Willkommen im neuen Fahrrad-Jahr 2015

2. Januar 2015  |

So und hallo! – Die faulen Tage sind vorbei, jetzt wird wieder was g’schafft ;-)

Wie angekündigt und versprochen starten wir mit weiteren Neuheiten für 2015: Scheibenbremsen vom Tübinger Bremsen-Wunder »Brake Force One« und einer Nachzügler-Geschenkidee.

Eine wunderbare Gelegenheit die Edelstopper adäquat in Szene zu setzen, ist ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk, das sich der Pforzheimer Uhrmacher Jörg Schauer vor ein paar Tagen selber machte.

I. Sein Ding machen

Mit Jörg Schauer hat der Chronist nicht nur vor 25 Jahren Zivildienst geleistet, uns verbindet – bei aller Unterschiedlichkeit – eine sehr ähnliche Vita. Und als im August letzten Jahres die ersten Interessenbekundungen an einem Pilger aus Engelsbrand kamen, hat uns das sehr gefreut. Auch wenn klar war, dass es ein aufwändiges, weil Schauer-Projekt werden würde :-)

II. Sein Ding machen

Ebenfalls in die Kategorie »sein Ding machen« gehört sicherlich der kleine Bremsenhersteller Brake Force One (BFO) aus Tübingen. Da erfindet der 13-jährige Schüler Jakob Lauhoff nicht nur im Alleingang einen genialen hydraulischen Bremskraftverstärker, er findet nach lange Zeit vergeblicher Suche in Frank Stollenmaier einen branchenfremden Verrückten, der mit ihm zusammen die Firma Brake Force One gründet und die hoch willkommene Erfindung in den Markt bringt.

Eine wunderbare kleine Geschichte (die leider nirgends auf der Brake Force One-Homepage zu finden ist), aber nicht der wesentliche Grund, warum wir die sehr kostspieligen Bremsen (ab zirka 900 Euro) in unsere Wahlmöglichkeiten aufgenommen haben. Denn kein Mensch braucht eine solche Bremse, auch wenn die BFO-Bremse mit ein paar einmaligen Eigenschaften glänzt.

So der brachiale Biss bei geringsten Handkräften (sicher kein Nachteil bei hohem Systemgewicht), das weite, komplette Zurückfahren der Bremsbeläge (praktisch keine Schleifgeräusche) und das unempfindliche Niederdrucksystem (ähnlich einfach zu befüllen und entlüften wie eine Magura-Felgenbremse), mit all seinen bunten Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich der Bremsleitungen (z.B. transparente Bremsleitung und orangefarbene Füllung).

Wir sehen in den BFO-Bremsen mehr eine Verfeinerung und Individualisierung auf allerhöchstem Niveau. Also die Möglichkeit für pekuniär unempfindliche Fahrradnerds und Liebhaber lokaler Premiumprodukte sich zu verwirklichen ;-)

III. Sein Ding machen

Ein Lebenstraum zum Nachlesen und natürlich Nachmachen. Von Isabel Ritz und Uwe Ellger gibt es nun den zweiten Band ihrer großen Asienreise.

»Tibet, den Mekong und Südostasien erfahren«. 13.000 Kilometer von Xining, der Hauptstadt von Qinghai, Osttibet, China bis nach Singapur. Das Buch hat 272 Seiten, knapp 700 Fotos und kostet 19,95 Euro. Bestellen kann man es entweder direkt oder bei Amazon.

Kommentare

  1. K. Ritikaster am 2. Januar 2015:

    »Die faulen Tage sind vorbei, jetzt wird wieder was g’schafft«

    Mmh, muss das nicht schwäbisch korrekt »ebbes g’schafft« heißen?

  2. Stefan Stiener von Velotraum am 2. Januar 2015:

    @K.Ritikaster,
    stimmt natürlich. Da merkt man halt, dass ich ein inzwischen weich gespülter Stäffelesrutscher sowie Unternehmer bin und letzterer wohl unbewusst Zustände/Begriffe wie Ebbe meidet ;-)

  3. Stefan m. am 3. Januar 2015:

    Hallo
    Optisch sehr hübsch, allerdings frage ich mich, ob man noch brachialere bremskeistung im Vergleich zur MT4 noch sinnvoll nutzen kann. Den Optimierungspunkt bei scheibenbremsen sehe ich hauptsächlich die Verdreckung und Verschleiß bei Regenfahten im Alltagsbetrieb. Hinterrad bleibt mit Ortliebs und SKS Bl. Recht sauber. Am Vorderrad kriegt die Scheibenbremse eine Dauerdusche ( Wasser spritzt nach vorne und wird bei 30 km/h Fahrtwind wieder zurück getrieben ).
    Grüße stefan

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