Tag Eins nach der Eurobike – Pilger(n) hilft

2. September 2013  |

Von 200 auf Null geht nicht. Nach den tollen Tagen von Friedrichshafen läuft das Gedankenkarussell weiter auf Hochtouren.

Unser Rezept gegen die kreative Unruhe: das Velotraum Spielbein Pilger mal ein wenig ausprobieren und ganz nebenbei noch ein schnelles und improvisiertes Video darüber drehen. Ach ja, falls das Video es nicht zum Ausdruck bringt: der Pilger ist eine Wucht.

Kommentare

  1. Ralf aus Hannover am 2. September 2013:

    Hallo Stefan,
    über das Fatbike Pilger kann ich mir kein endgültiges Urteil erlauben, weil ich noch nie solch ein Rad gefahren bin.
    -Ihr sagt, Kilometerleistung und Schnitt werden Nebensache, es lädt zum Workout ein. -Also ist der Rollwiderstand deutlich höher als beim normalen MTB. Lässt sich das irgendwie in Zahlen ausdrücken ?
    -Gerade für den Einsatz im Winter wären Schutzbleche und auf Eis griffige Reifen total wichtig. Ich fahre seit vier Wintern den Conti-Top-Contact-Winter, einen Reifen ohne Spikes mit einer Gummimischung, die etwas auf Eis haftet und den Reifen gut abrollen läßt.
    -Kettenschaltung ist in unserem Winter-Schmuddelwetter sehr pflegeintensiv, Nabenschaltung bei der Rahmen-Baubreite aber nicht möglich.
    Nach meiner Erfahrung ist mit einem normalen MTB-Reifen oder auch Spikes spätestens bei 10cm Schneehöhe kein Radfahren mehr möglich. Der Kraftaufwand um eine Spur in den Schnee zu ziehen wird zu hoch und Traktion fehlt. Mit den ultrabreiten Reifen sinkt man nicht so tief ein, aber die Spur wird breiter. Bringt das wirklich einen Vorteil ?
    Ein besonders Problem im Winter sind Spurrillen anderer Radfahren im überfrorenen Schnee. Bietet das Pilger hier mehr Steigfähigkeit aus der Rinne ?
    Es gibt bestimmt noch nicht auf alles Antworten und bei den kleinen Stückzahlen ist vieles nicht umsetzbar. Mometan sieht das Pilger für mich nach einem Spezialrad aus für sehr sandige, schottrige oder wurzelige Pisten aus, in gemäßtigten Anwendungen eine Alternative zum MTB-Fully.
    Auf jeden Fall mal etwas anderes als das immer fast gleiche MTB-Einerlei. Ich wünsche Euch, dass der Mut neue Wege zu gehen belohnt wird.
    Gruß Ralf

  2. Rudolf von pedal plus in Freiburg am 2. September 2013:

    Schönes Video, schöne Landschaft, schöne Leut’, schönes Bike! Aber: wo sind die schönen Helme auf den Köpfen der PilgerfahrerInnen??? Kopfschutz gehört doch auch zum entspannten Pilgern, oder etwa nicht? Mein Vorschlag: ein Helm im Form der Jakobs(pilger)muschel für dieses Slow-Down-Fatbike. Ist im Falle des Falles wirkungsvoller als die Christophorus-Plakette ;-)

  3. MS am 2. September 2013:

    Cooool! Das Video macht richtig Appetit zu ‘pilgern’. ;)

    @ Ralf: Um zumindest eine Frage zu beantworten:
    Als Glatteistauglicher Winterreifen für Fatbikes käme z.B. der hier in Frage
    http://45nrth.com/products/tires/dillinger
    Dank 120tpi Karkasse sollte der Rollwiderstand auch erträglich sein.

  4. Henning am 2. September 2013:

    @Rudofl: Die Helmpropaganda nervt!
    Am besten noch Helm und Warnweste für die Probefahrt im Innenhof und natürlich auf der Messmaschine.
    Laßt die Leute doch bitte selbst entscheiden!

  5. Stefan Stiener von Velotraum am 2. September 2013:

    @ Ralf,
    zur Wintertauglichkeit kann ich leider und hoffentlich noch eine ganze Weile nichts sagen. Zum Rollwiderstand schon eher. War heute nochmals unterwegs und bin mit dem Pilger immerhin eine fiese Steigung hochgekommen, die ich das letzte Mal vor zehn Jahren bewältigt habe. Allerdings nicht weil der Pilger so leicht rollt, sondern weil er Steuerfehler gutmütig verzeiht und einfach sehr souverän – auch bei niedriger Geschwindigkeit – über Unebenheiten rollt.

    Der Rollwiderstand ist sicherlich höher, manchmal fühlt es sich wie 50 Prozent an, dann wieder scheint fasst kein Unterschied spürbar. Über holbrige Wiesen oder abgeerntete Kornfelder rollen die fetten Reifen ziemlich gut, auf Asphalt wird einem schnell klar, warum Breitreifen-Fahrzeuge mehr Sprit brauchen.

    Auch das Lenkverhalten ist anders. Bei ausgeprägten Spurrillen und ausgewaschenen Wegen muss der Lenker gut festgehalten werden. Ob das dem Reifen oder der Lenkgeometrie geschuldet, oder einfach Fatbike-spezifisch ist, wollen und werden wir noch herausfinden.

  6. Hayno am 3. September 2013:

    Ach so, jetzt verstehe ich die Bedeutung des Wortes Pilgerfahrt ;-).
    Wenn ich nicht schon ein VT hätte, dann…könnte….vielleicht….
    Mal sehen :-)
    Ich bin gespannt auf die “fertige” Version im nächsten Frühjahr.
    Gratulation zum gelungenen Prototypen.

  7. Hans am 3. September 2013:

    Mir schmerzten die Beine nur vom Ansehen des Filmes. Ein echtes “velo gras” für die konsequente Selbstpeinigung, deshalb schlage ich bei Vollausstattung den Namen Geissler vor :-)

  8. velointeressiert am 3. September 2013:

    Schön den Pilger in Aktion zu sehen, danke!
    Zum ersten Kommentar: Warum sind Nabenschaltungen nicht möglich bei dieser Rahmenbreite?
    Ich glaube der Pilger muss bei jedem Fahrrad-Panzer-Fahrer schon beim Anblick ein Grinsen auslösen :-) Was will man mehr, mal abgesehen von der fehlenden Nabenschaltung, als: Dicke Reifen, Gewicht, Schutzbleche, Lichtanlage und Gepäcktrager? Ich konnte noch kein Fahrrad dieser Klasse fahren, aber als Alltagsrad und Reiserad ist es sicher nicht übertrieben, sondern eine Herausforderung…

  9. Günter am 3. September 2013:

    @Stefan Stiener: Ich freue mich über die Aufrichtigkeit, mit der Sie Ihre Eindrücke beschreiben – das hat nichts “Werbliches”, das ist klasse, das schafft Vertrauen. Vielen Dank!

  10. Reinhart am 4. September 2013:

    Hallo,
    der Rollwiederstand kann bei ähnlichem Luftdruck eigentlich nicht höher sein, eher niedriger. Der Luftwiederstand steigt natürlich.
    http://www.mountainbike-magazin.de/know-how/expertentipps/alles-ueber-rollwiderstand.35972.2.htm
    Grüße

  11. Pia am 4. September 2013:

    echt, sehr sympathisch der Film; ganz schön !! auch mit der lebendigen, freundlichen Mucke und der kleinen Story; und dem schönen Wetter, der wunderbaren Landschaft; ich bin immer noch am Grinsen;
    kaum zu glauben, dass ihr den Film so schnell mal eben nebenbei gemacht habt; really nice !!
    wünsche euch, dass ihr zumindest Momente in diesem, aktuell so herrlichen Spätsommer genießen könnt.

  12. schocger rocker am 5. September 2013:

    so cruiser style wäre klasse – hinten ne sturmey archer 8 gang mit 185 mm breite. kein schaltwerk und kein umwerfer.
    ich fänd übrigens auch schutzbleche net verkehrt – von wegen verwendungseinsatz im schnee und matsch ;-)

  13. dieter am 10. September 2013:

    … sollte die bereifung zu schmal sein, hätte noch ein paar alte traktorreifen rumliegen, gratis natürlich!

  14. Jan am 24. Oktober 2013:

    Das ist eine sehr schönes bike aber für den eigentlichen Wintereinsatz für den es denke ich ursprünglich konzipiert wurde in den Staaten müsse man hier wirklich über einen Pionion Getriebe verwirklichen um auch das gesamte Potential diese Rades nutzen zu können ohne Abreißen von Schaltwerk einsauen des Ritzels aufsetzen des Ritzels bei Unebenheiten usw. Das wäre dann super Da ich ein Fahrrad suche dass auch uneingeschränkt
    im Winter unter allen Bedingungen nutzbar ist( ohne Federung vereisen der Gabel ec). Die Rohloff ist mir leider zu laut um Radfahren zu geniessen
    .Der Anfang ist aber gemacht Glückwunsch Velotraum

  15. Manfred am 24. Oktober 2013:

    2015 steht eine Tour nach Santiago de Compostela an. Vielleicht mit dem Fatbike Pilger? Der Gepäckträger sieht ganz stabil aus…

  16. Philipp am 12. November 2013:

    Ich hatte mal zeitweise ein Pugsley mit Rohloff. Rollwiderstand wurde sehr gering mit Black Floyds tubeless montiert nach der split tube Methode.Die >500g Schläuche machen schon einen erheblichen Teil des Rollwiderstands aus, gerade bei den attraktiven Reifendrücken um 0.5 bar. Rohloff sollte mit dem Adapter von Salsa kein Problem sein, oder man fertigt selbst so ein Teil. Schutzbleche für die Reifenbreiten wären ein MUSS für ein solches Gefährt. Man glaubt ja nicht mit WIEVIEL Dreck solche Reifen um sich werfen!

  17. Rainer am 14. November 2013:

    Ich fahr schon seit knapp 4 Jahren Fatbike – mit den 3,8 Zöllern.
    Rollwiederstand ist nur bei kanllhartem Untergrund ein Thema – aber will man da mit dem Rad hin ? Liegt auf hartem Untergrund gar Schnee, ja dann ist das wieder ein Plus für die fetten Dinger.
    Eins ist klar, das Fahrgefühl ist unbeschreiblich und macht derart süchtig, dass man den “Ankunftstermin” des Pilgers am liebsten auf gestern verschieben möchte. Das wird das absolut perfekte Genussrad zum radeln und reisen.

  18. F. Ett am 15. November 2013:

    @Rainer

    3,8 Zoll – Was ist denn das für ein Rahmen?

  19. Rainer kingcrab Klaus am 16. November 2013:

    das ist ein Fatback-Titanrahmen mit Massgeometrie. Ich habe lange Beine und damit auch lange Arme und wichtiger für mich als Jemand, der eher mehr als weniger radelt ist, dass ich so sitze wie ich mir das vorstelle.
    Und da mussten eben dann die Rohre eben ein wenig anders “zusammengebraten” werden als sonst üblich.
    2009 / 2010 gab es nur 2 Reifen im Fatbikesegment, den 3,7 “ Endomorph und den 3,8” Larry. (in der Breite jeweils auf eine 65 mm Marge Felge gerechnet). Fährt man allerdings breitere Felgen ändert sich jedoch auch das Eigenschaftsprofil des Reifens in extremer Weise, ebenso wie die Wahl des oder der Innenschläuche. Hier hilft vor dem Kauf viel Recherce und die genaue Definition des eigenen Leistungs- und Erwartungsspektrums.
    Hat Dir das ein wenig geholfen? Nicht? Dann bitte einfach mal das Netz “umgraben”.
    Der Pilger scheint jedoch für ein “Erstlingswerk” ziemlich “proper” daherzukommen.

  20. Novize am 16. November 2013:

    @ Rainer,
    danke für die Infos. Da spürt man, dass jemand Ahnung hat.

  21. clown shoes am 26. November 2013:

    Guckst du auch hier: SPON

  22. gernot.chrestin@gmx.de am 28. November 2013:

    Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf den Pilger! Aber nicht, um im Gelände herum zu toben, sondern für die Straße. Ich hoffe, daß die breiten Schlappen mit dem geringen Druck ordentlich federn. Zwecks Federung fahre ich seit einigen Jahren die 60mm breiten Schwalbe Big Apple (mit 1,8 bis 2 bar bei 77 kg “Leergewicht”). Ich fahre sehr gern damit, es ist ein angenehmes, samtiges Fahrgefühl, aber für ein Kopfsteinpflaster reicht es nicht, da wird man durchgeschüttelt. Der Rollwiderstand ist übrigens überraschend gering, wenn ich mit Rennradlern um eine Kurve rolle (ohne zu treten) falle ich kaum zurück.

    Auch diese Reifenbreite verursacht schon ein deutliches “Eigenlenkverhalten” bei Spurrillen oder erhabenen Rand- oder Mittelstreifen der Fahrbahn, so daß man gegenlenken muß.

    Ich habe auch ein Straßen-Fully, aber die Federung kostet, wiegt und muß gewartet und repariert werden, nicht mehr mein Ideal.

    Ich erwarte vom Pilger nicht, daß er Kopfsteinpflaster glatt bügelt, aber doch deutlich mehr, als die Big Apple leisten können. Ich erwarte auch vom Pilger, daß Schutzbleche montiert werden können sowie Gewindebohrungen und -ösen für alle erdenklichen Zutaten. Ich möchte vorn eine 200er Bremsscheibe mit Seilzugbetätigung montieren, hinten reicht eine V- Bremse; die brauche ich nur, wenn die vordere ausfällt. Einen ganz einfachen, integrierten Gepäckträger hätte ich auch gern (natürlich ohne Federklappe).

    Nabendynamo geht ja nicht, fällt mir gerade ein, die sind zu schmal. Also muß man einen Dynamo montieren können, der mittig auf der Lauffläche des Hinterrades läuft (Dynamo ist auf lange Sicht doch praktischer als Akku-Licht).

    Ständer: Meine Frau hat ein Gazelle-E-Bike mit einem Seitenständer vermutlich von Harley Davidson übernommen. Inzwischen bin ich begeistert von diesem “Prügel”, bis ca. Windstärke 7 bleibt das Rad wie festgeschraubt stehen, wo man es abgestellt hat!! So ein Ding ist “wie gemalt” für den Pilger (bitte einplanen).

    Klemmen Sie den Reifenwulst in der Vorderradfelge fest? Mein Big Apple (nicht in der Felge geklemmt) wandert bei starkem Bremsen ein wenig auf der Felge, wie gesagt, bei 1,8 bar. Der Pilger hat aber viel weniger Druck im Reifen, vermutlich “wandert” er stärker.

    In den Pilger gehört natürlich eine Nabenschaltung; ich habe auch schon eine Idee zur Verbreiterung einer solchen, aber vorher müßte ich das Stichmaß der Nabenaufnahme kennen.

    Hoffentlich bauen Sie auch einen kleinen Rahmen. Ich bin zwar 1,77m groß, aber fahre vorzugsweise Rahmen von 42 bis 46 cm. – Ich hoffe auf gutes Gelingen.

  23. bo am 28. November 2013:

    Doch, der Nabendynamo ist schon am Pilger-Prototyp dran, siehe hier.

  24. Gernot Chrestin am 1. Dezember 2013:

    Noch ein Wunsch zum Pilger:
    Dieses Rad ist (bzw. wird) auch ein geeignetes Zugfahrzeug für einen
    Anhänger sein. Dazu wünsche ich mir, daß man die Zugkupplung für
    die Hängerdeichsel nicht auf die Hinterradachse montieren muß,
    sondern darunter, d.h. das linke Ausfallende muß unter der Achs-
    aufnahme eine Anschraubfläche (mit Bohrungen) für die Kupplung
    besitzen. Bei Kupplungen mit nur einer Bohrung wäre gut, wenn sie
    mit 2 weiteren, kleinen Schrauben gegen Verdrehen gesichert werden
    könnten.

  25. früher Weihnachtsmann am 1. Dezember 2013:

    @ Gernot,
    Wunsch schon erfüllt (1. Advent). Der Pilger hat schon jetzt die KSA-40 Aufnahme für Hebie-Ständer (lässt sich anhand der Fotos eindeutig erkennen), daran lässt sich zum Beispiel eine Weber-Kupplung direkt montieren und der Schnellspanner bleibt frei.

  26. Rainer, HH am 1. Januar 2014:

    Heisses Teil. Die Surly Fatsbikes sehen auch gut aus…

    Zudem finde ich die Helmdiskussion keineswegs nervend und überflüssig. Klar entscheiden die Menschen selber…trotzdem ‘fehlt’ mir das beim Video eindeutig.

    Ich finde auch, dass da die Pinion zwingend reingehört. DAS Reiserad für wirklich miese Pisten! Bin gespannt die ersten in freier Wildbahn anzutreffen!

  27. pixeli am 4. Februar 2014:

    das vielleicht fetteste fat-bike-video hier :
    http://youtu.be/FXrg0lkEJ6k … roll on !

  28. Detlev Ommert am 24. Oktober 2014:

    Helme tragen Soldaten im Gefecht, Werftarbeiter oder man sieht sie auf Baustellen . . . Der Fahrradhelm ist eine der unsinnigsten Erfindungen der letzten Jahre ! Er gaukelt Sicherheit nur vor und nutzt im Extremfall garnichts. Er entstellt und sieht meistens sch .. . . aus !
    Zudem verbirgt sich meistens unter dieser seltsamen Kappe eine Weltanschauung, die ich
    nur noch mit : Der Fahrradhelm ist die Pickelhaube des 21.Jahrhunderts ! bewerten möchte.
    Alles ist schlimm, alles ungesund und gefährlich ! Und dann mit den Kiddies in Funktions-
    kleidung, Warnweste und Helm auf den verkehrten Seiten radeln ! Schaut mal ins Radlerland
    Holland und stellt Euch mal die Frage, warum dort nicht mal auf einer Vespa ein Helm getragen wird ! ?

  29. Matthias am 27. Oktober 2014:

    Was hat der Kommentar Nr. 28 in dieser Diskussion zu suchen?? Das Thema ist hier an anderer Stelle schon ausgiebigst erörtert worden – mit allen sinnigen und unsinnigen Argumentationen beider Seiten. Bitte nicht nochmal… Und ich finde es eher bedenklich, von der Kopfbedeckung eines Menschen auf dessen Weltanschauung zu schließen.

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