Schlechte Noten: die Ergebnisse zum bundesweiten »Fahrradklima-Test«

4. Februar 2013  |

80.000 Tausend Radfahrer haben im Herbst letzten Jahres ihre Städte bewertet und die Auswertung liegt nun vor.

Das Ergebnis ist dabei recht ernüchternd. Auch wenn man die Umfrage dahingehend relativiert, dass sicherlich überwiegend Alltags-Radfahrer daran teilgenommen haben samt ihrem Unmut auf die existierenden Verhältnisse.

Während es auch echte Lichtblicke und Vorbilder gibt (München Karlsruhe), vergeben die Radfahrer überwiegend »schlechtere Noten« (ZEIT.de), als in der Umfrage von 2005.

Bis auf ein paar Vorzeigestädte wie Freiburg und Karlsruhe schneidet das wohlhabende Auto- und vermeintliche Musterländle bescheiden ab, nicht nur bei den Städten unter 100.000 Einwohnern, wie Böblingen, Leonberg, Sindelfingen usw. Da muss die grüne Landesregierung noch viel Überzeugungsarbeit in den Kommunen leisten und auch auf den neuen grünen Stuttgarter OB wartet (neben Stuttgart 21) eine dankbare Aufgabe, denn Stuttgart steht mit der Note 4,23 auf einem blamablen 30igsten Platz von den 38 Städten über 200.000 Einwohner.

Kommentare

  1. Paul am 4. Februar 2013:

    Naja, ich weiß ja nicht, was der Lichtblick in München gewesen sein soll. Außer ihrer Marketingkampagne, sich völlig unverdient als Radhauptstadt zu gerieren, passiert in München herzlich wenig. Gerade haben sie vor meiner Tür nach einer Sanierungsarbeit auch wieder den Radweg neu gemacht: schmal wie immer, auf dem unsicheren Bürgersteig, schlecht eingelassene Gullideckel und ohne wirklich abgesenkte Bordsteinkante, wenn er auf die Fahrbahn wechselt.

    Dabei wäre München für’s Radfahren von der Topographie und den Entfernungen ideal.

  2. macbookmatthes am 5. Februar 2013:

    Radfahren ist, wenn man es trotzdem macht.

    In anderen Ländern und Städten sind die Schlaglöcher dergestalt, dass man mit Velo darin versinken kann. Radwege? Wozu, die Strasse ist asphaltiert, das muss genügen.
    Ob ein Autofahrer einen als Teilnehmer registriert ist Glückssache.

    Nicht das ich die Erhebung damit verniedlichen will, aber der Blick über den Zaun des eigenen Landes macht einen doch bisweilen gelassener.

  3. Fritz am 5. Februar 2013:

    …der Blick darf halt nur nicht nach Dänemark oder den Niederlanden gehen!

  4. macbookmatthes am 6. Februar 2013:

    Lieber Kollege,

    Deutschland hat generell ein Problem sich mit den kleineren Nachbarländern angemessen zu beschäftigen. Sei’s drum. Jedenfalls sind das zwar positive Länderbeispiele, allerdings bilden sie leider nicht die Mehrheit in Europa, so schön das auch wäre. Von ausserhalb Europa mal ganz zu schweigen….

    Beste Grüsse
    m

Ihr Kommentar