Neue Rahmengrößen beim Modell »cross 7005 EX Komfort«

26. Mai 2014  |

Zusammen mit den Pilger-Rahmen sind auch die vier neuen Rahmengrößen unseres Komfort-Rahmens eingetroffen.

Eine schöne Gelegenheit, die Detailsorgfalt, die Machart und Hand-Werk-Anmutung eines Velotraum-Alurahmens ungeschminkt – roh, direkt aus dem Karton (!) – ins Bild zu setzen.

Der »Komfort-Rahmen« hat sich inzwischen zu einem sehr wichtigen und beliebten Rahmenmodell innerhalb des Velotraum-Konzepts entwickelt. Daher ist der Aufwand für eine weitere Rahmengröße »S-lg«, sowie eine zweite Oberrohrlänge für die Größen M, L, XL angemessen und sinnvoll. Die neue Größe »S-lg« ist hinsichtlich Geometrie und Eigenschaften auch als längere und etwas größere Alternative zum zweiXS prädestiniert.

Warum zwei Oberrohrlängen?

Nach wie vor wird in der Fahrradbranche die Bedeutung der Rahmenlänge für die Passform eines Rads völlig unterschätzt bzw. ignoriert. Immer noch gilt überwiegend die Rahmengröße – also die Länge des Sitzrohrs – als wesentliche Kenngröße für die Passform. Dabei ist dieses Maß von nachgeordneter Bedeutung, wenn es darum geht, eine individuell ermittelte Sitzposition auf ein Fahrrad zu übertragen. Schließlich ermöglichen moderne und hochbelastbare Sattelstützen einen Auszugsbereich von plusminus zehn Zentimeter. Die beiden wichtigsten Rahmen-Abmessungen für die Passform eines Fahrrads sind vielmehr: die Steuerrohr- sowie die Oberrohrlänge. Denn, die Länge dieser beiden Rohre bestimmt maßgeblich die mögliche Position des Lenkers und somit die Sitzposition.

Bedeutsam und wichtig ist dabei der wenig bekannte Zusammenhang zwischen der Lenkerhöhe und der Sitzlänge. Aufgrund der unterschiedlichen Sitz- und Steuerrohrwinkel, verkürzt sich die Sitzlänge um fast drei Zentimeter, wenn der Lenker z.B. zehn Zentimeter über Sattelhöhe positioniert wird. Für Fahrer mit kurzen Armen und langem Rumpf keine ungewöhnliche Konstellation, trotz vergleichsweise sportlicher Sitzhaltung. Und nichts kann kontraproduktiver für eine gute Sitzhaltung (Rücken in der natürlichen Doppel-S-Haltung) sein, als zu wenig Sitzlänge – sprich ein zu »kurzes« Fahrrad (allerdings mischen bei dem Thema Sitzlänge und -position auch noch die Lenkerform, die Größe und Länge der Lenkerhörnchen und die bevorzugte Griffposition kräftig mit rein…).

Eine Erfahrung, die bei Velotraum dazu geführt hat, dass wir in den letzten Jahren mehr und mehr Rahmenmodelle in zwei Rahmen- bzw. Oberrohrlängen anbieten. In Kombination mit einem umfangreichen Vorbau- und Lenkersortiment, extra-langen Gabelschäften und der Steuerrohrverlängerung Carlo, haben wir somit fast unbegrenzte Möglichkeiten bei der Fahrradanpassung.

Weitere Informationen zum Modell »cross 7005 EX Komfort«

Kommentare

  1. Frank am 9. Juni 2014:

    Ich finde es toll das mit diesem Rahmen nahezu alle erdenklichen Sitzpositionen realisierbar sind. Der universellste Rahmen im Programm, wie ihr selber schon festgestellt habt. Schade nur, dass er nach wie vor nicht mit Riemen-Option zu haben ist. Ist die Nachfrage so gering? Ich dachte so langsam hätte sich der Riemen auch bei VT etabliert.
    Einen weiteren Wunsch hätte ich noch: Einen vom Lenkergriff aus höhenverstellbaren Vorbau mit ca. 120mm Verstellweg. Mit einem Knopfdruck von sportlich bis komfortabel in einem Rad. Der VT1100 Rahmen würde sich mit dem langen Steuerrohr dafür anbieten. Vielleicht so ähnlich aufgebaut wie die verstellbaren Sattelstützen mit Gasdruckfeder. Einen den man auch wirklich während der Fahrt verstellen kann, ohne die Hände von den Griffen nehmen zu müssen. Er sollte deutlich steifer als ein Speedlifter sein und möglichst spielfrei in der Führung gleiten. Formschön und elegant in das Steuerrohr integriert. Das könnte den Carlo locker ersetzten. Wenn das gut gemacht ist, darf das Teil auch ruhig was kosten! Das wäre noch mal ein echter Gewinn für den Fahrkomfort. Kurzer steiler Anstieg, Lenker runter und druckvoll hochradeln, danach wieder Lenker hoch und komfortabel weiterfahren. Bei Gegenwind das gleiche. Zur Arbeit, morgens aerodynamisch hin und abends bequem wieder zurück. Ein dynamisches Sitzen, öfters mal die Sitzposition wechseln, wie es die Orthopäden und die Physiotherapeuten immer wieder fordern. Und das alles, ohne die Sitzlänge groß zu verändern.Dies könnte ein Produkt mit wirklich hohem Gebrauchwert werden in das sich die Entwicklungsarbeit langfristig bestimmt auszahlen würde. Die vorhandenen Produkte am Markt decken diese Anforderungen leider in keinster Weise ab. Vielleicht könnt ihr euch ja mal so einer Sache annehmen und ein richtig reisetaugliches Teil mit schwäbischer Gründlichkeit konstruieren, oder eure Zulieferer damit beauftragen! Als kleiner innovativer Radhersteller mit zuverlässigen und langlebigen Produkten scheint ihr mir die richtige Firma, um so etwas in die Hand zu nehmen, oder einen Impuls weiterzuleiten. Frei nach dem Motto von Hans-Heinrich Pardey: Die Industrie hört zu wenig auf die Wünsche ihrer Kunden…
    In diesem Sinne, bis zur Eurobike ist ja noch ein bißchen Zeit.

  2. Ralf aus Hannover am 9. Juni 2014:

    Hallo Frank,
    Eine spielfreie, steife und trotzdem leichte Lenkerhöhenverstellung während der Fahrt ? Das Problem beim Lenker im Gegensatz zum Sattel ist die absolute Sicherheitsrelevanz. Ohne Sattel kann man schon mal ein paar Kilometer radeln, ohne Lenker sollte man das nicht tun. Gleichgewicht halten beim Radfahren tut man nicht nur über die Lenkbewegungen, sondern auch über Gewichtsverlagerungen. Das könnte während der Verstellphase zu Problemen führen.
    Für unterschiedliche Griff- und Sitzpositionen gibt es Multifunktionslenker wie Rennlenker, Lenker mit Hörnchen oder den Modolo-Yuma etc. Ansonsten gibt es im Federweg verstellbare Federgebeln. Die haben auch eine stabile Führung. Das sind die bewährten Lösungen für variable Sitzpostionen.
    Für ein neues Prinzip ist das Problem die solide technische Umsetzung. Im Stehen verstellbare Vorbauten gibt es viele. Besonders solide, steif und leicht ist das Syntace-System. Auf dem Prinzip wäre die Lenkerhöhenverstellung noch am ehesten umsetzbar. Eine hohe Steifigkeit macht das aber auch schwer.
    Ein entsprechendes Lenkerhöhenverstellsystem liegt eher nicht im Aufgabenbereich eines kleinen Fahrradherstellers, denn der Radbauer müßte auch an Wettbewerber verkaufen, um auf Stückzahlen zu kommen. Das ist eher was für einen Lenkerhersteller.
    Gruß Ralf

  3. Stefan Stiener von Velotraum am 10. Juni 2014:

    @ Frank,
    den VT-1100 wird es in Zukunft auch in BD-Variante geben, die ersten Rahmen sind quasi im Container und auf dem Seeweg zu uns. Die Antwort zum höhenverstellbaren Vorbau hat Ralf in unserem Sinne schon gegeben (danke Ralf) – und danke Frank, dass Du so großes Zutrauen in uns hast.

    Zum Thema, »Die Industrie hört zu wenig auf die Wünsche ihrer Kunden…«. Das stimmt sicherlich. Doch das »Wunschkonzert« für den Kunden hat viele Facetten und ist ein weites Feld. Da wir uns glaubhaft für die Wünsche und die Meinungen unserer Kunden interessieren und diese sehr ernst nehmen – auch wenn wir nur einen Bruchteil umsetzen können und wollen – wissen wir vielleicht besonders gut um diese Ambivalenz. Henry Ford wird das Bonmot zugeschrieben: »Wenn ich meine Kunden gefragt hätte, was sie möchten, dann hätten sie gesagt: ein schnelleres Pferd«.

    Wen dieses Thema interessiert, findet im letzten brandeins einen schönen Artikel von Wolf Lotter zu diesem Thema: Was der Kunde wirklich will.

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