Wegen Einbruch vorübergehend geschlossen

27. Mai 2017  |

Liebe Velotraum-Freunde, nach mehreren kleinen Einbrüchen im letzten dreiviertel Jahr hat es uns nun richtig erwischt.

Zirka 18 Kunden- und Ausstellungsräder und alle Rechner sind weg. Daher sind wir bis Ende Mai nur sehr eingeschränkt erreichbar. Wir bitten Euch,in dieser für uns sehr schwierigen Situation um Geduld und Unterstützung. Unter »Weiterlesen« gibt es die Bilder der gestohlen Rädern.

Alle abgebildeten Räder (was wollen die Diebe mit solch auffälligen Rädern?!) gehören zum Diebesgut, also bitte Augen auf und Vorsicht bei günstigen Angeboten bzw. bitte Nachricht an uns (info@velotraum.de), wenn plötzlich eines dieser Räder irgendwo auftaucht.

Kommentare

  1. Rudolf von pedal plus in Freiburg am 27. Mai 2017:

    Komme gerade euphorisiert von zwei Velotraum-Übergaben und dann diese Meldung… das sind Wechselbäder. Zum Glück kann ich auf das Verständnis meiner Kunden bauen, so viel ist sicher. Wir lassen uns nicht unterkriegen, auch wenn’s momentan verdammt schwer fällt. Und ich wünsche Euch viel Kraft und Doppeldickendnerven.

  2. RD am 27. Mai 2017:

    Liebe Veloträumer,

    fühle mit Euch und wünsche alles Gute. Hoffentlich habt Ihr die Daten noch zusätzlich gesichert, sonst “Gute Nacht”. Dennoch Kopf hoch.

    Den Dieben ist es offensichtlich egal, was damit angerichtet wird.

    Es bleibt zu hoffen, dass endlich harte Strafen für derartige Delikte durchgesetzt werden, damit eine gewisse Abschreckung generiert wird.

    Aber wird sind ja ein reiches Land, in das man reist, um rechtschaffende Menschen und Betriebe zu schädigen und das meist ohne Konsequenzen.

    Was für eine Sauerei.

    VG
    RD

  3. Oliver am 27. Mai 2017:

    Hallo Velotraum-Team,

    auch wenn mich der letzte – absolut unbewiesene – Absatz – meines Vorredners einfach nur anwiedert, wünsche ich Euch aus Berlin dennoch Kraft, Glück und gute Nerven, damit bei Euch bald alles wieder rund läuft.

    Oliver

  4. Stefan am 27. Mai 2017:

    hallo Oliver, so naiv wie du bist, so schreibst du auch. anwidern statt anwiedern wäre besser, Stefan

  5. Rainer Bohnet am 28. Mai 2017:

    Kopf hoch! Die gestohlenden Velotraum-Räder waren hoffentlich versichert.

  6. StefanM am 28. Mai 2017:

    Und das bei den Lieferproblemen, die ihr eh schon hattet. Ich hoffe ihr seit gut versichert, aber den Ärger vor allem mit der IT & den Neubeschaffungen erspart das ja auch nicht.

    Grüße Stefan

  7. Oliver am 28. Mai 2017:

    Hallo Stefan,

    herzlichen Dank für Deine Korrektur. Es muss natürlich “stumpfe Vorurteile jeder Art widern mich an” heissen. Ich kenne Dich übrigens nicht und würde mir auch nicht anmaßen, aus Deiner Rechtschreibung auf Deinen Charakter zu schließen. Falls ich es täte: Einen neuen Satz beginnt man mit einem Großbuchstaben.

    Oliver

  8. Velophil Berlin am 29. Mai 2017:

    Wir sind uns sicher, daß alle die auf geklauten Fahrrädern sitzen nie schöne Touren haben werden, immer Regen und immer Sitzprobleme. Mögen die neuen Nutzer der Computer an Trojaner scheitern. Wünschen euch Nerven, Glück und Geduld! Habt ihr eine Liste der Räder? Die könnte man dann verbreiten, vielleicht taucht ja eines auf?

  9. Stefan Stiener von Velotraum am 29. Mai 2017:

    @ Alle,
    danke für die Anteilnahme und guten Wünsche.

    Im Moment organsieren wir unsere Arbeitsfähigkeit. Mit etwas Glück läuft die IT mit Leihrechnern wieder ab Ende der Woche. Da wir Gott sei Dank die Aufträge auch auf Papier haben (in unserem Planboard) und soweit wir es bisher beurteilen können keine Rahmen oder Komponenten weg gekommen sind, können wir jedoch weiter Räder produzieren.

    Wir haben natürlich auch ein Einbruch- und Diebstahlversicherung, was die wirklich »wert« ist – auch das wird sich weisen. Sicher ist nur, neben der zeitlichen und seelischen Belastung kommt noch eine gehörige finazielle Belastung oben daruf.

    Immerhin existieren von allen Rechnern und Daten Backups, so dass es wahrscheinlich »nur« darum geht, alles wieder neu zu installieren… Aber da kommen sicher noch ein paar »Überraschungen« um die Ecke.

    Ein weiters Problem ist natürlich, dass uns nun 16 Ausstellungsräder fehlen und wir sicherlich drei bis vier Wochen benötigen um nur die gröbsten Lücken zu füllen.

    Das größte Problem ist jedoch, dass es auch für die Zukunft keine Sicherheit (mehr) geben wird. Auch wenn wir hinsichtlich der Gebäudesicherung massiv aufrüsten, allerdings noch auf eine komplette Vergitterung (sieht dann aus wie in der Bronx) verzichten wollen. Da offensichtlich nur 15% Prozent solcher Einbrüche aufgeklärt werden (selbst dies halten wir inzwischen für ein Gerücht), müssten wir rein statistisch noch weiter zwei Einbrüche ertragen… Sehr schwer auszuhalten, so eine Perspektive.

  10. RD am 29. Mai 2017:

    Liebe Veloträumer,
    es hilft nichts, man muss sich selbst um einen sehr guten Einbruchschutz kümmern, da hier der Staat uns Bürger und Firmen im Stich lässt.

    Auch ich plane einen Firmenneubau und eine patente Einbruchsicherung, z.B. versenkbare Gitter im Bereich aller Fenster und Türen steht ganz oben auf unserer Agenda. Denn zum materiellen Schaden kommt noch hinzu, dass die gestohlenen Produkte nicht mehr ausgestellt werden können und so sich der Schaden ja deutlich erhöht.

    Dennoch wünsche ich Euch noch einmal alles Gute und Kopf hoch.

    VG
    RD

  11. Eberhard am 29. Mai 2017:

    Was für ein Mist! Ich halte Euch die Daumen, dass Ihr möglichst gut durchkommt. Liebe Grüße Eberhard

  12. Matthias aus Augsburg am 29. Mai 2017:

    Liebe Veloträumer,

    das ist ja nicht auszuhalten! Ich bin heute nach einem langen Wochenende auf dem VT-Tandem hier vorbeigesurft um zu sehen was es Neues gibt und dann sowas…
    Ich bin wirklich fassungslos, dass die Einbruch-Serie weitergeht und sogar noch eskaliert!

    Das tragische ist ja, dass der Schaden viel größer ist, als der reine Materialwert.
    Oben drauf kommt schließlich noch der Kollateralschaden, Produktionsausfall, Aufarbeitungszeit, etc… & dann nicht zuletzt ein Haufen Ärger und die Tatsache, dass einer an sich hochengagierten Firma von sowas die Freude an der Arbeit verdorben wird.
    Was dagegen die Räder und Rechner auf dem Schwarzmarkt wohl einbringen…?
    Die sollten lieber mal einen Autohersteller überfallen, die könnten sicher ein paar rußende Dieselfahrzeuge entbehren…

    Alles Gute für den Wiederaufbau und viel Kraft! – Lasst Euch davon nicht kaputt machen.

  13. Stefan, Stuttgart am 29. Mai 2017:

    Ich bin entsetzt und saumäßig zornig. So ein verdammter Scheizz. Falls ihr helfende Hände braucht … ich mach mit.

  14. A am 30. Mai 2017:

    Zur Tat:
    Tatort und -Zeit sind aus Tätersicht günstig gewählt. Wahrnehmungen durch Dritte sind im Gewerbegebiet zeitlich tatnah nicht zu erwarten. Fluchtmöglichkeiten bestehen in alle Himmelsrichtungen.
    Die Tatausführung – ohne zum Vorgehen nähere Kenntnis zu haben – setzt eine gehobene Logistik voraus. Ein allein handelnder Täter scheint äußerst unwahrscheinlich. Zur Durchführung ist zumindest ein Fahrzeug mit großer geschlossener Ladefläche notwendig.

    Zum Täterkreis:
    Tatsächlich richtet sich ein Tatverdacht oftmals insbesondere gegen osteuropäische Tätergruppen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität; insbesondere bei Einbruchsdelikten und serienmäßigen Fahrzeugdiebstählen. Da hier keine konkreten Hinweise bzgl. einer Täterschaft oder einer Vorgehensweise ersichtlich sind ist eine dahingehende Pauschalisierung natürlich nicht statthaft.

    Zum Umgang mit der Tat:
    Beschäftigung mit dem Vorkommnis und dessen möglicher Aufklärung ist der Schlüssel zur Verarbeitung. In jedem Sinne sind die ersten Tage entscheidend. In Abstimmung mit der Polizei können einige Tätigkeiten hilfreich sein:
    - Befragungen der direkten Nachbarschaft sowie z.B. Angestellter nahe gelegener Tankstellen u.ä.
    - insbesondere Befragung zu möglicher Videoüberwachung auf möglichen Fluchtwegen (meist kurze Speicherfristen)
    - Zeugenaufrufe insb. in der örtlichen Presse. Schaffung möglichst großer öffentlicher Bekanntheit des Vorfalles (Flugblätter…).

    Erwartbares:
    Eine tatsächliche Aufklärungsquote im Deliktsfeld von ca. 16% lässt erst einmal nicht großartig hoffen.
    Dass die entwendeten Räder im Ganzen als Hehlerware auf den Markt geworfen werden ist aufgrund ihrer Individualität unwahrscheinlich. Zu erwarten ist eher die kleinteilige Veräusserung der hochwertigen Komponenten. Und davon sind einige allgemein sicherlich eher rar. Es stellt sich die Frage, ob es einem Mitarbeiter von Velotraum gelingen kann, mittels standardisierter Sucheingaben bei Verkaufsplattformen auf solche Teile zu stoßen.

    Was sicherlich nicht hilft:
    - Lamentieren über Vorurteile
    - Schuld des Staates suchen. Welch ein “Überwachungsstaat” wäre wohl nötig, um solche Taten zu verhindern. Und würde diese Überwachung nicht gerade die wieder aufschreien lassen, die jetzt nach mehr Sicherheit schreien?

    Erwartbar ist auch, dass es früher oder später zu weiteren Einbruchsversuchen kommt. Daher ist von einem Zuwenig an Eigeninitiative in Bezug auf Sicherheitsvorkehrungen sicherlich abzuraten. Als größte Hilfe gegen Entwendungen hat sich bisher möglichst heftiger Lärm (akkustische Alarmanlage) erwiesen.

    Ich wünsche Euch eine schnelle Verarbeitung des Vorfalles und baldige volle Handlungsfähigkeit. Den ermittelnden Beamten wünsche ich Erfolg.

  15. Axel Nordmann am 30. Mai 2017:

    Hallo Velotraum-Team!
    Da ist man schon erst mal sprachlos. Ne Ladung Cubes klauen: Okay. Aber die schrille Herde Veloträume? Möge das den Dieben ordentlich auf die Füße fallen!
    Viel Erfolg bei der Aufarbeitung. Ich habe Eure Bilderserie mal geteilt. Können wir sonst was tun?
    Viele Grüße aus Bamberg, Axel vom Radladen.

  16. Axel Keller am 30. Mai 2017:

    Hallo Patricia, Stefan & Team,
    das ist echt schwere Kost. Haben unser ganzes Team gestern schon in eurer Sache sensibilisiert – vielleicht finden wir was da wir sowieso digital den ganzen Tag in Europa unterwegs sind.
    Leider ist, selbst wenn die Sachen wieder auftauchen sollten, der Schaden an Psyche und Verlust des Sicherheitsgefühls trotzdem angerichtet – das ist das Blöde dran.
    Lasst uns bitte jederzeit wissen wie & wo wir euch kurzfristig helfen können.
    Allerbeste Wünsche vom WM trading Team

  17. Astrid Johann am 30. Mai 2017:

    Liebes Velotraum-Team,
    hoffe, die Diebe werden gefasst und zur Rechenschaft gezogen. Wünsche euch viel Kraft.
    Habe die Presse-Info an www.RadMarkt.de geschickt mit der Bitte um Veröffentlichung und Weiterleitung an Kolleginnen und Kollegen. Und ich habe diese Seite auf meinem Facebook-Account veröffentlicht. (https://www.facebook.com/astrid.johann.9)
    Alles Gute und radaffiner Sonnengruß
    Astrid

  18. MM am 30. Mai 2017:

    Da ist ein Rad mit Pinion C12 Getriebe dabei. Dafür gibt es ja quasi keinen Zweitmarkt, weil Pinion nur OEM-Getriebe verkauft und man auch immer den Spezialrahmen dafür braucht. Und zusammen mit dem Rahmen fällt das Ding sicher auf. Das ist vielleicht das vielversprechendste Teil bei der Suche nach den gestohlenen Teilen.

  19. Nico am 30. Mai 2017:

    Schaue immer mal wieder auf Eurer Webseite rein und muss gerade diesen Mist lesen – ich hoffe auch, Ihr seid versichert. Trotz Versicherung bleibt es trotzdem ein Imageschaden, allein schon wegen der Kundenräder! Meinem Sohn wurde auch vor ca. 3 Jahren sein fast neues Fahrrad aus dem Keller gestohlen. Alle Daten und ein Werksfoto zur Polizei gemeldet – deren Antwort: “ Wir können in unsere Software gar keine Bilder einfügen und ich soll mich nicht so aufregen, das Fahrrad ist eh schon in Polen, wahrscheinlich sogar weiter in Richtung Ukraine. Toll Hilfe was? Ich frage mich gerade, wer klaut nagelneue Fahrräder direkt beim Hersteller, mit Schriftzug und eindeutigen Erkennungsmerkmalen. Sorry – aber nur Vollidioten, vermutlich aus Osteuropa…
    Ich hoffe, Ihr kommt schnell wieder auf die Beine, Eure Wut kann ich verstehen!!
    Liebe Grüße aus Berlin
    Nico

  20. Ralf aus Stuttgart am 31. Mai 2017:

    Guten Tag liebes Velotraum-Team,
    bezüglich der gestohlenen Peripherie habe ich die Frage, ob die darauf befindlichen Kundendaten (einschliesslich meiner eigenen) unverschlüsselt gestohlen wurden ? Ich habe leider nicht die Zeit gehabt die Beiträge alle zu lesen und bitte zu entschuldigen, falls die Frage gestellt bzw. beantwortet wurde. Weiterhin alles Gute.

  21. Stefan Stiener von Velotraum am 31. Mai 2017:

    @ Ralf,
    alle auftragbezogene Kundendaten sind in unserem ERP-System abgelegt und die Server dafür wurden nicht gestohlen, sondern »nur« die Arbeitsplatz-Rechner (Clients) undd da sind keine Daten drauf sondern nur Anwendungen.

    @ Allle,
    danke für die Anteilnahme und den Zuspruch, Auch die konkreten Tipps sind sehr hilfreich und mit ewtas Glück sind war – abgesehen von den fehlenden Ausstellungsrädern – bis zum Samstag wieder arbeitsfähig.

  22. Ralf aus Hannover am 31. Mai 2017:

    Hallo,
    auch wenn’s nicht existenzbedrohend ist, ist sowas echt ein Schlag in die Magengrube.
    Als Fahrradtechnik-Nerd kommt man da natürlich schnell auf den Gedanken, ob man den Dieben und Einbrechern nicht auch mit GPS-Trackern eine Falle stellen kann. Es gibt die Dinger z.B. unter www.velocate.com ab 200€ im Rücklicht oder www.sar-mini.com mit Batterie oder mal googeln. Das könnte auch für manchen Kunden interessant sein, bei sehr teuren Rädern. Solche Tracker können mit Jämmern auch deaktiviert werden, aber nicht alle Kriminellen rechnen mit sowas. Bei Autos ist das schon üblich. Es hätte ja gereicht, wenn nur ein oder zwei Räder mit sowas ausgestattet gewesen wären. Nix für ungut.

  23. Richard aus LB am 1. Juni 2017:

    Habs erst heute über Umwege erfahren. Dabei sind wir doch erst vor 11 Tagen bei schönstem Wetter und netter Begleitung nach Stuttgart geradelt.

    Ihr habt mein vollstes Mitgefühl. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft.

    Leider ist das nicht der einzige “Vorfall” hierzulande. Mir fallen spontan Leonberg, Gerlingen, Sachsenheim und Wertheim ein. Nur in Sachsenheim wurden relativ schnell die Täter erwischt, weil sie mit einem weißen, bedruckten Sprinter vom Nachbar gefilmt wurden.

  24. Schulte aus M am 2. Juni 2017:

    Ein Hund hilft auch

  25. Leon am 4. Juni 2017:

    Ich finde es schlimm wenn sowas passiert. Bei mir wurde auch schonmal eingebrochen und das bleibt nachhaltig in Erinnerung. Man fühlt sich nicht mehr sicher…

    Was ich mich aber frage, wenn es schon „mehrmals kleinere Einbrüche gegeben hat, warum gab es keine Verbesserung der Sicherheitstechnik? Alarmanlage? Also nach dem Einbruch bei mir ob klein oder groß habe ich was dagegen getan!

    Warum macht Velotraum nichts? Da reicht doch schon 1 Einbruch!? Ein kleiner Einbruch ist doch auch schon einer…

    Zum anderen finde ich es nicht sonderlich gut, den Einbruch zu veröffentlichen. Das macht den Kunden sicher kein gutes Gefühl.
    Die Fahrräder zu finden kann ich mir kaum vorstellen, da sie wie meine Vorredner schon angesprochen haben einzigartig sind. Das wird die Räder auch nicht zurück bringen, läßt aber bei Interessenten kein gutes Gefühl (meine Meinung).

    Was ist also besser: Fahrräder zur Fahndung auszuschreiben oder damit intern umzugehen und daraus zu lernen..

    Ich hoffe es wird aufgeklärt und die Versicherung zahlt. Ich drücke dem Velotraum Team die Daumen!

  26. Raphael am 4. Juni 2017:

    Hallo Leon.
    Mich würde interessieren, welches ungutes Gefühl Sie dabei bekommen. Fühlen Sie sich durch solch eine Nachricht unsicher in den eigenen vier Wänden, fragen sich ob ihr Velotraum gefährdeter ist als andere Bikes?

    Meine persönliche bescheidene Wahrnehmung als potentieller Velotrumkunde ist, dass ich transparenz eines Unternehmens, ob Positiv- oder Negativmeldungen, schätze. Zudem ist Einbruch im Allgemeinen ein Thema, das mich nicht weiter verunsichert, weil es (auch wenns im Zusammenhang doof klingt) nichts Neues ist.

    Grüßle
    Raphael

  27. Leon am 4. Juni 2017:

    Lieber Raphael! (da ich nur deinen Vornamen kenne, duze ich dich einfach mal:-)

    Da ich in eine Neubauwohnung umgezogen bin, die erhöhte Sicherheitstüren und Fenstern besitzt, hat sich das Problem bei mir weitestgehend erledigt. Aber in der alten Wohnung blieb das Gefühl lange bestehen. Es war jemand fremdes in deinen 4 Wänden, in deinem intimsten Bereich. Dieser jemand war wahrscheinlich jemand, den Sie nicht gerne zuhause einladen würden. Es braucht eine Zeit das zu verarbeiten. Das geht Herrn Stiener und seinem Team sicher auch so.

    Aber zurück. Wichtig wäre mir zu verstehen, warum nicht gehandelt wurde, wenn es schon mehrere kleine Einbrüche gab. Ob kleiner Einbruch oder großer. Ob 1 oder 10 Räder weg sind. Das Ausmaß der inneren Verunsicherung läßt sich nicht durch die Anzahl geklauter Fahrräder ins Verhältnis setzen.
    Den Anteil, die Firma nicht zu vergittern, verstehe ich sehr gut. Allerdings gibt es auch intelligente vernetzte Alarmanlagen. Die sind so laut, da kann man nur die Flucht ergreifen.

    Zu deiner Frage Raphael: In der Wahrnehmung läuft viel unterbewusst. Da ich aus der Psychologie komme kann dir vielleicht folgendes Beispiel weiterhelfen. Du kommst aus einem Urlaub zurück. Deine Wohnungstüre ist aufgebrochen. Du betrittst deine Wohnung, aber nichts fehlt. Nichts. Auch nach langem Suchen realisierst du es fehlt nichts. Dennoch bleibt ein Gefühl. Kein gutes. Jetzt könnte ich dir sagen „Ist doch alles ok!“. Allerdings bringt das nichts. Nach außen hin ist alles ok, aber nicht in dir drin.
    Persönlich glaube ich, dass es für ein Vertrauen zu der Marke nicht förderlich ist, da im passiven Bereich deiner Wahrnehmung viel passiert, dass du nicht steuern kannst. Genauso wie bei deinem Einbruch nach dem Urlaub. Du stellst dir vor was dort alles geschah und wer dort war, wie lange waren die Einbrecher dort usw.

    Transparenz finde ich wie du auch äußerst gut!!! Sogar sehr! Aber nur wenn dies in Verbindung mit dem Produkt steht. Ein Einbruch hat mit meinem Fahrrad nichts zu tun, das ich dort kaufen möchte. Diese Verknüpfung stelle ich in Frage und denke ich hätte hier anders gehandelt. Wären beispielsweise Riemen mit einer bestimmten Seriennummer vom Reißen betroffen, halte ich Transparenz für äußerst sinnvoll.

    Herzlichst,
    Leon

  28. Stefan Stiener von Velotraum am 4. Juni 2017:

    @ Leon,
    wir haben noch dem ersten Einbruch verschiedenste Sicherungsmaßnahmen vorgenommen, die letztendlich auch Wirkung gezeigt haben (zumindest hinsichtlich der bisherigen eher laienhaft-brutalen Zugangsmethoden). Dazu haben wir uns auch beraten lassen, wenn auch im Rückblick nicht optimal.

    Jetzt waren Profis am Werk, die durch die vermeintlich sicherste Tür durch sind und die den ganzen Betrieb systematisch gefilzt haben. Inzwischen wissen wir, dass die ganze mechanische Aufrüstung heutzutage nur begrenzt wirksam ist. Allerdings war das Velotraum-Betriebsgebäude bis vor kurzem bewohnt, weshalb wir von Alarmsirenen (95 Prozent aller Alarme sind Fehlalarme) abgesehen haben. Dass es auch dazu inzwischen bessere Lösungen gibt, wissen wir auch erst jetzt durch weitere eigene Recherchen.

    Die offene Vorgehensweise wurde von der Kripo wie auch von der Versicherung als sehr positiv bewertet, denn es schafft Öffentlichkeit und erschwert den Dieben das Veräußern der Ware bzw. ein Auffinden der gestohlenen Räder. Völlig ungewöhnlich ist wohl der Diebstahl von Rädern und Rechnern, so dass kurz die Frage einer bewussten Sabotage im Raum stand.

    Mit der potentiellen Verunsicherung mancher Kunden müssen wir wohl oder übel leben. Aber spätestens beim Besuch vor Ort und bei dem Versuch Kontakt mit uns auf zu nehmen wäre die Sache eh ans Licht gekommen. Wir hoffen jedoch mehr auf die Solidarität und Verständnis dafür, dass wir im Moment eine lückenhafte Ausstellung haben und die Liefertermine weiterhin bei 10 Wochen bleiben.

  29. Herr A. am 4. Juni 2017:

    Lieber Leon

    Stehe auf aus der Verblendung! Niemandem wurde die Wohnung betreten. Niemand fühlt Unsicherheit, wenn er sich nachts in seiner Werkstatt schlafen legt. Es ist keine Wohnung.
    Widerstehe der Verbildung! Vertrauen wächst bei Offenheit, nicht durch Verschweigen oder zufälliges Erfahren.
    Leg ab den Vorwurf! Es wäre fatal, ünerwundene, bestehende und geplante Sicherheitsmaßnahmen hier öffentlich bekannt zu machen. Erst daraus erwüchse ein statthafter Vorwurf. Wirke auf eine derartige Veröffentlichung nicht hin! Von Tatsachen her, deren Kausalität weitgehend unbekannt ist, lass keinen Vorwurf erwachsen!

  30. Udo Kewitsch am 4. Juni 2017:

    Lieber Stefan Stiener, eben gelesen und entsetzt. Mir wurden in meinem Leben schon 3x Räder gestohlen – an drei verschiedenen Wohnorten, von drei verschiedenen Tätern – zu meinem Glück 3x aufgeklärt. Dennoch, dieses Gefühl, wenn man in der “leeren” Garage steht: zum kotzen !

    Fahrraddiebe sind die unterste Kaste (schon klar, andere Diebe auch) … ich fühle mit Euch … neben dem geschäftlichen Schaden ist es gerade auch das “Vergehen” an Eurem Herzblut – das schmerzt.

    Wünsch Dir viel Erfolg in der Aufklärungsarbeit ! Grüße Udo.

  31. Leon am 4. Juni 2017:

    @ Herr A.

    Ich weiß leider nicht was Sie beruflich machen, aber ich kann Ihnen aus meiner Tätigkeit sagen, dass die Realität ganz anders aussieht. Für viele Menschen ist dies ein sehr großes Problem.

    Der Arbeitsplatz von Herr Stiener ist quasi auch so etwas wie sein Zuhause – davon gehe ich aus. Am besten fragen Sie mal selber nach wie viele Stunden er dort verbringt.

    Aber mein Beispiel bezieht sich nicht auf „sein“ Wohnzimmer, da haben sie etwas komplett falsch verstanden. Vielleicht haben sie einen bekannten, der Ihnen inhaltlich weiterhilft.
    Vertrauen wächst bei Offenheit kann ich nicht im geringsten unterschreiben. Dies betrifft absolut nicht jeden Fall Herr. A. Es gibt Situationen in denen das der Fall ist (siehe vorher). Das zu verallgemeinern ist absoluter Blödsinn.

    Es geht auch nicht um die Kennziffern des Eingangscodes in Bezug auf die Offenlegung. So ein Unsinn. Bitte nochmal genau lesen, das liegt auch nicht jedem. Herr Stiener hat dies eben erklärt, sodass man seiner Perspektive folgen kann.
    Einfühlungsvermögen und Empathie ist leider nicht jedermanns Sache. Am besten lesen Sie die Betriebsanleitung einer Rohloffnabe oder die Teilnahmebedingungen von Ritterspielen (entnommen ihrem Wortschatz), das liegt Ihnen sicher besser…

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