Ein Erfahrungsbericht zu Velotraum, Rohloff, Exal, DT Swiss… Oder: 30.000 Kilometer übers Land

19. November 2008  |

Nach nur zweieinhalb Jahren hat Alltags- und Ganzjahresfahrer Thomas Fischer nun über 30.000 Kilometer mit seinem Velotraum-Fahrrad, einem »cross 7005 EX«, zurückgelegt.

Portrait

In seinem neuesten Erfahrungsbericht, den er uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat, dokumentiert Thomas Fischer aufs Sorgfältigste und Genaueste seine Erfahrungen aus nun 30.000 gefahrenen Kilometern. Komponentenkritik, Fotos und Tipps – für jeden Vielfahrer eine echte Info-Fundgrube.

Zeitgenossen, denen angesichts solcher Jahreskilometer-Leistungen ganz schwindlig wird, sei versichert, dass Thomas Fischer ein ganz normaler Mensch ist. Der Ingenieur ist Gruppenleiter bei einem hiesigen Autokonzern, hat eine Frau und zwei Kinder. Also kein Privatier oder vereinsamter Einzelgänger, der Langeweile und Frust mit vielen Fahrradkilometern bekämpft. Vielmehr ist er ein wunderbares Beispiel dafür, dass das Fahrrad viel mehr sein kann als Sport- und Freizeitgerät. Klug und konsequent ins Leben, in den Alltag integriert, vereint es scheinbar Widersprüchliches: viel Bewegung, viel Fitness, viel Erleben und dennoch Zeit und Energie für Anderes zu haben.

Die wiederholten Kritikpunkte und Wünsche von Thomas Fischer, wie eine Abdeckung der Exzenterschrauben und Schutzfolien für die unvermeidlichen Kontaktstellen von Rahmen und Schalt- oder Bremsleitungen, werden wir angehen. Wir hatten diese Anregungen durchaus schon in seinem 20.000-Kilometer-Bericht vom Dezember 2007 dankbar registriert, sie dann aber durch den Neubau, Umzug etc. aus den Augen verloren.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen. Bestimmt wird es dann die eine oder andere Frage geben – bitte einfach die Kommentarfunktion nutzen. Wir sind sicher, dass Thomas Fischer gerne antworten wird.

Kommentare

  1. Florian Plank am 19. November 2008:

    Hallo Herr Fischer,

    Ihr Kommentar ist sehr aufschlußreich für mich. Das Rad scheint ja bestens zu funktionieren.

    Leider, so lese ich in Ihrem Bericht, gibt es einen kleinen Haken, nicht wahr? Das Nass-Bremsverhalten der Magura Felgenbremse. Wohl gerade bei Keramikfelgen ist es besonders problmatisch, weil die Felgenoberfläche äußerst »glatt« ist, vermute ich mal. Worin besteht jetzt der Vorteil der Keramikfelge? In der Dauerhaltbarkeit des Felgenkörpers? Was war ihre Intention beim Kauf für gerade dieses Material?

    Würden Sie bei Neukauf dieses Fahrrades inzwischen eher zu einer Lösung mit einer Scheibenbremse tendieren? Die gebräuchlichen Modelle sind ja bekannt. Fraglich wäre der Wartungsaufwand.

    Der Rest vom Radl scheint mir ja ein Traum von Problemlosigkeit zu sein.

  2. ARA am 19. November 2008:

    Danke Thomas, für den neuen, interessanten Bericht;
    auch wenn ich ein etwas anderer »Radfahrer-Typ« bin als du,
    ich freue mich immer von dir zu lesen.

  3. Friedrich am 20. November 2008:

    Hallo Thomas, deine Kilometerleistung ist schon Rekordverdächtig. Du schreibst, dass du deine Rohloff nie in den unteren Gängen fährst. Wäre eine Übersetzung von 46 auf 17 oder 18 Zähne eventuell sinnvoller?

  4. Holger aus Hochdorf am 20. November 2008:

    Hallo,

    erst Mal danke an Thomas Fischer für den Erfahrungsbericht, war sehr informativ. Auch noch eine Info für Florian Plank. Ich fahre seit nicht ganz einem Jahr die Rigida Grizzly CSS (Ceramic-) Felge in Verbindung mit den Magura HS 66 Bremshebeln (Rennlenker). Montiert sind die schwarzen Original-Bremsbeläge von Magura. Bis jetzt hatte ich – auch bei Nässe – noch nie Probleme mit der Bremswirkung. Der Unterschied von »naß« zu »trocken« ist zwar merkbar, aber nicht so gravierend, wie teilweise dargestellt wird. Allerdings ist bei mir merkbarer Verschleiß (nach 7000 km) an den Belegen festzustellen. Die vorderen Beläge sind runter und mußten gewechselt werden – hinten sind sie auch bald fällig. An den Felgen trat bislang kein Verschleiß auf. Warten wir den Winter ab. Grüsse

  5. Florian Plank am 20. November 2008:

    Hallo Holger,

    danke für den Eindruck. Nur ist mir jetzt neu, dass die Rigida CSS Felgen was mit Keramik zu tun hätten. Denke CSS steht für Carbid-(Beschichtung). Die Felgen werden wohl mit Mikro Kleinen Carbid Teilen beschossen. Keramik und Carbid sind m.E. zwei paar Stiefel, bin aber kein Materialkundler. Könnte hier jemand mal Aufklären ?

    grüße,

    Flo

    P.S: Übrigens empfiehlt der Chef einer Fahrradfirma welche auch die Rigida CSS an ihren Bikes verbaut inzw. die roten Magura Beläge.

  6. Thomas Fischer aus Calw-Stammhein am 20. November 2008:

    Liebe Radler-Freunde,
    es freut mich zu hören und zu lesen, dass meine Er-Fahrungen (im wahrsten Sinne des Wortes) dem einen oder anderen Radler hilfreich sind, aber auch diese oder jene Frage aufwerfen, die ich natürlich gerne beantworten möchte.Vielleicht hilft es auch bei der Kaufentscheidung für eine Komponente oder sogar fürs ganze Rad…?!
    @Florian: Ich habe mich ganz bewusst für Keramikfelgen entschieden, da die Alu-Felgen meines letzten Rades ca. 1x/Jahr erneuert werden mussten. Vor allem in den Wintermonaten konnte man zuschauen, wie sich die Bremsbeläge in die Felgen eingruben und die Felge schließlich eingerissen ist. Ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko! Gegen Scheibenbremsen hatte ich mich damals aus Gewichts-, Verschleiß- und Kostengründen entschieden. Heute würde ich mich vermutlich doch für Scheibenbremsen entscheiden, rein aus Sicherheitsgründen….?!
    @Friedrich: In der Tat werde ich mich über kurz oder lang für eine andere Übersetzung entscheiden. Ich wollte zunächst genügend Erfahrung sammeln, auch mit mehr Gepäck als dem daypack-Rucksack auf längeren Strecken oder im Winter bei Tiefschnee! Diese Erfahrungen liegen jetzt vor und ich tendiere zu einem größeren Ritzel (17!?). Allerdings wechsle ich erst, wenn das jetzige Ritzel verschlissen ist und das dauert ja sicher noch viiiiiiele Kilometer.
    Schöne Grüße aus dem (heute) sehr windigen Nordschwarzwald

    Thomas

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