Konzept Das Multitool unter den Fahrrädern

Konzept – Unter diesem Begriff fassen wir unsere Generalisten zusammen: vielseitig einsetzbare Fahrräder, die alle auf 26- und 27,5-Zoll-Laufrädern rollen. Wir können Ihnen schon an dieser Stelle versprechen, dass hinsichtlich Funktion, Qualität, Einsatzbereich, Belastbarkeit oder Größen keine Wünsche offenbleiben, denn die überragende Anpass­barkeit an Ihre individuellen Bedürf­nisse und Wünsche ist Dreh- und Angelpunkt des Ganzen.

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VK2

VK2
Leicht und im positiven Sinne einfaches und hochwertiges Fahrrad Alltag, Fitness, Touren Mehr erfahren
  • Rahmen VT-100
  • Größe XL
  • Farbe RAL 1023
  • Systemgewicht 130 kg
  • Gewicht 12,8 kg

VK3

VK3
Leichtes Reiserad mit allem Drum und Dran und dennoch weniger als 15 Kilogramm schwer Alltag, Touren, Reisen Mehr erfahren
  • Rahmen VT-100
  • Größe S-long
  • Farbe RAL 5012/Fuchsia
  • Systemgewicht 120 kg
  • Gewicht 14,8 kg

Die Räder des Konzepts sind sehr ausgereifte und bewährte Produkte und werden seit den Anfängen 1993 kontinuierlich weiterentwickelt. Die Räder gibt es in Stahl und Aluminium, für Ketten- und Nabenschalt­ungen, Scheiben- und Felgenbremsen, Ketten- oder Riemenantrieb, mit und ohne Federung und nicht zu vergessen: die 200 Wunschfarben.

Statt einer Vielzahl von Fahrradmodellen finden Sie im Konzept acht Ausstattungsvorschläge (VK2, VK3 …) mit jeweils unterschiedlichen Schaltungen und Bremsen. Mit den bis zu 80 Wahlmöglichkeiten pro Ausstattungsvorschlag wird daraus ein Fahrrad, welches salopp formuliert »in Funktion, Form und Größe einfach passt«.

VK3 | reduziert und leicht
VK9 | für passionierte Alltagsradler
VK12 | Nutzrad für Individualisten
VK9 | nicht nur für Frauen

Nutzergruppen

Unser Ziel sind Fahrradlösungen für unterschiedlichste Nutzergruppen, Einsatzbereiche und Anforderungen. Eine grobe Bestimmung von Nutzergruppen bzw. Anforderungen, für die das Konzept passend sein könnte, ist daher umfangreich.

  • Fahrrad für alle Zwecke — Die größte Interessentengruppe bilden all diejenigen, die zwar eine grobe Vorstellung davon haben, was sie später alles mit dem neuen Rad anstellen wollen, sich allerdings nicht auf einen Typus festlegen können und wollen. Eigentlich suchen sie ein unkompliziertes Rad für alle Zwecke, für die Straße, aber auch für Feld- und Forstwege. Vielleicht mal eine mehrtägige Tour, für die Feierabendrunde oder zum Einkaufen. Und natürlich sollte das Rad über das gleiche Entwicklungspotenzial wie sein Fahrer verfügen! Denn häufig durften wir erleben, wie das richtige Rad aus Gelegenheitsradlern passionierte Vielfahrer machte.
  • Reiseradler und Globetrotter — die besonders anspruchsvoll sein müssen, da sie ihr Material sehr stark strapazieren. Sie benötigen und erwarten überdurchschnittlich stabile Rahmen, Laufräder und ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit sowie Reserven für Unerwartetes. Auch die Liebhaber des Rennlenkers unter den Radreisenden wollen bedacht werden.
  • Passionierte Alltagsradler — die fürs ganze Jahr ein zuverlässiges, robustes, universelles und pflegeleichtes »Pendlerrad« benötigen, das sie auch bei anhaltend schlechten Bedingungen nicht im Stich lässt.
  • Körpergröße, Proportion, Gewicht — für alle, die hinsichtlich ihrer Körpermaße und ihrem Gewicht einfach nicht den engen Normen entsprechen. Sie benötigen speziell gestaltete und besonders überlegte Fahrräder. Mit unseren Rahmenmodellen »VT-400«, »VT-900« und »VT-1100« können auch solche Herausforderungen für jeden der acht Ausstattungsvorschläge gelöst werden.
  • Robust und dennoch leicht — für alle, die bislang ein schweres Ross bewegt haben und in Zukunft nicht mehr so viel fluchen wollen. »Robust und dennoch leicht« sind heute für sie die entscheidenden Kriterien. Dazu schon mal ein Tipp: Das meiste Gewicht spart man durch Weglassen.
  • Ästheten und Puristen — für die weniger mehr ist und die selbst entscheiden wollen, wie viel oder wenig Klimbim an ihr Rad montiert wird. Allerdings verstehen wir uns auch auf die Kunst, ein Rad mit »allem dran« aufgeräumt erscheinen zu lassen.
  • Individualisten — mit ganz speziellen Wünschen und Vorstellungen, die Spaß und Freude an der Mitgestaltung ihres zukünftigen Fahrrads haben. Mitwirken ist bei Velotraum schließlich Teil des Konzepts.
  • Geplagte Radler — und nicht zuletzt für jene, die sich schließlich doch zu der Haltung durchgerungen haben: »Nicht mein Körper muss sich dem Rad anpassen, sondern das Rad wird meinem Körper angepasst!«.

Funktion/Größe/passt – einfach aber nicht leicht

Nach dieser Aufzählung sind Sie wahrscheinlich soweit, sich die einfache Frage zu stellen:
»Und, welches ist das richtige Fahrrad – für mich?«

Auf diese simple Frage werden Sie bei Freunden und Bekannten, Fachmagazinen und in den Prospek­ten der Fahrradher­stel­ler eine Vielzahl von Antworten erhalten, die Ihnen aber höchst­­wahr­scheinlich nicht weiterhelfen werden.

Dabei ist die Antwort ­­ganz einfach! Ein gutes Fahrrad ist »ein Fahrrad, das in Funktion und Größe einfach passt«. Welch’ wunderbar ein­fache und schöne Formel – Funktion/Größe/passt. Sie hat jedoch einen kleinen Nach­­teil. Sie be­schreibt nur das Ergeb­nis und nicht den Weg dorthin. Und welche Bedeutung haben die Begriffe »Funktion«, »Größe« und »passt« aufs Fahrrad bezogen?

I. Funktion

In aller Regel werden Fahrräder in Typklassen eingeteilt und ihnen somit, quasi per Namen, ganz bestimmte Eigenschaften zugesprochen, die Rückschlüsse auf deren Verwendungsmöglichkeiten geben sollen. Eigentlich eine sinnvolle Vorgehensweise. Allerdings wurde durch die Zunahme an Fahrradtypen (Rennräder, Mountainbikes, Freerider, All-Terrain-, Urban-, City-, Trekking-, Reise-, Randonneur- und Cross­räder, vom Retro- und Vintage-Trend ganz zu schweigen) mehr Verwirrung als Orientierung geschaffen. Mit etwas Abstand lässt sich unschwer der eigentliche Zweck dieser vermeintlichen Viel­falt und Speziali­sierung erkennen: das Schaffen von Ab­satz­kanälen durch das Attri­but »Neu!«. Doch wer benötigt diese Spezialisierung, abgesehen vom eingefleischten Rennrad­fahrer oder Mountainbiker? Die meisten Rad­fahrer benö­tigen ein Fahrrad »für Alles« – oder haben Sie ein Winter-, Sommer-, Freizeit-, Einkaufs-, Reise-, Expeditions- und Sportauto?

II. Größe

Beim Fahrrad gibt es keine Kon­­fek­­tions­größe wie beim Ho­­senkauf, die einem hilft, das passende Rad zu finden. Beim Fahrrad gibt es nur die sogenannte Rahmen­größe, die Auskunft darüber geben soll, wie groß der Rahmen ist. Dieser Wert ist allenfalls als grobe Orien­tierung für die richtige Größe – besser Passform – zu verstehen, zu­mal jeder Hersteller die Rah­men­höhe anders misst. Aber selbst die nach einer der gängigen Faust­formeln vermeintlich »richtige« Rah­men­größe ist kein Garant für die richtige Passform. Faktoren wie Kör­per­größe, Arm- und Bein­länge, allgemeine Fitness, Be­weg­lich­keit, persön­liche Vorlieben, Einsatz­zweck und die – mal mehr, mal weniger ausgeprägten – Jedermanns-Beschwer­­­den spielen ineinander. Simple Maße wie Rahmengröße oder Schrittlänge eignen sich nicht, um das vielfältige Zusammenspiel von Mensch und Maschine auszudrücken.

III. Passt

Ein Wort, das versucht, etwas Selbstverständliches, dennoch Seltenes begrifflich zu fassen. »Passt« meint etwas umfassend Gelungenes, das keinen Aspekt auslässt oder vernachlässigt. Aufs Fahrrad übertragen bedeutet es, dem komplexen Gebilde aus Körper, Technik, Einsatzbereich, Wünschen, Träumen und Emotionen das richtige, das optimale Rad anzupassen.

KONZEPT

Oh je, die einfache »Funktion-Größe-passt«-Formel ist alles andere als leicht in der Umsetzung. Das zeigt sich allein schon darin, dass sich Kunden, Händler und Her­stel­ler meist nur mit »Teillösungen« zufriedengeben. Auch wir und unsere anspruchsvollen Kunden hatten jahrelang mit diesem Problem zu kämpfen. Doch statt uns achselzuckend mit dem Status quo abzufinden (»gibt halt nichts Besseres«, »machen alle so«), machten wir uns daran, die Aufgabe in eigener Regie anzugehen.

Mit dem Konzept ist uns diese Quadratur des Kreises in einem hohen Maße gelungen. Mit keiner uns bekannten Fahrradlinie lassen sich so unterschiedliche Zielgruppen sowie derart umfassende Ansprü­che, dem Stand der Technik entsprechend, einlösen. Dabei geht es uns nicht darum, das Rad völlig neu zu erfinden. Unser Ziel ist es, die starren und oft unsinnigen Grenzen zwischen den Fahrradgattungen aufzuheben, quasi ein Defragmentie­rungs­­konzept fürs Fahrrad anzubieten. Dazu kombinieren wir im Konzept konstruktive Elemente aus unterschiedlichsten Fahrradgattungen zu einem stimmigen Ganzen.

Im Konzept finden Sie statt einer überbrodelnden Modell- und Typenvielfalt ein durchdachtes – nomen est omen – Fahrrad-Konzept, basierend auf sechs verschiedenen Rahmenmodellen und acht Aus­stattungsvorschlägen. Dieses konzeptionelle Vorgehen erfordert zwar etwas mehr Auseinandersetzung mit der Materie, doch Lohn und Mehrwert für die Mühe ist schlicht ein besseres Fahrrad. Besser im Sinne von: »Qualität ist, was der Kunde braucht und möchte«.

Vier konzeptionelle Säulen

Vier konzeptionelle Säulen – Reifenformat, Anpassung, Rahmendesign und Ausstattung – sind dabei Dreh- und Angelpunkt für die angestrebte Vielfalt. Diese sorgfältig aufeinander abgestimmten Grundsäulen stehen in einer vielfältigen Wechselwirkung und bieten ein nahezu unbegrenztes Potenzial, umfassend passende Fahrräder herzustellen. Gepaart mit unserer nunmehr 25-jährigen Erfahrungspraxis ist somit gewährleistet, dass individuelle und ausgereifte Lösungen entstehen.

  • Das passende Reifenformat — im richtigen respektive passenden Reifenformat steckt ein großes Potenzial für mehr Fahrspaß, Sicherheit, Komfort und Effizienz. Zum Einsatz kommen 26 Zoll und 27,5 Zoll.
  • Anpassung mittels Messmaschine — der vielleicht wichtigste Aspekt beim Fahrradkauf: Mensch und Maschine müssen zusammenpassen, und dabei muss sich die Maschine dem Menschen anpassen.
  • Rahmen- und Gabeldesign — Wie kein anderes Bauteil bestimmt der Rahmen und die Gabel grundlegend die späteren Eigenschaften und Möglichkeiten des Fahrrads. In besonderem Maße trifft dies auf die nun mehr sechs ­verschie­denen Konzept-Rahmen mit ihren außerordentlich vielfältigen Möglichkeiten zu.
  • Individuelle Qualität — Individualisierung allein ist nicht zwangsweise ein Merkmal von wirklicher Qualität sowie Nutzen und Funktion. Qualität ist vielmehr das, was der Kunde braucht und möchte – also mehr als eine individuelle Oberfläche.

Die Rahmenmodelle

Eine weitere Besonderheit im Konzept: Die verschiedenen Rahmenmodelle sind nicht einem Ausstattungsvorschlag fest zugeordnet, sondern können je nach Anforderung und Vorlieben frei gewählt werden (Ausnahme VK12).

Als schwäbischer Fahrradhersteller sind uns Halbherzigkeiten ein Dorn im Auge. Egal, ob es um die Rohrdurchmesser, Wandstärken, Anlötteile, Ausfallenden, Geometrie usw. geht – jedes dieser Details ist für die späteren Eigenschaften von zum Teil großer Bedeutung und werden von uns akribisch festgelegt. Andererseits ist uns ein dem Selbstzweck dienender Perfektionswahn, der ein Produkt nur unnötig verteuert und verkompliziert, völlig fremd. Uns geht es immer darum, was Wirkung erzielt.

Die Rahmen VT-400, VT-700, VT-900, VT-1100 und SP-300, sind »Plattform-Rahmen«. Das bedeutet, dass diese Rahmen für Naben- oder Kettenschaltung, Felgen- oder Scheibenbremse (Ausnahme SP-300) sowie Ketten- oder Riemenantrieb (außer VT-400) geeignet sind. Möglich wird dies durch den von uns bereits 2002 eingeführten Exzenter, die dazu passenden Velotraum-Multifunktions-Ausfallenden und durchdacht angebrachte Anlötteile.

  • VT-100 — leichter Alu­rahmen für Kettenschalt­ungen – sportiv und vielseitig. Die hohe Rahmensteifigkeit bei vergleichsweise geringem Gewicht und viele praktische Details machen ihn zum Leicht­bau-Generalisten. Je nach Temperament als puristisches Sport­bike, leichtes und voll ausgestattetes All­tags- und Tourenrad.
  • VT-400 — robuster Stahlrahmen für Naben- und Kettenschaltung. Mit dem ersten »EX«-Rahmen wurde sicherlich schon ein Dutzend Mal die Welt umreist. Perfekt abgestimmt auf Naben­schalt­­ungen wie die Rohloff-Speedhub, ist er somit die ideale Basis für hochbelastbare und wartungsarme Fahr­räder. Den VT-400 gibt es in zwei Oberrohrlängen pro Rahmengröße.
  • VT-700 — Alu­rahmen mit tiefem Durchstieg »TD«. Allerdings ohne die üblichen Nachteile dieser Rahmenform. Denn der VT-700 ist genauso steif, belastbar und vielseitig wie das Modell SP-300. Für alle, die gerne einen tieferen Durch­stieg wünschen, ohne Abstriche beim Einsatzbereich machen zu wollen.
  • VT-900 — verstärkter Alu­rahmen für Naben- und Kettenschalt­ungen. Beim »VT-900« verzichten wir zugunsten der Belastbar- und Steifigkeit auf konifizierte Rahmenrohre. Die Rohrwandstärken der Hauptrohre von 1,8 bis 2,3 Millimeter machen den Rahmen extrem steif und bis 180 Kilogramm belastbar. Der »Plus« ist die ideale Wahl für sehr schwere Fahrer oder für hohe Zulad­ungen. Den VT-900 gibt es zudem in der Größe XXXL, eine speziell optimierte Rahmengröße für Fahrer um die zwei Meter Körpergröße.
  • VT-1100 — verstärkter Alu­rahmen für Naben- und Kettenschalt­ungen. Eine raffinierte Rahmengeometrie, die auf 20 Jahren Anpassungserfahrung beruht, verhilft dem VT-1100 zu einer (fast) unbegrenzten Passform. Erkennungsmerkmal ist der funktional begründete Knick im Oberrohr und das extralange Steuerrohr. Ein Rahmen, der zwar »jedem« passt, für ausgesprochene Sitzriesen allerdings oft die einzige Lösung für ein passendes Fahrrad darstellt. Auch den VT-1100 gibt es in zwei Oberrohrlängen pro Rahmengröße.
  • VT-1300 — verstärkter Alurahmen für die Pinion-Getriebebox. Der Velotraum-Pinion-Rahmen ist ein absolut adäquater und idealer Rahmen für das schwäbische Hightech-Getriebe. Geometrie und Dimensionierung entsprechen dem VT-900 und sind somit allen Anforderungen gewachsen.
  • SP-300 — Der SP-300 ist für die Fahrradwelten »Speedster« und »Konzept« entwickelt, um hier wie dort eine Reifenformats- und Anwendungslücke zu schließen. Im Konzept bietet der SP-300 die Option, Reifenformate bis zur Größe 57-584 zu verwenden, quasi ein Finder »light«. Für Scheibenbremse sowie für Ketten- und Nabenschaltung.

Persönliche Beratung

Auf dem Weg zum passenden Fahrrad ist für uns nach wie vor die persönliche Beratung das A und O. Denn nicht jeder möchte sich vor dem Kauf zum Fahrradexperten weiterbilden und auch unsere sorgfältigen und ausführlichen Produkt­informationen können und sollen das persön­liche Gespräch nicht ersetzen. In unseren Partnergeschäften und bei uns vor Ort erläutern wir Ihnen gerne die für Sie bedeut­samen Aspekte und Vorteile unserer Fahrräder.

Und keine Bange – Fachkenntnisse sind für den Kauf eines individuell zusammengestellten Fahrrads nicht notwendig. Schließlich geht es immer »nur« darum, Ihnen ein Vehikel für viele schöne und prägende Rad-Erlebnisse zu bauen. Es reicht also, wenn Sie sich »nur« über Ihre Wünsche und Anforderungen Gedanken machen.