Eine runde Sache: GPS-Wochenende bei Velotraum

17. Februar 2013  |

Wer die Möglichkeiten von modernen GPS-Geräten souverän beherrschen möchte, sollte sich intensiv mit der Materie beschäftigen.

Das wurde einem schon beim Infoabend am Freitag klar. Der GPS-Experte Thomas Froitzheim warnte eindringlich vor zu hohen Erwartungen und dämpfte die Aussicht auf schnelle Erfolge, zeigte aber auch gleichzeitig die faszinierenden Potentiale des Global Positioning System (GPS). Am Samstag ging es dann im Intensivkurs darum, diese Potentiale zu erschließen.

Matthias Sterr und Roland Schmitt von Velotraum waren am Samstag-Kurs mit dabei und schildern Ihre Eindrücke wie folgt.

Wünsche, Vorstellungen und Erkenntnisse

»Eine neue Gegend erkunden und stets zum Ausgangspunkt zurückfinden«, »Neue Touren im näheren Umfeld entdecken – via Internet«, »Marktübersicht erhalten«, »bevor ich mich für ein Gerät entscheide«, »Radtouren unternehmen, ohne ständig in die Karte schauen zu müssen«, »Die mangelhafte Beschilderung von Radwegen ergänzen«, »Ich wüsste gerne, warum ich eine Tour mit 60km Länge plane und am Schluss 80km gefahren bin«,

So unterschiedlich waren die Erwartungen der Teilnehmer des GPS-Intensivseminars am 16.2.2013. Thomas Froitzheim brachte 14 Neugierigen (darunter 2 Mitglieder der Velotraum-Crew) die Grundlagen und Möglichkeiten der GPS-Nutzung am Rad näher.
Dabei wurde schnell klar, wie komplex dieses Themenfeld eigentlich ist: Welche Geräte, welche Karte und welche Planungssoftware gibt es überhaupt? Wie finde ich Tourenvorschläge im Internet und wie bekomme ich sie ins GPS-Gerät? Was ist der Unterschied zwischen einer Route und einem Track? Und welchen Knopf soll ich nochmal drücken…? Die Fragen sind schier endlos. Doch unser Referent schaffte es durch sein sehr fundiertes und praxiserprobtes Fachwissen, uns auf einem erhellenden und umfassenden Streifzug durch den GPS-Dschungel zu navigieren.

Am Vormittag beschäftigten wir uns zunächst mit verschiedener Planungssoftware (Garmin BaseCamp, MagicMaps, QuoVadis). Denn eines macht uns Thomas Froitzheim klar: Eine Nutzung von GPS am Rad ohne PC ist zwar prinzipiell möglich, um das Potential aber mehr als nur oberflächlich zu nutzen ist ein Computer und gründliche Vorbereitung unverzichtbar. Im Weiteren erkundeten wir die Möglichkeiten, bestehende Routen aus einem Internetportal (stellvertretend: GPSies) zu laden, anzupassen und aufs Navigationsgerät zu übertragen. Nach reichlich Theorie schafft eine Geländeübung in der verwinkelten Weil der Städter Innenstadt den nötigen Praxisbezug.

Fazit: Sowohl GPS-Neulinge als auch alte Hasen erhielten einen fundierten Über- bzw. einen tieferen Einblick in Möglichkeiten der GPS-Navigation und können sich nun die verbleibende graue Winterzeit mit der Planung kommender Touren in der Frühjahrssonne verkürzen.

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