Pinion-Getriebe in der Fahrpraxis
11. Oktober 2012 |
Zweifelsohne ist das Pinion-Getriebe ein wunderbares Beispiel für deutsche Ingenieurs-Kunst und ein besonders faszinierendes Stück Fahrradtechnik.
Verständlich, dass bei all der berechtigten Begeisterung für die Leistung, die Beharrlichkeit und den Wagemut der Pinion-Macher und der Sorge einen Trend zu verpassen, das Pinion-Getriebe zum neuen Fahrradschaltungs-Superlativ stilisiert wurde.
Wohl auch zum Leidwesen der Pinion-Macher sind die Erwartungen an das P1.18-Getriebe inzwischen gewaltig ins Kraut geschossen. In Anbetracht des Preises, der sich überschlagenden Fachpresse und der Herkunft (irgendwas mit Porsche…) muss das Pinion P1.18-Getriebe alles in den Schatten stellen – sowohl die Rohloff-Nabe, als auch die besten Kettenschaltungen. Doch solch überhöhte und unrealistische Erwartungen kann selbst ein so viel versprechendes Produkt wie die Pinion-Getriebebox nicht erfüllen.
Vom Pinion-fahren
Inzwischen haben alle Veloträumer das Pinion auf ihren Alltagsstrecken und im Freizeitbereich gefahren und ein gemeinsames Fazit lautet: fühlt sich sehr bekannt und vertraut an. Wir haben es also nicht mit einer Revolution, sondern mit einer Evolution im besten Sinne zu tun.
Bedienung
Wie nicht anders zu erwarten, lässt sich auch das Pinion-Getriebe, wie alle anderen Nabenschaltungs-Getriebe, nicht oder nur etwas unwillig unter Last bzw. Teillast schalten. Eigentlich logisch, denn wie soll ein Getriebe ohne Kupplung unter Last sanft die Gänge wechseln? Sobald der Pedaldruck weg ist, schaltet das P1.18 schnell und präzise. Allenfalls die kurzen Schaltwege, immerhin müssen 18 Gangstufen auf 330 Grad Hebelweg untergebracht werden, verlangen nach mehr Eingewöhnung und in hektischen Situationen landet man anfangs schon mal einen Gang drüber oder drunter. Sobald man aber ein Gefühl für die Feinmechanik entwickelt hat, gelingen einem treffsichere Gangwechsel, auch über vier bis sechs Gangstufen hinweg. Einziges Haar in der Suppe: Als hoffnungslos verbohrte Rennlenker-Fahrer wünschen wir uns die Möglichkeit aus verschiedenen Griffpositionen (z.B. am Lenkerhörnchen) zu schalten, auch wenn dieser Wunsch sicherlich nicht besonders repräsentativ ist. Schließlich ist auch die Mehrzahl der Velotraum-Kunden mit geradem Lenker unterwegs und hat somit die Hand in der Nähe des griffigen und leichtgängigen Drehhebels.
Übersetzung, Abstufung
Das Übersetzungsspektrum mit 636 Prozent ist gewaltig und für ein so kompaktes Getriebe ebenso einmalig wie herausragend. Natürlich wird nicht jeder dieses gewaltige Spektrum benötigen (Rohloff liegt bei 520 Prozent) und ausnutzen. Für ein Fahrrad, das vielseitig genutzt und in unterschiedlichsten Terrains eingesetzt wird, ist der große Übersetzungsbereich des Pinion jedoch ein gewichtiges Pfund.
Etwas ambivalenter sind da sicherlich die feinen Schaltschritte zu sehen, die mit 11,5 Prozent (Rohloff 13,6 Prozent) abgestuft sind. Je nach Fahrertemperament und Einsatzbereich ist die Rennrad-ähnliche, feine Abstufung ein echter Genuss und ermöglicht es, dass die menschliche Verbrennungsmaschine immer im optimalen Wirkungsgrad-Bereich arbeiten kann. Bedeutet aber auch, dass mehr geschaltet werden muss. Doch so fein und gleichmäßig die Schaltstufen auch sind, nicht immer »passen« die Gangsprünge zur Fahrsituation oder zum momentanen Fahrgefühl. Die Abhilfe ist jedoch sehr simpel: einfach einen Gang überspringen. Nach zwei bis drei Ausfahrten geht einem das in Fleisch und Blut über. Sicherlich wird es auch Fahrer geben, denen die Gangsprünge generell als zu klein erscheinen. In diesem Fall bleibt ein wesentliches Potential des Piniongetriebes ungenutzt und ist vielleicht nicht die passende Lösung.
Geräusche, Gefühl, Wirkungsgrad
Auch das Pinion hat einen Getriebe-spezifischen »Sound«, der je nach eingelegter Gangstufe und Belastung unterschiedlich ausfällt. Tendenziell liegen die »lauten« Gänge bei Pinion eher in den hohen (schnellen) und weniger in den niedrigen (langsamen) Gangstufen (zumindest bei unserem Seriengetriebe). Der Chronist fand sie tendenziell leiser und weniger störend als den Rohloff-Sound, andere Veloträumer empfanden es genau umgekehrt… Also eine sehr subjektive Sache, die angesichts der vielen Vorteile eines gekapselten 18-Gang-Getriebes kaum eine Relevanz haben dürfte. Einigkeit in der Wahrnehmung herrschte dann wieder darüber, dass die Getriebeprozesse im Pedal spürbar sind. Allerdings sehr dezent und in keinster Weise störend. Vielleicht mit einer Einschränkung: Passionierte Kettenschaltungsfahrer neigen dazu, Geräusche und mechanisch spürbare Prozesse mit Wirkungsgradverlust gleich zu setzen. Ob dieser nun real stattfindet oder nur in der Vorstellung passiert, ist dabei unerheblich, man fühlt sich einfach langsamer und gegen dieses »Verlust-Trauma« ist der Verstand machtlos ;-)
Fahrverhalten, Gewicht
Ein (noch) besseres Fahrverhalten durch den tieferen und mittig angeordneten Schwerpunkt des Getriebes im Rad konnten wir nicht feststellen. Selbst die (eigentlich) hypersensiblen Popometer unserer Vielfahrer (>10.000 km Jahresleistung) konnten da keinen Unterschied zur Ketten- oder Rohloff-Schaltung feststellen. Entweder sind wir nicht sensibel genug oder Velotraum-Räder kompensieren den Unterschied (irgendwie)… Das Velotraum-Pinion fährt sich einfach sehr gut – Punktum. Objektiv messbar ist jedoch das Fahrradgewicht. Etwas über drei Kilogramm wiegt die Getriebeeinheit, sprich ein alltagstaugliches Velotraum mit Pinion-Getriebe wird 15 bis 17 Kilogramm wiegen.
Rahmendesign und Optimierungsfalle
Beim Pinion bilden Rahmen und Getriebe eine Einheit. Dieses Merkmal ist Fluch und Segen gleichermaßen. Zum Einen wird so von Anfang an eine vergleichsweise hohe Systemintegration erzielt, zum Anderen gibt es hinsichtlich der Schaltung (bei Defekt oder Nichtgefallen) keinen Änderungsspielraum mehr, daher prüfe, wer sich ewig bindet. In einer ähnlichen Situation befindet sich der Hersteller: ein höheres unternehmerisches Risiko sowie mehr Entwicklungs- und Kostenaufwand. Vor diesem Hintergrund wird vielleicht auch verständlich, dass speziell jetzt am Anfang noch nicht alle denkbaren und wünschenswerten Optionen umgesetzt werden können. Es ist einfach noch nicht abzuschätzen, wohin sich die tatsächliche Nutzung, Vorlieben und Anforderungen der Pinion-Gemeinde entwickeln werden. Erstmal abwarten und (weiter) zuschauen, wohin die Reise geht, ist für uns keine Option, dazu finden wir das Schwaben-Getriebe viel zu reizvoll und wollen die sich anbahnende Entwicklung (vielleicht wird da ja eine Erfolgsgeschichte à la Rohloff daraus) mit gestalten und Erfahrungen sammeln.
Für Velotraum bedeutet dies, dass wir in der ersten Serie zum Beispiel keine Riemenoption vorsehen werden und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die bisher gezeigte Pinion-Lösung für die Kettenführung (mittels Spanner) beibehalten. Die Alternative, die Kette mit verschiebbaren Ausfallenden zu spannen, hat für unser Dafürhalten einfach zu viele Nachteile (Gepäckträger- und Schutzblechbefestigung, Felgenbremse, Komponentenvielfalt, Handling), die wir höher gewichten, als die Vorteile der verschiebbaren Ausfallenden. Auch mit diesen vermeintlichen Zugeständnissen an die Mach- und Bezahlbarkeit wird ein Velotraum-Pinion ein ausgereiftes Fahrrad sein und unvergleichlich »reifer« und »stimmiger« sein, als unsere ersten Rohloff-Räder vor neun Jahren!
Laufrad- und Bremsen-Vielfalt
Das Velotraum-Pinion wird wie alle Velotraum-Räder wahlweise mit Felgen- oder Scheibenbremsen ausrüstbar sein. Speziell bei der Scheibenbremse hat Pinion einen kleinen Gewichts- und Preisvorteil gegenüber der Rohloff, da weder eine externe Klickbox noch eine spezielle Bremsscheibe benötigt wird. Auch die Option, das Rad mit einem zweiten Laufradsatz schnell und umfassend für einen anderen Einsatzbereich zu optimieren, gewinnt beim Pinion-Rad wieder an Charme und Bedeutung. So zum Beispiel robuste Alltagslaufräder gegen ein paar spritzige Leichtbau-Laufräder zu tauschen oder dergleichen.
Fazit
Ein wertender Vergleich zur Rohloff-Nabe oder Kettenschaltungen ist unserer Meinung nach nicht angebracht und hilft potentiellen Käufern nicht weiter. Denn, alle Schaltungssysteme haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Entscheidend sind schlicht die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse. Den absoluten Überflieger, der alle Anforderungen und Wünsche an eine Fahrradschaltung abdeckt, gibt es auch weiterhin nicht.
Wir sehen im Pinion-Getriebe eine sehr schöne Erweiterung für das Velotraum-Konzept. Der große Übersetzungsbereich, die feinere Abstufung und die höhere Laufradflexibität passen perfekt zu unserem facettenreichen Fahrradkonzept. Darüber hinaus ist das Pinion-Getriebe auch ein echtes »Liebhaber- und Verfeinerungsobjekt«, für Menschen mit einer Schwäche oder Leidenschaft für das Besondere. Abstriche bei der Funktionalität muss dabei niemand machen.




















Schön, dass Velotraum hilft, mehr Vielfalt in das Schaltungsangebot für die Kunden zu bringen. Als Rohloff-Fahrer schlafe ich jetzt natürlich schlechter mit dem Wissen, dass “da draußen” nun eine “bessere” Getriebeschaltung herumfährt. Besonders reizvoll finde ich die Vorstellung, verschiedene Laufradsets mit der Pinion benutzen zu können. Das ist wirklich toll und passt gut zum Velotraumkonzept.
Vielleicht fühlt sich Bernd Rohloff jetzt endlich mal angesprochen, seine Schaltung weiter zu verfeinern, neuer Schaltgriff hin oder her, alle Rennlenkerlösungen sind total unbefriedigend oder maßlos überteuert. Einer hydraulischen oder elektrischen Ansteuerung, wie sie Shimano oder Acros anbietet, gehört doch gerade in Hinsicht auf das E-Bike die Zukunft. Oder ist die Rohloff bereits perfekt und nicht mehr verbesserbar?
Das 11/34 Ritzel mit der LX 44 Kurbel erreicht immerhin auch 618 %, schaltet unter Last, ganz abgesehen von den Kosten. Aber natürlich eine herausragende Ingenieursleistung. Wird sich wieder zu einer Glaubensfrage entwickeln: Kette versus Getriebe!
Also der Kettenspanner sieht einfach bescheiden aus, da muss es doch eine bessere Lösung geben. Andere Hersteller, wie Patria, haben doch auch verschiebbare Ausfallenden für die Pinion. Oder sind die Murks?
Also im Ernst, Velotraum, dass kann doch für Euch nicht befriedigend sein, ihr habt doch ganz offensichtlich einen Sinn für Ästhetik, was eure Messestände mir immer wieder eindrucksvoll beweisen.
Schön und sauber aufgearbeitet, ein sehr praxisnaher Erfahrungsbericht. Wunderbar. So kann man sich ein Bild machen und einer Entscheidung näher kommen. Ich möchte wetten, dass ihr die Problematik der Kettenspannung noch mal durchdenkt und eine bessere Lösung präsentiert. 3600 Euronen, hatte ich fast noch mehr erwartet (…wobei das natürlich auch ein schöner Haufen ist). Dass man bei Rohloff und Pinion unter Last nicht oder kaum schalten kann, war mir gar nicht bewusst/bekannt. Das ist für mich persönlich ein ganz wichtiger Aspekt, zähle ich mich zur sportlichen (Nutzer)Fraktion. Es gibt doch schon eine große Menge Anbieter mit Rohloff-MTB´s?! Wie geht das denn…
@ond: Die Rohloffnabe kann zwar nur unter geringer Last geschaltet werden, aber blitzschnell. Bei Kettenschaltungen können die Kettenblätter unter Last auch nicht geschaltet werden, auch nur langsam, nur mit dem Schaltwerk hinten geht das einigermaßen, aber das ist dann ziemlich brutal füs Material. Für mich ist bei der Rohloff das konstant gute Schaltverhalten, sogar im Stand vor der Ampel, neben der Verschleißfestigkeit der Hauptvorteil. Bei der Kettenschaltung wird das Schaltverhalten z.B. im Winterbetieb verschleißbedingt schnell unpräzise.
@Stefan Stiener: Eine Alternative zu Kettenspanner und verschiebbaren Ausfallenden könnte noch ein verschiebbares oder schwenkbares Piniongetriebe sein. Ob das stabil und leicht hinzubekommen ist, kann ich natürlich auch nicht sagen. Der Kettenspanner am Tretlager liegt m.E. noch eher im Schmutzbereich als am Ausfallende.
Hallo Stefan,
mal abgesehen von optischen und finanziellen Aspekten – wäre ein Adapter machbar, der in die Pinion-Getriebe Aufnahme im Rahmen passt und nur ein (Exzenter-) Tretlager enthält, so daß ein Pinion-Rahmen auch mit einer normalen Kettenschaltung betrieben und dann später auf ein Pinion-Getriebe umgerüstet werden kann?
Grüsse, Jörg
@ Jörg – ja das würde sicherlich gehen. Allerdings würde ein relativ großes und kostspieliges CNC-Bauteil benötigt, daher sehe ich für so eine Zwischenlösung eher geringe Marktchancen. So ein Adapter wäre allenfalls eine Fahrradrettungs-Maßnahme für den unwahrscheinlichen Fall, dass ein Piniongetriebe defekt geht und es keine Ersatz- oder Reparaturmöglichkeit (mehr) gibt.
@ Ralf – die Position des Kettenspanners hinter dem Tretlager ist eindeutig weniger im Schmutzbereich (bei der Verwendung von Velotraum-Schutzblechen), als wenn er am Ausfallende positioniert wäre.
Zum Thema Kettenspanner.
Keine Frage auch wir finden den Kettenspanner unter dem Tretlager nicht optimal. Die momentan möglichen Alternativen allerdings auch nicht. Wir tun uns einfach schwer damit, auf einen technischen Standard von vor acht Jahren zurück zu gehen (also die angesprochene Lösung eines Mitbewerbers).
Beim verschiebbaren Ausfallende müssen nach jedem Nachspannen oder Wechsel der Kette die Position der Bremsbeläge zur Felge (oder man ist bei der Felgenauswahl stark eingeschränkt) und das Schutzblech neu eingestellt werden. Ebenfalls ein Rückschritt: das hintere Schutzblech muss wieder mit Streben befestigt werden und kann nicht direkt am Gepäckträger montiert werden. Zudem sitzt die Gepäckträgeröse bei den meisten Lösungen zu weit vorne und zu weit oben. Auch der Spannvorgang selbst ist vergleichsweise umständlich (siehe auch Kernprodukt Rahmen). Natürlich lässt sich ein verstellbares Ausfallende mit entsprechendem Aufwand auch anders und funktional überzeugender konstruieren, allerdings ist es dann weit von der dezenten Eleganz der jetzigen Velotraum-Ausfallenden entfernt. Für reine Sporträder, bei denen weder feste Schutzbleche noch Gepäckträger montiert und ausschließlich mit Scheibenbremsen angeboten werden, sieht die Situation natürlich völlig anders aus, aber in diesem Marktsegment sehe ich wenig Chancen für ein Velotraum mit Pinion (Gewichtsfetisch, Verlust-Trauma der »Sportler«).
Das Getriebe selbst oder den Hinterbau »verschiebbar« zu machen wäre vielleicht mit einem gewaltigen Aufwand und vielen Unwägbarkeiten für die Anwendungspraxis möglich. Die auf den ersten Blick charmante Lösung, die von MTB-Cycletech auf der Eurobike gezeigt wurde, hat in jedem Fall nicht funktioniert. Momentan denken wir – nicht zuletzt wegen Eurer Kommentare und Wünsche – noch in alle Richtungen, also schau’n wir mal ;-)
Vorschlag: “vorne” Pinion, hinten Rohloff. Macht rein rechnerisch 252 (!) Gänge und eine Entfaltung von… na? Wer weiß es? Für die ersten 50 richtigen Antworten gibt es eine Stunde Werkstatt putzen umsonst ;-)
Seit langem ist bekannt, dass Freiburg eine Esoteriker-Hochburg ist. Rudolf scheint nah dran zu sein an der Szene. ;-)
@ A.U. – ganz recht! Der Übersetzungsbereich wird geradezu kosmische Dimensionen haben. Auf zu den Velotraum-Sternen! ;-)
Natürlich ist das Pinon ein schönes Getriebe. Aber wenn man eine Rohloff mit einem Doppelkettenblatt kombiniert z. B. 36/48 kommt man wegen den 13,6% Gangsprüngen nur auf 16 Gänge statt wie bei Pinon auf 18 Gänge mit 11,5% Gangsprüngen. Aber man toppt dadurch die 636% der Pinon auf 675% mit einer Rohloff mit Doppelkettenblatt. Das ganze kostet wesentlich weniger ist leichter und man ist nicht so festgelegt auf eine Pinon. Denn dann geht defenitiv nur Pinon. Also ich für meinen Teil werde die Rohloff nicht wechseln. Und mal ehrlich die zwei zusätzlichen Gänge wird man selten brauchen und nur in extrem Situationen. Entweder bei starken Steigungen mit Gepäck oder wenn man in der Abfahrt mal richtig Dampf machen will.
Die genannten Probleme mit dem verschiebbaren Ausfallende kann ich nicht nachvollziehen. Fahre seit mehreren Jahren Patrias mit genannten Ausfallende. Völlig unkompliziert. Kein Kettenspanner, kein geöffnetes Tretlager wo Feuchtigkeit eintritt. Für Schlechtwetterfahrer (Alltagsfahrer, Pendler, etc.) ist das verschiebbare Ausfallende die beste und sauberste Lösung. Pinion mit Kettenspanner ist doch zwei Schritte vor und einer zurück. Und das bei diesem Preis. Nicht wirklich verlockend. Aber es wird sicherlich seine Käufer finden, und das ist gut so.
Allerdings ist der Preis für dieses neue Getriebe, von dem man nicht weiß, ob es sich am Markt behaupten kann, schon heftig. Wie eigentlich jedes Produkt wird man erstmal mit Kinderkrankheiten zu kämpfen haben (siehe Anfänge der Rohloff-Nabe). Es wird kaum Werkstätten geben, die sich damit auskennen, wenn man auf Tour ist. Vom Ausland ganz zu schweigen. Es wird wohl wie bei Rohloff sein. Ein paar Jahre warten bis das Getriebe ausgereift ist und die üblichen Probleme beseitigt sind.
Was den Kettenspanner betrifft, wäre ich heute manchmal ganz glücklich, den an meiner Rohloff zu haben, so dass mir das (gelegentliche) spannen via Exzenter erspart bliebe – so hätte ich immer eine gespannte Kette und sooooo schlecht sieht ein Kettenspanner nun wirklich nicht aus. Wäre es nicht auch möglich nur ein Kettenrädchen das von unten gegen die Kette drückt zu montieren? Wäre nicht auch so eine Spannung der Kette gegeben? …nur so eine Idee.
Ich war von der Probefahrt übrigens begeistert.
Ich finde die Pinion in Kombination mit einem Extrawheel für Weltenbummler besonders reizvoll. Damit wird die Vision, dass man bei einem Radschaden einfach nur schnell die Felge tauscht, wahr. Oder was macht man, wenn bei einer Nabenschaltung die Felge hinüber ist – sagen wir mal in Usbekistan?
Ich sehe auch den Nachteil, dass man einen eigenen Rahmen braucht nicht wirklich gravierend. Ich denke, dass man eher ein ganz neues Rad kauft, bevor man von Kettenschaltung auf Nabenschaltung wechselt. Also auch kein Unterschied zur Pinion.
Störend ist eher, dass die Pinion nur auf 60000 km ausgelegt ist. Ist das Ding dann hinüber? Braucht es eine Wartung? Oder was?
Hinsichtlich Kettenspanner: Das ist unsexy. Da schaut das Rad für den Laien einfach simpel aus und dann das.
Auch wenn es technisch nicht die beste Wahl ist, fände ich eine Kardanwelle in Kombination mit einer Pinion ästhetisch reizvoll.
Strampler, schreib Deine Fragen zu der 60.000km-Angabe und der Kardanwellen-Idee doch an support@pinion.eu und an development@pinion.eu
Deren Antworten kannst Du ja dann hier einstellen.
Zum Thema “sexy Kardanwelle” fallen mir die Fendt-Fahrräder ein, die man z.T. auch immer noch kaufen kann (s. http://www.fendt-kardan-fahrrad.de/). Ich bin auch selbst einmal eines gefahren und danach war mir klar, warum dieser Antrieb eine Nischenlösung für Sammler geblieben ist: Durch die beiden Kegelradgetriebe steigt das Gewicht und außerdem sind die Reibungsverulste deutlich höher. Sportlich lässt sich so ein Rad jedenfalls nicht bewegen. Und da die Pinion sowieso kein Leichtgewicht ist, wäre so eine Lösung eher ein weiterer Nachteil. Dazu kommt noch, dass man bei einem Wellenbruch in Usbekistan sicher keinen Mechaniker findet, der einem das Radl wieder flott macht ;-).
Die Kettenspannerlösung ist leider ganz schlecht.
Ein geschlossener Kettenschutz ist so praktisch nicht möglich und der Wirkungsgrad freut sich auch nicht.
Zum Wirkungsgrad gibt es keine brauchbare Aussage.
Die Gangabstufungen, speziell in den kurzen Gängen, sind so fein, dass Schaltfaule damit ein Problem haben; Aussage aus einem Test: “… die Abstufungen sind da so fein, dass man die Übersetzungsunterschiede benachbarter Gänge beim Schalten fast gar nicht wahrnimmt….”. Dieses Problem hat die Rohloff mit ihren 13,6% ja auch schon ansatzweise.
Die Flexibilität einer Getriebeschaltung in der HR-Nabe ist unerreichbar.
Die Innovation an sich ist zu begrüßen.
Warum gibt es (vom Hersteller?) noch keine wirklich seriösen, aussagekräftigen und umfangreichen Aussagen zum Wirkungsgrad? Ich ahne Schlimmes.
@ 1. Christian:
Der Rohloff bastelt doch schon lange an einer neuen Version seiner 500/14. Nur, bei solchen Typen wie Rohloff, Pinion,….usw., die ein spezielles Perfektions-Gen in sich tragen, dauert das halt ein bisschen länger – getrost nach dem Motto: “was lange währt, wird endlich gut”.
Dafür bekommen wir dann aber auch was Nettes!
@ Guntram: Das mit der neuen Rohloff kann ich nicht so Recht glauben, solange bereits eine neue Farbe des Nabe als Innovation verkauft wird. Ich nehme eher an hier wird nach der Devise “never change a running system” gehandelt und bis zum Auslauf des Patents die Kuh gemolken. Davon ist Pinion noch weit weg, aber die werden ihren Weg schon machen. Den Kettenspanner find ich persönlich nach längerem Betrachten eher erfrischend anders, und Schmutz fangen Sie doch alle…..
Neeee, Thorsten, da liegst du falsch. Die neue Rohloff soll folgende Eigenschaften haben: Leichter, etwas größere Gangsprünge, teuerer, für Tandem nicht mehr freigegeben – aber als Sportnabe gedacht. Das werden keine Quantensprünge sein; auf diesem Gebiet ist die 500/14 aber allen anderen derartig überlegen, dass Quantensprünge gar nicht mehr möglich sind. Ich fahre seit fast 50 Jahren Rad und alle nennenswerten Nabenschaltungen sind von mir gefahren worden. In den letzten 10 Jahren habe ich mich regelrecht zum Radfahrfanatiker entwickelt, bin vor 3 Jahren von der AlFine auf die Rohloff umgestiegen und kann nur sagen: Die ist technisch weitgehend am Anschlag und so gibt sie sich auch im Radalltag als eine Schaltung, die alles hat, was man braucht – auch als Extremfahrer. Zwischenzeitlich gibt es sie auch als 36-Loch-Variante.
Dass Vollkettenschutz nicht als besonders sexy wahrgenommen wird, ist mir klar. Wer aber auf Langlebigkeit, Servicearmut und Zuverlässigkeit Wert legt und Äußerlichkeiten dem unterordnet, kommt am geschlossenen Kettenschutz nicht vorbei. Damit wird die Lebensdauer einer Kette vervielfacht, ohne dass man diese jemals reinigen muss. Und das ist mit Kettenspanner nicht möglich.
Hat die Pinion auch einen direkten Gang? Weiß das jemand? Bei der Rohloff ist das der 11.
Guntram, doch, doch, es wird wohl tatsächlich ein »Quantensprung« sein bei der nächsten Rohloff, denn:
»Physikalisch gesehen ist ein Quantensprung definiert als die kleinstmögliche Zustandsänderung, meist von einem hohen auf ein niedriges Niveau.« Vince Ebert, Physiker und Comedian
;-)
Ich vermute, diese Definition gilt heute noch, auch wenn eine Million Leute die Bedeutung des Begriffs Quantensprung um 180° verdrehen.
Warum findet man auf der (deutschen) Pinion-Homepage außer einigen wenigen rudimentären technischen Daten und vielen wenig hilfreichen Sprüchen so viele Anglizismen? Dafür ist doch die englische Ausführung da!
Frag doch mal Deine Eltern, warum sie Dich Henry und nicht Heinrich genannt haben. Vielleicht hast Du damit auch die Antwort auf Deine Frage.
Henry ist hier nur ein Synoym, nicht mein richtiger Name. Tut mir leid.
Hey, warum seit ihr nicht in der Natur und radelt, das Wetter ist doch viel zu schön um derartige Diskussionen zu führen. Der Wirkungsgrad meiner Schaltung kommt nur zustande, wenn ich auf auf dem Rad sitze und radel und nicht am PC. Wochenende soll super werden, also rauf aufs Rad….
Mensch »Henry«, dann ist es ja noch einfacher, die Antwort zu bekommen! Du brauchst nur Dich selber fragen, warum Du das »Synonym« Henry gewählt hast, und nicht die deutsche Entsprechung Heinrich.
@Henry K. und L. Uchsus:
und jetzt bitte beide noch den Unterschied zwischen Synonym und Pseudonym nachschauen, und dann ist auch gut.
Immerhin mal was zum Lachen hier – danke.
Warum verwendet Velotraum nicht eine exzentrische Hinterradnabe?
Die hat sich bei den Fixie Fahrern sehr bewährt.
@Radlimus,
danke für den Hinweis, über diese Lösung sind wir auch schon gestolpert. Allerdings ist der Verstellbereich der Naben sehr begrenzt und ob diese Naben und das Verstellprinzip dem Alltags- und Reiseeinsatz stand hält ist noch die Frage. Aber ein Versuch ist es in jedem Fall wert.
@radlimus & Stefan S.
Zugegeben, ich kannte die exzentrische Hinterradnabe von White-Industries noch nicht. Ich finde sie für diesen Einsatz nicht immer ideal. Die Lösung hat die gleichen Nachteile wie die verschieblichen Ausfallenden, eher noch größere, weil das Hinterrad beim Nachspannen auch noch in der Höhe wandert. Damit wird ein Nachjustieren der Felgenbremsen fast unvermeidlich, besonders bei den Maguras ein inakzeptables Gefummel. Ob der Verstellbereich ausreicht, ist auch noch die Frage, weil die Singlespeedbiker teilweise Ketten mit gekröpften Laschen fahren, die nur um ein Glied gekürzt werden können, statt wie üblich um zwei.
Denkbar wäre vielleicht Felgenbremsräder mit Kettenspannern auszurüsten, Scheibenbremsräder dagegen mit den Exzenternaben, sofern die Bremsscheiben und Bremssättel die Verstellungen verkraften.
Wird es für die Pinion vielleicht auch die Option geben, vorne zumindest zwei Kettenblätter zu fahren? Vermutlich eher nicht… ich hab die Rohloff mit 17er hinten mit 3-fach 26-38-48 vorne kombiniert, damit hab ich 1000% bandbreite, und die brauche ich auch ab und zu. Ja ich weiß, läuft von der Belastung her weit außerhalb der Rohloff-Spezifikationen, aber bei Nutzung des 26er achte ich auf hohe Trittfrequenz und gleichmäßigen Tritt ohne Leistungsspitzen. Anhängerbetrieb den letzten Kilometer vor zu Hause mit dem Monatseinkauf inkl. Getränke… Hält seit 20 TKM.
Habe den VT900 (mit EX) für mein neues Rad verbaut und stelle fest, dass das EX im Tretlager 2 für mich schöne Vorteile hat gegenüber anderen Lösungen am Ausfallende:
1. Das Rad sitzt immer ausgerichtet im Rahmen und
2. Man kann das Rad herausnehmen und wieder einsetzen, ohne dass man an der Kettenspannung etwas verändern muss; einfach Rad raus, …bearbeiten…, wieder rein und fertig.
Mir gefällt das sehr.
Thomas Pagendarm Detmold Cycling Family am 14. Oktober 2012:
Schrieb:
„Aber wenn man eine Rohloff mit einem Doppelkettenblatt kombiniert z. B. 36/48 kommt man wegen den 13,6% Gangsprüngen nur auf 16 Gänge statt wie bei Pinon auf 18 Gänge mit 11,5% Gangsprüngen.“
Wenn man 2 Kettenblätter 48/45 nähme, hätte man mit der Rohloff genau 28 Gänge, weil man die vorderen Kettenblätter als Zwischengänge einsetzen könnte. Das gleiche funktioniert mit der Kombination 48/39, dann allerdings immer um einen Gang verschoben, man müsste also, um einen „halben Gang“ zu schalten, doppelt schalten. Bei langen Strecken mit gleichmäßigen Bedingungen fahre ich gerne im Optimum und nehme Schaltungsaufwand in Kauf.
Guntram am 16. Oktober 2012:
Schrieb
„Hat die Pinion auch einen direkten Gang?“
Hab es nur mal gelesen : Nein, die Pinion arbeit in ALLEN Gängen mit 2 Kraftumleitungen. Die Rohloff soll bis zu 4 Umleitungen benötigen.
Gefühlsmäßig würde ich sagen, die größeren Zahnräder der Pinion (im Vergleich zu kleinen Planetenrädern und auch deren 3) müssten eigentlich leichter laufen.
Hallo Klaus und Guntram,
die Rohloff Speedhub hat nur 3 Planetengetriebe und kann daher nicht 4 mal umleiten.
In den Gängen 8 bis 14 sind 0 bis 2 Getriebe aktiv. Für die Gänge 1 bis 7 wird zusätzlich ein Untersetzungsgetriebe nachgeschaltet. Letztlich sind nur in den Gängen 3 und 5 drei Getriebe aktiv und ansonsten 0 bis 2. Der 11. ist der direkte Gang.
Hier ist das sehr schön erklärt:
http://www.rohloff.de/de/technik/speedhub/gangstufen_1_14/gang_01/index.html
Bei der Frage nach der Anzahl der aktiven Getriebe geht es natürlich eigentlich um die Geräuschentwicklung und vor allem um den Wirkungsgrad. Bei der Geräuschentwicklung ist aber auch der Rahmen wichtig, der den Schall weiterleitet und abstrahlt, sowie das persönliche Hörempfinden. Bei der Speedhub höre ich jedenfalls deutliche Unterschiede je nach Rahmen. Am besten mal verschiedene Rahmen probefahren! Ansonsten ist der Wirkungsgrad natürlich ein besonders komplexes Thema. Hier ist es schön beschrieben:
http://www.rohloff.de/de/technik/speedhub/wirkungsgradmessung/index.html
Thomas Pagendarm an Klaus aus Bayern:
Es geht bei der mir vorgeschlagenen Varante ja nicht darum möglichs viele Gänge zu produzieren, sondern mit 36/15 eine möglichst gute bergtauglichkeit mit gepäck zu erreichen. Das ist die kleinstmögliche Variante für Fahrer über 100kg. Ich selber wiege zwar nur 78kg aber wenn ich mit dem Reiserad unterwegs bin. So bringe ich es mit gepäck und Ausrüstung locker auf über 100kg, aus dem Grund kann ich nichts anderes fahren.36/15 bedeutet bei 26” eine Entfaltung von 1.41 bei der Varante 48/39 mit einem 15 Ritzel komme ich nur auf 1.52. richtig ist das ich keine Überschneidungen habe und somit 28 Gänge mit Gangsprüngen so um die 7%. aber wie gesagt es ist nicht mein Ziel möglichst viele Gänge zu bekommen.
@Rohlöffelbenutzer
Vielen Dank für den Link zur Wirkungsgradmessung.
@Stefan Stiener
Im Moment wird das Velotraum Pinion nur mit Scheibenbremse angeboten. Falls dies so bleibt (keine Felgenbremse), kann die Scheibenbremse doch am verschiebbaren Ausfallende montiert werden und der Gepäckträger und das Schutzblech fest am Rahmen. An Eurem CrMo Rohloff Rahmen von 2002? hat das wunderbar funktioniert.
Grüße aus Böblingen
Ich hätte zu gerne mal echte technische Informationen zur Pinion! So wie zum Bleistift Aussagen zum Wirkungsgrad. Den Rest kann ich mir selbst vorstellen. Auf der Pi-Homepage findet man außer Marketingphrasen in Sprachkauderwelsch nichts wirklich aussagekräftiges. Mein neues, selbst aufgebautes Velo (u.a.: VT-Rahmen und Rolf), auf jeden Fall, ist das geilste Rad, das man sich vorstellen kann! Gruß an alle
@ Guntram,
von Pinion direkt haben wir dazu folgende Aussage erhalten:
»Der Wirkungsgrad liegt bei ca. 96%, mal etwas drüber, mal etwas drunter. Weiter oben in Ihrem Blog wurde ja schon richtig festgestellt, dass Planetengetriebe(-naben) je nach Fabrikat bis zu 4 Getriebestufen haben, wobei mit jeder Getriebestufe Wirkungsgradverluste in Kauf genommen werden müssen.
Unser Stirnradgetriebe hat permanent lediglich 2 Stufen, verfügt gegenüber Getriebenaben dafür allerdings nicht über den einen Gang, der 1:1 übersetzt wird, wo es zu keinem Wirkungsgradverlust im Getriebe kommt.
Generell ist es sehr schwierig, absolute, vergleichbare Angaben zum Wirkungsgrad zu machen, da jeder Systemhersteller andere (ihm am besten passende) Rahmenbedingungen für seine Angabe zugrunde legt und der Wirkungsgrad je nach Drehmoment und Drehzahl durchaus variieren kann. Einen brancheneinheitlichen Messstandard für derartige Messungen gibt es nicht. Gerade bei Kettenschaltungen, die nicht mehr nagelneu und sauber sind, würden manche Menschen sicherlich erstaunt sein, dass der vielgepriesene „hohe“ Wirkungsgrad der Kettenschaltung in bestimmten Gangkonstellationen tatsächlich nicht mehr so hoch ist.«
Das wäre ja ein WG, mit dem man gut leben könnte, wenn es dann so wäre. Glauben wir das halt mal – vorläufig. Und auf einzelne % kommt es sowieso nicht an. Allerdings ist mir keine Planetenlösung bekannt, die 4 Stufen hätte. Rolf hat 3 (siehe oben). Wenn man den Preisunterschied zwischen Pinion und Rolf anschaut, hat der Rolf noch 1000 bis 1500 € Spielraum nach oben, gegenüber der Pinion. Wenn er diesen bei zukünftigen Weiterentwicklungen nutzt, hat er fast beliebigen Weiterentwicklungsspielraum. Bin mal gespannt, was da so alles noch kommt. Es gibt gegenwärtig übrigens einige andere Entwickler, die auch schon sehr interessante Neuentwicklungen in der Schublade liegen haben, auf diesem Niveau etwa.
Prima ! Ihr habt nun alles schön technisch erklären können. Welche Schaltung soll ich nun in das neue Rad verbauen ? ( zunächst Europa Touren, später Asien geplant ! ) Über hilfreiche Tipps würde ich mich sehr freuen. Möglicherweise gäbe es dann nicht nur einen Getriebesprung, sondern auch gleich noch einen in die Luft mit dazu!
@Zellertalerstratege,
die Tipps und individuellen Entscheidungshilfen bleiben dem persönlichen Beratungsgespräch vorbehalten. Denn erst durch die Interaktion von Kunde und Berater lassen sich die vielen und schönen Gedankenluftschlösser erden oder in noch kühnere Höhen begleiten ;-)
Jungs und Mädels,
ihr braucht zum Radeln ordentliche Beine – alles andere ist zweitrangig.
Das war vor 100 Jahren so, ist heute so und wird in 200 Jahren immer noch so sein.
Ich finde es echt interessant, wie man um alles eine Pseudowissenschaft mit pseudofunktionalen Entwicklungen und Kaufbedürfnissen machen kann. Und noch viel erstaunlicher: da springen richtig viele drauf an.
Nicht vergessen: die Beine sind entscheidend und nicht der PR-Quatsch!
@ DieErinnerung:
Ja, ich brauche auch keine teure Pinion und keine Nabenschaltung; brauche auch sicher keine 10er Ritzel, kein Carbon-Quatsch und all diese “Verbesserungen”;
aber mir macht es viel Spaß, auf einem passenden, verläßlichen, ruhig laufenden, gut bremsenden, sicheren Radel unterwegs zu sein, berg auf und berg ab, stundenlang durch jedes Gelände, zu jeder Jahreszeit; da können neben guten Beinen so ein paar “zweitrangige” Details wie eine gute Verarbeitung des Rahmens und ein gescheiter Aufbau des Rades schon hilfreich sein und den Spaß noch deutlich erhöhen.
Wie schön, dass man mit einem velotraum so ein gutes Rad bekommt.
Ich habe da mal eine Frage: warum zwei Freiläufe? Der im Getriebe müsste doch reichen?