Hilferuf aus dem Himalaya

26. Juni 2009  |

Mit diesem elektrisierenden »Betreff« erreichte uns Freitag um 15:00 Uhr eine E-Mail von Nicole und Jörg aus Indien.

Vor gut einem Jahr waren die Beiden zu ihrer großen Asienreise Per Rad aufgebrochen und außer einem undichten Magura-Bremshebel gab’s bisher keine technischen Probleme.

15:00 Perrad Nun sind wir glücklich über all die Pässe des Himalaya nach Leh gefahren und müssen nun leider feststellen, wo unsere Aluesel mal nicht in Bewegung sind, dass bei dem Velo von Nicole Öl aus der Rohloff leckt.

15:30 Erstmal eine beruhigende Erste-Hilfe-E-Mail an die Reiseradler, dass ein paar Tropfen Ölverlust einer Rohloff-Nabe nichts anhaben könne. Sicherheitshalber senden wir den Hilferuf auch noch zu Rohloff.

16:00 Anruf aus Kassel. Barbara Rohloff persönlich ist am Apparat und bestätigt unsere Einschätzung, dass die Sache harmlos ist und allein die Höhenunterschiede für das Austreten des Öls verantwortlich sein könne. Und selbst im schlimmsten Fall, also ein völliges Leerlaufen der Nabe, bleibt genügend Restschmierung für eine Weiterfahrt, ohne dass die Nabe Schaden nimmt.

17:00 E-Mail an Nicole und Jörg mit den Rohloff-Informationen.

18:00 Perrad schreibt: Vielen, vielen Dank für deine positive und schnelle Antwort! Da fällt uns wirklich ein Stein vom Herzen!!! Die letzten 6 Stunden hat die Rohloff auch nicht mehr getropft … Wir machen gerade Luftsprünge ebenso wie im Anhang (siehe Bild oben) ;-)

Unser Gemüt hüpft auch ein wenig vor Freude, so schnell und einfach helfen zu können und über einen Hersteller wie Rohloff, auf den einfach Verlass ist.

Kommentare

  1. :-) am 26. Juni 2009:

    Geil!

  2. Hans P. am 7. Juli 2009:

    Beinahe wäre die ganze Welt untergegangen. Wegen ein paar Tropfen Öl aus einer Rohloff. Mensch macht ihr ein wichtigtuerisches Geschiss aus so einer lächerlichen Sache! Die ganze Welt dreht sich nur um euere Radltour. Sorry!
    Hans

  3. Hans am 7. Juli 2009:

    STOPP! Habe ich noch vergessen anzumerken:

    Lasst euch doch von Herrn Rohloff ganz persönlich eine nagelneue Nabe per Hubschrubber ins Himalaya fliegen und sie vor Ort auch von ihm persönlich einspeichen , testen und einfahren und euch abschließend eine Himalaya-Rohloff-Garantie, lifetime, versteht sich, geben. Danach schreibt ihr ein sensationelles Buch mit dem Titel »Mit der Rohloff im Himalaya beinahe gescheitert«, das umgehend die Hitparade der Bestseller stürmen wird. Vorher die Presse informieren, damit auch hinreichend viel Paparazzo mitkommen. Servus – probiert es mal mit ner Dreigangnabe.

  4. AndreasB am 8. Juli 2009:

    Neid der Rohlofflosen, Hans? ;-)

    Zu der Fraktion gehöre ich zwar auch, aber ich überlege die Anschaffung – und fand diesen Kurzbericht hochinteressant.

    Wenn bei einer Himalaya-Querung nicht mehr passiert als dass ein paar Tropfen Öl austreten: Gratulation!

  5. Hans, der Neidhammel am 8. Juli 2009:

    Ja, AndreasB, ich bin neidisch! Wahnsinnig neidisch. Aber mein wunderschönes Koga Egles Gent (ca. 1975) verträgt keine Rohloff. Und ausmustern werde ich dieses schöne (und gute!) Radl nicht. Fahre damit eine AlFine 8-Gang (aus der kein Öl tropft) und werde, nachdem ich mich von der Wohnzimmerrenovierung finanziell erholt habe, mittelfristich, nen Velotraum-Rahmen einschließlich ner Rohloff und allem, was man an Schönem und Gutem noch dazu braucht, beschaffen und zusammenschrauben. Als Zweitradl, sozusagen. Natürlich bin ich nicht neidisch auf andere Menschen, generell nicht. Mir geht es gut. Aber dieses Geschrei aus dem Himalaya….grauenhaft wichtigtuerisch, finde ich. Sollen sich doch von der US-Airforce ausfliegen lassen :-)

    Sei gegrüßt
    Hans

  6. Björn am 8. Juli 2009:

    »Wichtigtuerisch«? Was soll an der E-Mail und deren Inhalt wichtigtuerisch sein? Mir erschließt sich nicht, was Hans will.

    Sollte man sich etwa nicht darüber freuen dürfen, wenn einem innerhalb ganz kurzer Zeit und über große Distanz eine Verunsicherung, was die Technik angeht, genommen werden konnte?

  7. flo am 8. Juli 2009:

    Hallo,

    naja er wird halt meinen, dass die Jungs ihre »Nabe« eigentlich gut genug kennen müssten (Lektüre des Handbuches nicht verboten; auch auf der Rohloff Webseite steht dass die Nabe sogar bei komplettem Ölverlust einsatzbereit bleibt), dass sie wissen müssten, dass Ölverlust an der R14 ein Problem unterer Relevanz darstellt. Weiterhin könnte man annehmen dass ein solcher Vorfall aber eine gute Möglichkeit ist mal der Welt mitzuteilen wo man sich so rumtreibt. Wie gesagt könnte…

  8. Christian am 11. Juli 2009:

    Mal ganz abgesehen davon, dass man sich für diesen geradezu lächerlich hohen Preis einer Rohloffschaltung ein ganzes Ersatzteillager in der Heimat vorhalten kann (z.B. eine komplette XT-Gruppe, dazu diverse Laufräder und Ketten für einmal rund um die Erde) und diese dann bei Bedarf an jeden Ort in der Welt schicken lassen kann…die zwei Tage, die UPS dann allerhöchstens braucht, kann man mal entspannt wandern gehen…

  9. PerRad am 12. Juli 2009:

    Hallo miteinander!

    Unglaublich, wie emotional und persönlich hier auf eine private technische Frage reagiert wird und wie das Fragen in Frage gestellt wird!

    Nachdem wir das Rohloff- Handbuch ausführlich durchforstet haben, war dieses Mail an Velotraum eine wichtige Absicherung für uns, da wir bis nach Hause noch so einige Kilometer zu radeln haben.
    Dieses Öl ist übrigens nicht aus der Nabe geleckt um unsere Reise publik zu machen, sondern wegen veränderter Druckverhältnisse in dieser Höhe…!!! ;-)

    Stefan Stiener hat unsere Bedenken ernst genommen (auch er hat sich noch einmal bei Rohloff abgesichert) und uns innerhalb kürzester Zeit bestens geholfen. Es zeigt wie kompetent, schnell und effizient Velotraum bei Problemen hilft!
    An dieser Stelle nochmal ein riesiges Dankeschön!!!
    Schliesslich ist es nicht ganz unwesentlich, an welcher Stelle das Öl austritt.

    Eine Veröffentlichung dieses Fragmentes unseres Email- Austausches auf dieser Webseite lag NICHT! in unseren Händen und war auch NICHT! unsere Absicht!
    Wir denken, die schnelle Hilfe ist nebst der Information über die Rohloff der alleinige Inhalt des Artikels, so wie er zum Glück auch von anderen aufgenommen wurde.

    und noch ein kleiner Nachtrag…

    Jeder sollte seine eigene Meinung kundtun können, sich aber vielleicht vorher über den Kontext informieren.
    Wer so grundlos und unwissend um sich schiesst sollte sich fragen, wo der wahre Grund für diese sinnlose Ansammlung an geballten Beleidigungen und missgünstigen Vermutungen liegt…

    entspannte Grüsse

    die Urheber eurer Kommentare

  10. Christian aus München am 14. Juli 2009:

    Hallo Perrad, hallo Herr Stiener,

    ich finde es gut und informativ, wenn Sie Auszüge aus einem e-mail und Telefonkontakt zwischen Händler, Hersteller und Kunden in einem Blog veröffentlicht. Für mich als Kunde ist es sehr wichtig wie mit Fragen, Unsicherheiten und möglichen Problemen umgegangen wird. Wenn ich mit einem Premiumprodukt mit leckender Nabe in der Pampa stehe, möchte ich nicht hören: »Lesen Sie halt die Betriebsanleitung« auch wenn’s stimmen mag. Ich möchte, dass mit meinem ›Problem‹ professionell umgegangen wird, und das wurde durch diesen Beitrag deutlich. Kann für viele auch eine Kaufentscheidung sein.

    Vielen Dank an dieser Stelle. Die Homepage mit so einem Forum zu verbinden halte ich für mutig aber sehr sinnvoll. Dass einzelne Genossen das nicht wirklich zu schätzen wissen, ist schade, zuweilen ärgerlich, aber verkraftbar.

    herzliche Grüße aus München

  11. Sattler, Bernhard am 14. Juli 2009:

    Ist sonst noch etwas auf der Welt passiert?

  12. Gerd aus Heidelberg am 15. Juli 2009:

    Uns ist vor zwei Jahren in der Slowakei eine Kette gerissen.

    Ich habe sie ein paar Kilometer bis zum nächsten Ort gezogen, dort war ein freundlicher Tankwart.

    Wir hätten Hrn Rohloff gar nicht anrufen können, weil wir die Telefonnummer nicht dabei hatten.

  13. Christian am 19. Juli 2009:

    Normalerweise lese ich die Velotraum-Neuigkeiten immer sehr gern, aber bei diesem Eintrag musste ich auch etwas lachen, wie da aus einer Muecke ein Elefant gemacht wurde. Einerseits, weil wegen eines fuer mich harmlosen Vorgangs gleich eine Panik-Email aus dem Himalaja geschrieben wurde und andererseits weil Velotraum daraus eine etwas peinliche Lobpreisung der Firma Rohloff veranstaltet (und sich selbst) veranstaltete. Leider fehlen zu den zeitlichen Angaben dieses »Action-Filmes« wie ansonsten ueblich die Sekunden und vor allem die geographischen Koordinaten.
    Christian, seit 10 Monaten mit der Rohloff in Suedamerika unterwegs

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