Velotraum-Fans aus Bangkok

26. Februar 2015  |

Die Begeisterung fürs Radreisen ist nicht mehr nur auf Europäer, Nordamerikaner usw. beschränkt, auch in Asien bildet sich eine Szene.

Ein Multiplikator in Bangkok ist Praphreut Palasarn, der unter anderem General-Importeur von Rohloff ist und auch sonst ein großer Fan von German-Bikeparts und Velotraum-Stahlrahmen ;-)

Unlängst schickte er uns ein paar Reisebilder von sich und seinen Kunden, die gleichermaßen ungewohnt wie vertraut waren. Ungewohnt – asiatische Radler mit einem deutschen Premium-Reiserad; vertraut – die Freude und der Stolz von Reiseradlern am Unterwegsein.
Uns haben die Bilder so gut gefallen, dass wir die thailändischen Reise- und Velotraum-Fans gebeten haben, uns noch ein paar Zeilen zu sich und Ihrer Passion zu schreiben.

Mr. Pattharaphon Phakdeekittiyut – Blue Cross Crmo

My name is Pattharaphon Phakdeekittiyut (Patty). I’m senior robotics system engineer. I do cycling in Thailand and Laos. I really love riding a bicycle in Laos. Cause Laos has a beautiful landscape and people has good hearts. Why i choose Velotraum for my trip? Before I made a decision for this bike. I studied about 1 year from your website, design and engineering testing. Last it’s funny I saw you bike on Ortlieb box.

Mr. Padungsak Ulitsathit – Brown Cross Crmo

My name is Padungsak Ulitsathit. I am a system analysis. I live in Bangkok, Thailand I was just back from Laos PDR. (9 days Trip.) We rode to the 2nd highest peak of Laos, Phou Sam Sum. Route : Paksan-Borikhan- Tasi – Kang Vieng – Muang Mok – Phou Sam Sum – Muang Ngan – Muang Khun – Ta Thom (Middle of Laos). It was very fun riding on dirt and pebbles road into high mountain. It was rainy and quite cold. We did camping almost on the top of the mountain peak. It was very nice over there. I had great time with friends. My friend at Bok Bok Bike used the Cross crmo, I did a test ride there and felt that riding the cross crmo was comfortable, stable and easy to control. Cross Crmo is a great touring bike. I feel safe and feel very fun riding it.

Wer nun Blut geleckt hat und zum Beispiel Laos, Thailand, Vietnam, usw. bereisen möchte, hier noch zwei Tipps zur Reisevorbereitung und Inspiration.

Asien-Fan Tom Bierl

Der langjährige Chefredakteur der Fachzeitschrift »Trekkingbike« ist ein großer Asienfan und erkundet jedes Jahr neue Reiseziele und Strecken in Asien (cooler Job…).

Seine diesjährige Reise mit einem Velotraum-Pinion-Rad führte ihn nach Laos und Nordthailand und ist ausführlich und vorbildlich auf der Trekkingbike-Hompage beschrieben und dokumentiert, vom 90-seitigen Reisetagebuch bis zu GPS-Tracks. Weitere Asien-Touren findet man auf dem GPS-Tourenportal.

Uwe Ellgers Buch über eine Velo-Traumreise

»Tibet, den Mekong und Südostasien erfahren«. 13.000 Kilometer von Xining, der Hauptstadt von Qinghai, Osttibet, China bis nach Singapur.

Eine herrliches Fahrradreisebuch von Uwe Ellger. Mit seiner Frau Isabel Ritz ist er die komplette Seidenstraße gefahren und hat diese »Velo-Traumreise« inzwischen in zwei Büchern und einen Film verarbeitet. Der zweite Band der Reise hat 272 Seiten, knapp 700 (zu) kleine Fotos – das ist der einzige kleine Kritikpunkt an diesem ehrlichen, humorvollem, unterhaltsamen und informativen Buch, aber wir wissen auch, wie schwer sich Uwe Ellger mit dem Weglassen mit Bildern tut, schließlich steckt hinter jedem Bild eine Geschichte und Uwe Ellger liebt Geschichten… – und kostet 19,95 Euro. Bestellen am besten direkt beim Autor.

Kommentare

  1. Ralf aus Hannover am 1. März 2015:

    Falträder von einigen westlichen Herstellern werden auch schon in Asien verkauft. Wenn sich dort wirklich eine Tourenradler-Szene entwickeln würde, dann wäre das sicherlich sehr zu begrüßen. Ich war noch nie in Fernost, aber was man so hört, hat jeder, der sich dort ein teureres Zweirad leisten kann, eines mit Motor, von ein paar Sportlern mal abgesehen. Wer lange Radtouren fährt, steigt auch im Alltag eher mal um, egal ob mit europäischen Rädern oder einheimischen. Im Grunde ist es natürlich etwas verrückt, Rahmen in Taiwan zu schweißen, in Deutschland zu beschichten und dann wieder nach Asien zu schicken, bei den wenigen Exemplaren aber okay.
    Noch gibt es in vielen Gegenden Asiens wohl viele Radler. Bleibt zu hoffen, dass nicht alle Fehler aus dem Westen dort wiederholt werden, damit meine ich die aus meiner Sicht überzogene Massenmotorisierung. Bei der hohen Bevölkerungsdichte und -anzahl wären die Folgen noch gravierender.
    Gruß Ralf

  2. L.Eser am 4. März 2015:

    zu Bangkok und Fahrrad. – In der Stuttgarter Zeitung steht heute ein Artikel über das Radfahren im autovernarrten Bangkok: Der Aufstand der Radfahrer.

  3. Verkehrsverzweifler am 4. März 2015:

    Hmm.
    Wenn man sich also hier zu Ländle mal wieder als ungeliebtester Verkehrsteilnehmer ins Getümmel stürzt kann man sich damit trösten, dass es anderswo noch viel schlimmer ist:

    “[…] Autos sind in Thailand ein Statussymbol – je edler die Marke, desto höher das Prestige seines Besitzers.”
    “Fußgänger und andere nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer werden dagegen nicht beachtet oder als rechtlose Wesen betrachtet.”

    Aber das kommt hier irgendwann auch noch.
    Spätestens wenn die Bevölkerungsdichte hoch genug ist…

  4. M. Etropol am 6. März 2015:

    Nö. Wenn sogar Städte wie Paris, London oder jetzt auch die Erz-Autostadt Detroit [ Bike-Boom in Detroit: Räder aus Ruinen ] das Fahrrad als bedeutsames und wünschenswertes Verkehrsmittel entdecken, darf man eine erfreuliche Entwicklung erwarten.

    Zu New York schrieb Arnold Voss bei ruhrbarone.de:
    »…Dabei haben sie [die Radfahrer] das gleiche Privileg gegenüber den Autofahrern wie alle New Yorker Fußgänger: Sie dürfen, auch von der Polizei geduldet, bei Rot die Ampel queren. Für deutsche Verhältnisse unvorstellbar. In New York dagegen kann es einem als Radlergruppe passieren, dass die Autofahrer sogar dann noch warten, wenn sie schon Grün haben, damit alle Biker über die Kreuzung kommen.

    Die New Yorker Autofahrer sind insgesamt eher vorsichtig, wobei die Ausnahme die Regel nur bestätigt. Das liegt zum einen am amerikanischen Rechtssysstem, dass einem bei schuldhaftem Versagen im Straßenverkehr, sofern der Unfallgegner über einen guten Rechtsanwalt verfügt, ein Vermögen kosten kann. Der Hauptgrund ist aber, dass Amerikaner überhaupt ein anderes, relaxteres Verhältnis zum Auto haben. Nicht umsonst wurde in diesem Land die Geschwindigkeitsbegrenzung nie ernsthaft in Frage gestellt.

    Erst in der Kombination mit dem Ampelprivileg wird das Fahrrad in New York aber zu einem unschlagbar schnellen Verkehrsmittel, was vor allem den Messangerbikern von Anfang an zu Gute kam…«

  5. L. Ondon am 9. März 2015:

    Heute in Deutschlandradio Kultur, Studio 9:
    London investiert jetzt wohl tatsächlich 1 Milliarde Pfund in eine fahrradfreundliche innenstadt.

    Acht Minuten (mp3) zum Nachhören

  6. K. Openhagen am 13. März 2015:

    In Dänemarks Hauptstadt hofft man, bis 2015 den Anteil an velofahrenden Pendlern auf 50 Prozent zu erhöhen.

    »Velofahrer haben in Kopenhagen eine Art Sonderstatus. Auf den Strassen bekommen sie viel Platz, manchmal mehr als die Autos. Sie dürfen an einigen Ampeln nach der Rotphase früher losfahren und häufig abkürzen, sogar über Friedhöfe. Dass die Stadt ihre Radler so gut behandelt, hat eine lange Tradition. Bereits nach der Ölkrise in den Siebzigerjahren hat sie das Radwegnetz konsequenter als andere Städte ausgebaut. Heute ist es quasi zum demokratischen Grundrecht geworden, dass jeder mit seinem Velo überall schnell und kostenfrei hinkommt.

    Ende 2011 beschloss der Stadtrat, der seit den Dreissigerjahren sozialdemokratisch geführt ist, Kopenhagen bis zum Jahr 2025 zur velofreundlichsten Stadt der Welt zu machen . . .«

    Silke Bigalke: Alle Macht dem Radler tagesanzeiger.ch, 9.3.2015

Ihr Kommentar