir unbedingt mitmischen.

E-Finder

Die letzten Wochen vor der Eurobike waren nervenaufreibend. Denn nicht nur zwei völlig neue E-Finder-Rahmen mussten termingerecht und voll funktionstüchtig eintreffen, sondern auch noch zwei Steps 8000-Muster. Davon abgesehen, schwebte über dem gesamten Projekt wie ein Menetekel die Frage: haben wir den richtigen Weg eingeschlagen?

Wenige Tage vor der Messe waren dann die letzten Teile des Puzzeles eingetroffen und zu unserer Erleichterung ließ sich alles ohne größere Schwierigkeiten zusammensetzen. Allerdings machten die Systeme in beiden Rädern keinen Mucks. Mit der tatkräftigen Unterstützung von Paul Lange in Stuttgart bekamen wir die Dinger jedoch zum Laufen und auf der Messe wurde den beiden E-Findern sogar noch der allerletzte Software-Stand sowie der korrekte Laufraddurchmesser eingehaucht bzw. progammiert.

Die erste Probefahrt des Chronisten mit dem E-Finder noch vor der Messe war ernüchternd. Verdammt, war das alles? – Fährt sich ja wie ein Finder ohne Antrieb… In der Tat, vor lauter Aufregung habe ich das System zwar eingeschaltet aber keine Unterstützungsstufe »eingelegt«. Erstmal aufatmen und immerhin weiß ich nun, dass der E-Finder auch ohne Unterstützung gut fahrbar ist ;-)

Der nächste Realitätsabgleich: der Motor ist – im Vergleich zum Alber-Nabenmotor – vernehmbar. Laut unserem Laufradspezialisten Roland, der als ADFC-Tourenleiter schon alle Mittelmotoren gefahren ist, gehört der Shimano allerdings zu den leiseren (und stärksten) Antrieben und hat einen angenehmen Sound.

Ja, stark ist er, der Steps 8000. Die fiesen 13 Prozent zum Galgenberg hinauf schiebt der Motor ohne nachzulassen und auf dem anschließenden Waldpfad zeigt sich, wie schnell und sensibel der Steps 8000 in der Einstellung »Trail« auf Lastwechsel reagiert. Sehr feinfühlig dosiert die Elektronik den Schub und hört man auf zu treten, schiebt da nichts nach. Unser erster Eindruck: für ein Vorserienmodelle ohne den entsprechenden Software-Feinschliff schon seeeeehr überzeugend und vielversprechend.

Daher sind wir bereits vor der Messe davon überzeugt, mit dem Duo E-Finder und Steps 8000 ein faszinierendes neues Velotraum-Kapitel aufzuschlagen. Neben den Fahreigenschaften überzeugen uns Design, Gewicht und die vielfältigen Möglichkeiten des E-Finders von Stunde zu Stunde mehr – schlicht ein Rad mit echter Velotraum-DNA. Ungeteilten Zuspruch erhält der E-Finder auch auf der Eurobike selbst. Händler wie Endkunden waren von dem zur Zeit einmaligen Gesamtkonzept des E-Finders überzeugt und begeistert und dürfen nun sechs Monate Vorfreude genießen ;-)

Der neueste Zuwachs im Velotraum-Portfolio verfügt über ein großes Potential. Ob als souveränes Pendlerrad, welches Fahrspaß mit einer kräftigen Prise Abenteuer verbindet, oder als ungemein vielseitiges Touren- und Reiserad. Je nach Anforderungen können Lichtanlage, Gepäckträger und Schutzbleche ergänzt werden, ganz so wie bei allen anderen Velotraum Fahrrad-Konzepten. Ab Ende September können die Räder hier zur Probe gefahren werden, davor gehen sie in einen längeren, ersten Praxistest.

  • lieferbar ab März 2017
  • Preis ab 4.500,00 €
  • Nabenschaltung in Vorbereitung
  • weitere Information gibt es hier im E-Finder Vorab-Info

Weitere Neuheiten für 2017 im Telegrammstil

Natürlich gibt es noch viele andere Neuheiten bei Velotraum über die wir – wenn der Messeberg abgearbeitet ist – berichten werden.

Für Ungeduldige ein paar Informationshäppchen: die Pinion C-Line gibt es ab 12/2016 und wird zirka 500 EUR günstiger als die P-LinieRohloff mit Rohbox ab 11/20162×11 beim Finder ab 10/2016leichter Tubus Vega für Finder1×10 fürs VK-3E-Pedelec ab 10/2016VT1300 (Pinion) in Größe S, ab 3/2017

Kommentare

  1. Christian am 9. September 2016:

    Die Elektrifizierung des Rades ist wohl tatsächlich nicht mehr aufzuhalten. Und natürlich macht sie bei Fahrrädern auch noch am ehesten Sinn, dank des geringen Eigengewichts des Gefährts in Relation zu der zu transportierenden Masse. Aber ein wenig traurig macht es mich schon, wenn das effizienteste Fortbewegungsmittel der Welt anscheinend plötzlich nicht mehr effizient genug ist. Klar, dank Motor werden Leistungsunterschiede ausgeglichen, längere Ausfahrten und Pendlerstrecken möglich. Und alles, was die Leute weg vom Auto und auf’s Fahrrad bringt, begrüße ich uneingeschränkt.

  2. StefanM am 9. September 2016:

    Hallo,

    das Portofolio von Velotraum wird erstaunlich breit, was sicherlich ein stabilere Zukunftsabsicherung ergibt.
    Persönlich wäre ich ja an einem E-Boost interessiert. Mini-E-Motor, Mini-Akku als Beschleunigungsbooster. Aber das noch mit meiner Rohloff vereinigt kriegen ….

    Grüße Stefan

  3. RD am 9. September 2016:

    Hallo Velotraum,
    prima Konzept. Wie sieht es mit der Akkuleistung aus?
    Weiter so und viel Erfolg

  4. Steffen am 9. September 2016:

    “Rohloff mit Rohbox ab 11/2016” uiiii – auch am Speedster, oder nur im VK?

  5. Stephan am 9. September 2016:

    Hallo Velotraum,
    ich hoffe, dass der Steps-8000 von Shimano nicht nur im Finder zukünftig verbaut wird. Ein 26” Velotraum mit Mittelmotor würde ich mir wünschen.

  6. Markus Mehigan von Velotraum am 9. September 2016:

    @ RD
    Akkuleistung 500 Wh
    @Steffen
    nur kurz vorweg: auch am Speedster mit dem VT 300 /VT400 Rahmen
    @ Stephan
    das Reifenformat 559×60 ist durchaus denkbar…..
    aber dazu später mehr

  7. U.Rlauber am 9. September 2016:

    @ Christian,
    ich fühle mit Dir. Sicher ist, dass das »normale« Fahrrad weit unter Wert geschlagen wurde/wird, denn die meisten Menschen, die nun auf einem Pedelec spitzen, sind zuvor nie auf einem umfassend passend Fahrrad gefahren und haben somit nie das Effizienzwunder Fahrrad wirklich erfahren. Aber trösten wir uns damit, dass auch das Pedelec das effizienteste E-Fahrzeug ist ;-)

  8. Guido am 10. September 2016:

    … und bei Sauwetter, Eis und Schnee gehört uns konventionellen Radlern die Fahrradstrecke ganz allein, jedenfalls sehe ich dann auf meinem täglichen Weg zur Arbeit (16km eine Strecke) keine motorisierten Radler mehr …

  9. Stefan am 10. September 2016:

    @Guido,
    So ist es halt, wenn man mit Motor fährt: Die von den eigenen Muskeln produzierte Wärme fehlt. Warm wird dann nur noch der E- Motor. Etwas ganz anderes stört mich aktuell an den motorisierten Radlern: Hier gibt es zunehmend einige Wahnsinnige, die mit ihren Pedelecs viel zu schnell auf schmalen Wald- und Spazierwegen rumheizen und Fußgänger, Jogger, Hunde und natürlich sich selber gefährden. Meist gehören sie zur leicht fettleibigen over 60-Fraktion, die man ja auch von Skiabfahrtspisten kennt und fürchtet. ###

  10. Hugo am 10. September 2016:

    Wir haben hier in der Gegend Anstiege von 17 % und mehr – packt der neue Steps-Antrieb auch diese Herausforderungen? Der Bosch-Antrieb kommt (mit Nuvinci-Schaltung) so gerade “rüber” – immerhin! Und auch ich schaffe die 17 % – ohne Motor – an guten Tagen, doch Spaß macht das nicht.

  11. Werner Klein am 10. September 2016:

    zu Stefan

    Quem di diligunt, adulescens moritur (Plautus)!
    Für Nicht-Lateiner: Wen die Götter lieben, der stirbt jung!

  12. E. Biketuning am 11. September 2016:

    #11 Werners “adulescens moritur”

    Dazu passt das Thema, das im Magazin Spiegel vom 10.9.16 gebracht wird:

    Das frisierte Fahrrad
    E-Bikes – Zweiräder mit Elektro-Hilfsmotor boomen. Tempo 25 ist vielen jedoch zu lahm. Sie helfen massenhaft mit Tuning-Geräten nach.

    Badass Ebikes oder Elektrofahrrad-einfach heißen bspw. zwei der Anbieter. Die „Badassbox“ ist bereits in der vierten Variante auf dem Markt, das aktuelle Modell verspricht „über 50 km/h“. Kosten tut das zwischen 139 und 250 Euro.

    Tuning-Kits zu verkaufen ist legal – ihr Betrieb im Straßenverkehr ist es nicht. Die Händler weisen darauf hin, dass man mit den frisierten Bikes nur im “privaten Wald” fahren darf. Wahrscheinlich sind es aber nicht nur Waldbsitzer, die tunen.

    Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat bereits einen Flyer an Beamte verteilt, der erklärt, wie sie frisierte Pedelecs entlarven können.

    O tempora, o mores

  13. Daniel K aus S am 11. September 2016:

    Wo das E-Rad zum Pendeln das Auto ersetzt, wie es im hügeligen Stuttgart viel zu sehen ist- prima! Leider werden auch die typischen Tourenstrecken am Wochenende zunehmend elektrifiziert befahren. Da ersetzt das Pedelec dann das Fahrrad; in diesem Falle ein ökologischer Rückschritt.
    @ Guido- ja, ich freue mich auch schon auf den Winter, wenn die ganzen Elektromotoren und überzüchteten Karbondinger wieder in den Kellern stehen
    @U.Rlauber- auch das stimmt: Leute, die vorher meinten, eine Fahrrad dürfe max €500 kosten, sind nun bereit, für ein Mofa mit Pedalen locker das fünffache rauszurücken

  14. olav am 11. September 2016:

    Pinion C und P Linie? Comercial und Profi oder was bedeuten die ABkürzungen? Dürfte dann wohl auf die Haltbarkeit gehen oder wo genau liegen die Unterschiede?

  15. S.Enf am 12. September 2016:

    Sehr verwunderlich, dass Leute, die wohl noch nie mit einem Pedelec gefahren sind, was man an Aussagen wie “Die von den eigenen Muskeln produzierte Wärme fehlt. Warm wird dann nur noch der E- Motor” oder “Mofa mit Pedalen” erkennen kann, sich an Diskussionen über Pedelecs beteiligen müssen. Wenn ich mich in einer Materie nicht auskenne, gebe ich auch nicht meinen Senf dazu.

  16. G.Oogle am 12. September 2016:

    @ Olav,
    Die Pinion C-Linie ist eine preiswertere und leichtere Ausführung der P-Linie. Das Getriebgehäuse ist nun aus Magnesium-Guss und die Antriebswelle ist etwas kürzer, obwohl laut Pinion das Getriebeinnenleben selbst baugleich sein soll. Das 18-Gang Getriebe P1.18 bleibt jedoch der P-Linie vorbehalten. Man merkt, die Pinion-Jungs haben einen Automotiven Hintergrund ;-)

  17. Robert am 12. September 2016:

    Meiner Meinung nach haben die Pinion-Marketing-Jungs verstanden, dass sich mit der
    P-Linie alleine kein richtiger Umsatz machen lässt. Wer hat schon mind. 3600 Teuronen
    für so ein Pinion Einsteiger Radl in der Tasche ?! Die meisten nicht.

  18. P.Orsche am 12. September 2016:

    @Robert,
    Du hast da sicherlich recht, dass in erster Linie höhere Stückzahlen die Triebfeder für die C-Modelle sind. Ob der Umsatz mit der C-Linie allerdings deutlich nach oben geht bleibt abzuwarten. Auf der Eurobike war zu erfahren, dass sich beim Endkunden die Ersparnis auf maximal 500,00 € belaufen soll, vorausgesetzt, die Hersteller sparen nicht auch noch an anderen Stellen. Um bei deinem Preisbeispiel zu bleiben, 3.100,00 € sind immer noch kein Einsteiger-Schnäppchen.

    Ob für Pinion die Rechnung langfristig aufgeht, wenn die Getriebe mit nicht adäquatem Drumherum in der 2.000 Euro Klasse auftauchen ist zumindest fraglich. Beim Ex-Arbeitgeber der Pinion-Jungs gibt es ja auch keinen Porsche zum Golf-Preis.

  19. Henning am 12. September 2016:

    Traurig, das Fahrrad wird aufgegeben.
    Die Radhersteller sollten aber aufpassen, mit steigenden Akkuleistungen werden diese Elektrobiker sich immer mehr in Richtung elektro Mofa-Motorrad hin bewegen. Man kann den Trend bereits an den jetzigen Pedelecs erkennen, die sich immer weiter vom Fahrrad entfernen.

  20. Stefan Stiener von Velotraum am 13. September 2016:

    @ Henning,
    es gibt keinen Grund traurig zu sein und »das Fahrrad« wird sicherlich nicht aufgegeben, zumindest nicht bei Velotraum. Es kommt vielmehr das Pedelec dazu. Ich glaube auch, dass viele von uns in Zukunft in beiden »Welten« zuhause sein werden, bzw. schon sind. Gegen die Auswüchse und den Missbrauch kann man nur mit gutem Beispiel anleben, bzw. dem Motto frönen, »Haltet euch von den Idioten fern!« (Lemmy Kilmister/Motörhead) ;-)

  21. Jörg aus Bad Zwischenahn am 13. September 2016:

    “You may say I am a dreamer- but I`m not the olny one” (frei nach J.Lennon)

    Ich bin Jahrgang 1970 und in meiner Jugend (noch bevor das Mountainbike nach Europa schwappte) war das Rennrad die einzige Wahl flott und mit halbwegs guten Komponenten unterwegs zu sein. Daher freue ich mich immer wieder über die unendlich vielen Möglichkeiten die einem heute geboten werden. Und müsste ich bei meiner Pendlerstrecke 17% Steigung erklimmen- klar hätte ich ein Pedelec. Soll allerdings auch bei Gegenwind gut sein wie mir ein Holländer letztens verraten hat. ;-)
    Meine Vision für die Zukunft: Human-Hybrid-Mobile, angetrieben mit Muskelkraft und mit Strom aus Wind und Solar, gemacht für Pendler-Distanzen von sagen wir mal 40 Kilometer am Tag, finanziert über das “Firmenwagenmodell”, gefördert durch Staat und Krankenkassen (Thema Gesundheit),…

  22. Helmut aus 73760 Ostfildern am 13. September 2016:

    Wie immer bei technischen Neuerungen gibt es unterschiedliche Erfahrungen: Einerseits wird bedauert, dass Bewährtes verloren geht oder zumindest an Bedeutung verliert und andererseits ist es für Viele ein Fortschritt, eine Erleichterung, die bisher Unmögliches möglich macht.
    Nach meiner Meinung droht aber ein ganz andere Gefahr. Die Unvernunft mancher Menschen wird dazu führen, dass von den e-Rädern immer größere Gefahren ausgehen. Die höheren Geschwindigkeiten, noch verstärkt durch ‘Tuning’ (s.o.) lösen neue Gefahren aus. Dabei denke ich an meine letzte Chiemsee-Umrundung. Schon ohne e-Bikes ein Horror-Trip, mit e-Bikes wird es furchtbar werden, wenn schneller gefahren und ständig überholt wird.
    Irgendwann wird der Gesetzgeber nicht umhin können, eine Versicherungspflicht und damit ein Kennzeichen zu verlangen. Ob dies das Ziel der ganzen e-Bike-Bewegung sein soll?

  23. S.Enf am 13. September 2016:

    Bei Abregelung der Geschwindigkeit bei 25 Km/h kann man nicht von “höherer Geschwindigkeit” sprechen. Über diese Geschwindigkeit lacht jeder halbweg trainierte Radrennfahrer. Einzig am steilen Berg wird mit dem Pedelec schneller aber auch entspannter gefahren. Die 45 Km/h Ebikes benötigen jetzt schon ein Kennzeichen, die Fahrer einen Helm und es darf damit nicht auf dem Radweg oder im Wald gefahren werden. Da, wo diese fahren dürfen, sind die Autos das größere Gefahrenpotential.

    Leute, die ihr Pedelec/Ebike tunen, halte ich auch für verantwortungslos, habe bisher aber noch keinen gesehen. Diejenigen, die erheblich schneller waren, hatten alle Kennzeichen am Bike.

  24. Stephan am 14. September 2016:

    zu / 6.Markus Mehigan von Velotraum (an Velotraum Stefan Stiener )

    @ Stephan das Reifenformat 559×60 ist durchaus denkbar…..
    aber dazu später mehr

    “aber dazu später mehr”, wann darf man den ungefähr mit Neuigkeiten oder gar Bildern rechnen.

  25. Klaus Maier am 14. September 2016:

    Da kann man glatt ins Träumen kommen. Appetithäppchen gefällig? Velotraum- Systemrahmen mit Shimano-Mittelmotor und 26ern und Rohloff und Sattelfederung und SON – Nabendynamo und -licht und rechten Gepäckträgern und und und
    Man könnte verfressen werden.

    Also: Velotraum – Mach’s möglich!

  26. K. Riminell, Duisburg am 14. September 2016:

    Es ist soweit:

    “Electros”, “Bells Angels”: E-Biker gründen erste Rockergangs

    Duisburg (dpo) – Große Besorgnis bei den Behörden: In Duisburg hat sich am Wochenende mit den “Electros” Deutschlands erste E-Bikergang gegründet. Fast zeitgleich gründeten sich in anderen Städten des Ruhrgebiets konkurrierende Gangs wie die “Bells Angels” oder die “E-Mongols”. Die Polizei befürchtet nun einen Anstieg im Bereich Bandenkriminalität.

    Kompletten Artikel bei der Agentur dpo lesen

  27. Stefan Stiener von Velotraum am 14. September 2016:

    @ 24 (Stephan),

    Es wird sicherlich noch bis Ende November dauern, bis wir die Ausstattungsvorschläge und Wahlmöglichkeiten für den E-Finder fertig haben. Die besondere Schwierigkeit dabei ist, dass alle Teile ISO-zertifiziert sein (für die EC-Kennzeichnung) müssen und dafür die jeweiligen Nachweise von den Herstellern zu bekommen ist ein Geduldsspiel.

    Generell möglich ist das Reifenformat 60-559, es bleibt aber nur noch eine – für den Alltag durchaus ausreichende – Tretlagerhöhe von 285 mm.

  28. Ingo am 16. September 2016:

    Die Elektrifizierung ist der Lichblick für einen gesättigten Markt. Die Varianten- und Komponentenvielfalt bei Fahrrädern ist kaum noch überschaubar und eignetlich nicht notwendig. Viele aktive Radler haben eh schon mehrere Fahrräder, welche auch nach Jahren (ohne besonderen Aufwand und Kosten) zuverlässig funktionieren.

    Da kommt das E-Bike gerade recht und es ist für bestimmte (z.B. kräftezerende) Anwendungen eine echte Bereicherung.

    Zum Glück haben E-Bikes und deren Komponenten eine sehr kurze Halbwertszeit und nicht unerhebliche Folgekosten. Das ist der Schrott von morgen, denn ohne funktionierenden E-Antrieb sind diese unbrauchbar.

    Um echte Fahrräder mache ich mir desshalb keine Sorgen.

  29. Scheng am 16. September 2016:

    Ich stehe dem Pedelec entgegen manchem hier nicht negativ gegenüber, kommt immer auf die Anwendung an und gerade der eFinder lässt sich ja an die perönlichen Bedürfnisse anpassen.

    Allederdings muss trage ich auch die Bedenken von Ingo was den “schrott” angeht, hier ist ein VT oder ein vergleichbar hochwertiges Produkt mit Heckmotor im Vorteil, da gäbe es immer Motorersatz oder es ließe sich weiterhin als hochwertiges Fahhrad bewegen.

  30. RD am 18. September 2016:

    Guten Morgen,
    gibt es den E-Finder künftig in zwei Motorvarianten?
    VG
    RD

  31. Stefan Stiener von Velotraum am 19. September 2016:

    @ Ingo und Scheng,
    im Moment sehen wir das auch so. Pedelecs haben eine andere, kürzere Halbwertszeit. Allerdings halten wir immerhin 50.000 Kilometer für realistisch, nur sollte man sich damit nicht gerade 20 Jahre Zeit lassen, dies wird die Elektronik nicht mitmachen, für fünf Jahre gibt es schon Erfahrungswerte, zehn Jahre wären schon mal ideal. Ganz klar, auch in unserem Interesse ist es, dass Motorenstandards, wie die Rahmenaufnahme, möglichst lange laufen, so dass ein Auf- oder Nachrüsten von neuen Systemen möglich sein wird.

    @ RD,
    wenn mit zwei Motorenvarianten Pedelec und S-Pedelec gemeint sind, dann ist die Antwort ein klares »Nein«. Wir machen in jedem Fall nur eine Pedelec-Variante.

  32. RD am 19. September 2016:

    Hallo Herr Stiener,
    nein darum ging es bei meiner Frage nicht, sondern um die Motorvariante; Mittel- oder Hecknabenmotor.
    VG
    RD

  33. Stefan Stiener von Velotraum am 19. September 2016:

    @ RD, Den E-Finder mit Nabenmotor gibt es ja quasi schon, siehe auch hier. Den E-Finder selbst, gibt es nur mit Mittelmotor.

  34. Olav am 19. September 2016:

    Moin. Ab wann wird es denn die C-Klasse von Pinion geben? Gibt es da schon Tetminsussagen? Hört sich super interessant an

  35. Stefan Stiener von Velotraum am 21. September 2016:

    @ Olav,
    auf der Messe wurde uns in Aussicht gestellt, dass die ersten Seriengetriebe im Dezember diesen Jahres zur Auslieferung kommen, könnte also für unter den Weihnachtsbaum reichen ;-)

  36. Tom aus dem schönen Kraichgau am 21. September 2016:

    Ich hätte da mal eine Frage: Warum hat der Finder den Knick im Oberrohr.? Die beste aller Ehefrauen glaubt mir nicht, dass er ihrer Bequehmlichkeit (wenn sie auf dem Oberrohr mitfährt) dienen soll.

  37. Stefan Stiener von Velotraum am 21. September 2016:

    @ Tom,
    auch der E-Finder ist für den optionalen Einsatz von Federgabeln oder auch Carbongabeln vorbereitet und daher ist die Gabeleinbaulänge und somit der Ansatzpunkt des Oberrohrs relativ hoch. Damit die Schrittfreiheit dennoch gewährleistet ist, haben die Finder den Knick im Oberrohr – bringt immerhin bis zu vier Zentimeter mehr Spielraum zwischen Metall und Weichteile. Und für die »beste aller Ehefrauen« am besten ein eigener E-Finder, statt sie auf dem Oberrohr mitnehmen :-)

  38. Weichei aus eBikehausen am 24. September 2016:

    Zur Info an die Puristen: Mein S-Pedelec versetzt mich in die Lage, 86 km / 1.000 Höhenmeter pro Tag zur Arbeit zurückzulegen. Ohne Motorunterstützung würde ich das nicht schaffen.
    Ich gestehe, dass ich mir für diese Touren nur Tage mit voraussichtlich trockenem Wetter aussuche. Mal ein Schneeschauer oder ein Sommergewitter haben mich trotzdem erwischt.
    In 2 Jahren sind 16.000 km zusammengekommen. Dank Nabenmotor fahre ich noch mit der zweiten Kette.
    Auf einen Mittelmotor von Velotraum habe ich nicht gewartet. Offenbar verlangt das aber der Markt.

  39. Renate F. Bonn am 25. September 2016:

    Hallo Herr Stiener,
    ich träume ahnlich wie Nr. 25. Würde es dies alles auch für Rahmengrösse xxs geben? Mein normales Velotraum xxs ist ja schon wunderbar, aber Urlaub mit Gepäck durch die Alpen schaffe ich nicht mehr, und ich hätte noch so viel vor.

  40. Stefan Stiener von Velotraum am 26. September 2016:

    @ Renate aus Bonn,
    es ist technischen Gründen leider im Moment nicht möglich den E-Finder kleiner als »S« zu bauen. Motor und Akku brauchen einfach relativ viel Platz im Rahmendreieck. Allerdings ist der Größenunterschied zum bisherigen XXS nicht so groß, so dass eine gewisse Chance besteht das Rad passend hinzubekommen. Wir werden in jedem Fall die Laufradgröße 26-Zoll mit in die Wahloptionen aufnehmen, damit lässt sich das Rad durchaus »schrumpfen«.

  41. lightflex am 26. September 2016:

    Welche Naben kämen denn in Frage, die man mit dem Motor kombinieren könnte?

  42. Stefan Stiener von Velotraum am 27. September 2016:

    @ lightflex,
    von Shimano werden die neuen XT-Naben empfohlen, wer es noch robuster möchte nimmt eine DT-Swiss 350. Spannender wird sein, wie Kette und Ritzel mit den hohen Belastungen klar kommen. Das Gute bei STEPS, die Kette läuft im Gebrauch über »große« Ritzel und Kettenblätter (36 oder 38 Z).

  43. Purist am 27. September 2016:

    @Weichei:
    Bei so einem täglichen Weg zur Arbeit (86km Strecke und 1000 Höhenmeter) hätte ich auch einen E-Motor im Bike. Ich wohne im Flachland und fahre in der Woche ca 200 km; das empfinde ich als angenehmes Gesundheitstraining; ein Motor in meinem Bike wäre daher ziemlicher Unsinn.
    Ich denke, das es für viele Menschen absolut schlau ist, ein motorisiertes Bike zu nutzen. Aber ich habe erhebliche Zweifel bei denen, die ihr Elektrofahrrad beim Discounter nur deshalb mitnehmen, weil es gerade im Angebot ist. Hier sieht man viele Senioren, die dann im Alltag eher die Nachteile erleben; z.B. das hohe Gewicht, wenn sie das Rad verladen müssen oder in den Fahrradkeller oder einen hohen Fahrradständer schieben wollen. Auch das plötzlich höhere Geschwindigkeitsniveau ist nicht unbedingt seniorentauglich, wenngleich es am Anfang sicher für das berühmte ‘breite Grinsen’ im Gesicht sorgt.

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