Die Ausstattung

Mit der individuellen Ausstattung und Farbwahl entsteht ein Fahrrad, dass nicht nur richtig passt, sondern auch so funktioniert und aussieht, wie Sie sich das vorstellen. Damit die Individualisierung nicht zum Stress oder zur Lebensaufgabe wird, gibt es bei Velotraum »Ausstattungsvorschläge« und darauf abgestimmte »Wahlmöglichkeiten«.

Die Ausstattungsvorschläge

Je nach Fahrradkonzept finden Sie zwei bis zehn »Basisräder«, deren Zusammenstellung auf über 20 Jahren Praxis-Erfahrung basiert. Im Zweifelsfall verzichten wir hierbei auf aktuelle Trends, wenn wir diese trotz unseres Expertenwissens nicht einschätzen können. Wir beziehen unsere Komponenten von den besten Herstellern und müssen somit nichts beschönigen. Daher ist jeder Vorschlag eine solide und handfeste Ausgangsbasis für Ihr persönliches Fahrradunikat.*

Zum passenden Ausstattungsvorschlag führen drei Fragen und Entscheidungen, die wie Weichenstellungen fungieren:

Mit der nachstehend abgebildeten Matrix lässt sich einfach ablesen, welche Kombination aus Schaltungsart, Lenkerform und Bremsentyp im jeweiligen Ausstattungsvorschlag verwendet wird. Das Schema funktioniert natürlich auch in die andere Richtung, sprich Sie können ablesen, welche Kombination zum jeweilige Ausstattungvorschlag führt.

Konkrete Beispiele für die Ausstattungsvorschläge finden sie unter dem Menuepunkt »Fahrräder«.

Die Wahlmöglichkeiten

Jeder Ausstattungsvorschlag kann mit bis zu 80 Wahlmöglichkeiten auf Ihre Wünsche und Anforderungen angepasst werden. Eine Besonderheit bei Velotraum: es stehen auch verschiedene Rahmen zur Auswahl. Aufgrund der herausragenden Bedeutung des Rahmens, wird so die Anpassung nochmals spürbar kundenspezifischer und umfassender. Die Wahlmöglichkeiten selbst umfassen eine kuratierte Auswahl an hochwertigen Komponenten, die wir Jahr für Jahr neu überdenken und so gezielt Bewährtes mit Neuem kombinieren.
Ein wenig »Qual« lässt sich jedoch nicht umgehen. – Über 200 der RAL-Farben stehen ohne Aufpreis in glänzend oder matt zur Auswahl. Für das Velotraum-Logo – groß und klein – bieten wir 40 Dekorfarben, auch der Verzicht auf das Logo ist möglich. Alle Velotraum-Rahmen werden bei unserem langjährigen Beschichter in Stuttgart zweifach (Alurahmen) bzw. dreifach (Stahlrahmen) pulverbeschichtet.

Konfigurator

Intime Kenner der Fahrradtechnik können sich Ihr Rad auch online mit dem Velotraum-Konfigurator konfigurator zusammenstellen. Hier finden Sie nicht nur zusätzliche bzw. neu hinzu gekommene Wahlmöglichkeiten, sondern auch stets die aktuellen Preise.

Wunschfarbe

Qual der Wahl. Über 200 Farben der RAL-Farbpalette stehen ohne Aufpreis zur Auswahl und können mit über 40 verschiedenen Dekorfarben für das Logo (Velotraum-Schriftzug) kombiniert werden. Auch der Verzicht auf das Logo ist möglich. Alle Farben sind zudem in glänzender oder matter Oberfläche zu haben. Zur Inspiration: besuchen Sie unsere Fotodatenbank

Lieferzeiten

Ein wenig Geduld muss sein. Die Herstellung Ihres Fahrrads benötigt fünf bis sechs Wochen. Allein zwei bis drei Wochen sind davon für den Beschichter reserviert.

Basiswissen Fahrradtechnik

Keine Bange, Fachkenntnisse sind für eine individuelle Fahrradzusammenstellung nicht notwendig, denn die Beratung sowie Lösungen orientieren sich allein an Ihren Vorstellungen und Anforderungen. Sich vorab ein wenig Klarheit über die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu verschaffen, schont freilich den Entscheidungs-Muskel und steigert das Einkaufserlebnis. Damit Sie sich über drei der wesentlichen Fahrrad-Technik-Aspekte Gedanken machen können, im Folgenden ein wenig Basiswissen zur Schaltungsart, Lenkerform und Bremsentechnik.

I. Die Schaltung

Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass wir für´s Fahrrad einmal eine solche Vielfalt von Schaltungsarten anbieten können. Inzwischen findet sich quasi für jeden Einsatzbereich und persönliche Vorlieben das ideale Schaltungs-Prinzip.

Kettenschaltung

Inzwischen bieten alle hochwertigen Kettenschaltungen zehn Ritzel am Hinterrad und drei Kettenblätter an der Kurbelgarnitur. Diese Vielfalt benötigt Können und Routine in der Bedienung sowie mehr Wartung und Pflege. Dafür bietet die 30-Gang Kettenschaltung das geringste Gewicht, einen großen Übersetzungsbereich (575 %), ist weltweit verfüg- und reparierbar und hat – im gutem Wartungszustand – den besten Wirkungsgrad. Speziell Viel- und Ganzjahresfahrer müssen sich aber auf einen erhöhten Pflege- und Wartungsaufwand einstellen und auch die Kosten für verschlissene Ketten (alle 1.500 bis 3.000 km) und Kassetten (alle 3.000 bis 6.000 km) sind nicht zu vernachlässigen. Für Rennlenker-Liebhaber, die auf eine optimale und zeitgemäße Ergonomie von kombinierten Brems-/ Schalthebeln Wert legen, führt (fast) kein Weg an der Kettenschaltung vorbei. Auch in Sachen Leichtbau ist die Kettenschaltung quasi konkurrenzlos.

Allerdings warnen wir vor falschem Ehrgeiz und Selbsteinschätzung. Nur wer die Bedienung einer 30-Gang-Kettenschaltung im Schlaf beherrscht, wird die Vorteile auch tatsächlich genießen können. Was bleibt von der Fahrfreude eines sehr leichten Rads, wenn man mit der Bedienung auf Kriegsfuß steht?!

Nabenschaltung Rohloff »Speedhub«

Die Legende aus Kassel. Obwohl erst 16 Jahre am Markt, hat sich die Nabe einen Nimbus erarbeitet, der in der bisherigen Fahrradtechnikgeschichte einmalig ist.

Dabei ist auch die Rohloff-Speedhub nicht unkaputtbar und auch nicht absolut störungsfrei. Aber dennoch, keine andere Schaltungstechnik, bzw. ähnlich komplexes Stück Fahrradtechnik, ist so langlebig, zuverlässig und robust wie die »Speedhub«. Laufleistungen von weit über 100.000 Kilometer sind keine Seltenheit und selbst solche Veteranen werden bei einer Werksüberholung wieder tipptopp auf Vordermann gebracht.
Besondere Ansprüche stellt die Rohloffnabe allerdings an die Speichen- und die Felgenqualität. Wir verwenden daher ausschließlich von Rohloff empfohlene Kombinationen. Gegenüber einer Kettenschaltung muss ein Mehrgewicht von insgesamt 1.400 Gramm in Kauf genommen werden und auch ein kleinerer Übersetz- ungsbereich (520 Prozent). Auch das Getriebegeräusch in den leichten Gängen gehört bei dieser Nabe einfach dazu.

Rennlenker-Lösung: Mit dem Co-Motion-Drehgriff haben wir eine sehr gute und schöne Lösung für alle, die Ihr Rohloffrad mit Rennlenker fahren wollen.

Nabenschaltung Shimano »Alfine«

Das Spitzenmodell von Shimano ist insbesondere für Alltagsfahrer eine hervorragende Wahl, entweder mit acht oder elf Gangstufen, bzw. 320 oder 420 Prozent Entfaltung. Die Entscheidung zwischen acht oder elf Gängen sollten Sie von der Topo­­- grafie und der persönlichen Fitness abhängig machen: je besser die Fitness, desto weniger Gänge werden benötigt. Wie alle Nabenschaltungen benötigt auch die Alfine nur wenig Wartung und Pflege, ist sehr einfach in der Bedienung und lässt sich sowohl im Stand, als auch während des Pedalierens schalten. Unter Last, also bei voller Tretkraft, ist die Alfine nicht schaltbar, es muss zum Gangwechsel kurz entlastet werden. Für Touren- und Reiseräder mit denen Touren durch Mittel- und Hochgebirge unternommen werden, ist der Übersetzungsbereich der Alfine in aller Regel jedoch zu klein, insbesondere mit Gepäck.

Getriebebox »Pinion«

Zwei junge Ingenieure aus Stuttgart beschreiten mit einer spektakulären Getriebebox einen ganz neuen Weg in Sachen Fahrradschaltung. Sagenhafte 18 Gänge und ein Übersetzungsbereich von 636 Prozent sind sozusagen Weltrekord. Fahren und Schalten tut sich das Ganze im positiven Sinne unspektakulär. Als Fahrer genießt man einfach das immense Potential des Getriebes.

Im Vergleich zur Rohloff sprechen für das Piniongetriebe der große Übersetzungsbereich, die feinere Abstufung und die höhere Laufradflexibilität. Die Pinion-Box hat im Prinzip nur drei »Besonderheiten«. Zum einen das Gewicht – 2.400 Gramm schwerer als eine Kettenschaltung –, der angemessene, aber dennoch hohe Preis und es braucht einen ausschließlich für Pinion geeigneten Rahmen.

Inzwischen hat das P1.18-Getriebe von Pinion Gesellschaft bekommen. Es stehen zwei 9-Gang Getriebe mit 364 und 568 Prozent sowie ein 12-Gang-Gertiebe mit 600 Prozent Übersetzungsbereich zur Verfügung. Mit dieser Getriebe-Familie lassen sich nun vielfältige Einsatzbereiche abdecken, sowie wartungsarme und bedienungsfreundliche Pedelec-Lösungen mit dem Alber-Elektro-Nabenmotor anbieten. .

II. Der Lenker

Touren- oder Rennlenker.

Für die meisten Interessenten wird die Wahl auf den sogenannten »Tourenlenker« fallen. Eine gute Wahl, da unsere Kombination aus leicht gebogenem Lenkerbügel (6–16 Grad) und Ergon-Kombigriffen keine Wünsche offen lässt. Weder hinsichtlich der unterschiedlichen Griffpositionen noch bei der Griff-Ergonomie. Desweiteren bietet der Tourenlenker eine optimale Kontrolle beim Lenken und Fahren und lässt sich mit allen Schaltungs- und Bremsarten kombinieren.

Der Rennlenker stellt in jeder Hinsicht höhere Ansprüche an den Fahrer, bietet aber, wenn alles passt, die meisten Griff- und Sitzpositionen und dadurch eine höhere Fahrdynamik in allen Fahrsituationen. Lediglich für den überwiegenden Off-road-Einsatz würden wir generell vom Rennlenker abraten.

III. Die Bremse

Felgen- oder Scheibenbremse.

Bei der Entscheidung sollten nicht Prestige- und Optimierungsüberlegungen im Vordergrund stehen, sondern Einsatzbereich und Handhabung.

Die Felgenbremse ist für die meisten Nutzer nach wie vor eine adäquate Lösung, auch für sehr hochwertige Räder. Diese Bremsenart ist leicht und simpel (V-Brake) und einfach zu handhaben, wenn z.B. ein Laufrad aus- oder eingebaut werden muss. Hydraulische Felgenbremsen sind zudem noch sehr wartungsarm und haben einen geringen Belagverschleiß.

Die Nachteile der Felgenbremse, also schlechte Nassbremseigenschaften, hoher Verschleiß im Winter- und Schlechtwettereinsatz, sind wiederum die Vorteile der Scheibenbremse. Scheibenbremsen stellen jedoch höhere Ansprüche an die Stabilität von Rahmen, Gabel und Laufräder und an den Nutzer. – Beschädigungen durch Transport in Bus, Bahn und Flugzeug oder auch Fahrradständer (!) können eine Scheibenbremse außer Funktion setzen, ebenso wie das versehentliche Verschmutzen mit Kettenspray und Öl. Deutlich anspruchsvoller ist auch der Laufrad-Ein- und Ausbau und verlangt mehr Umsicht und Sorgfalt, als die Felgenbremsen.