cross 7005 EX im Dauertest der TREKKINGBIKE

29. Oktober 2007  |

Eine bisher von Testern vernachlässigte, sehr aufwändige Aufgabe hat die TREKKINGBIKE angepackt: Wie bewähren sich Fahrräder über Monate im Alltagsbetrieb?

Zugegeben, eigentlich hatten wir ein »super« Ergebnis erwartet, wobei wir das »sehr gut« der Testredaktion voll und ganz akzeptieren. Dabei sind die aufgetretenen Probleme für uns zum Teil schwer erklärbar, andere wiederum sehr untypisch:

  • Das B+M Toplight Permanent ist eigentlich sehr zuverlässig (was man von seinem Nachfolger dem XS-Permanent nicht behaupten konnte, weshalb wir es auch wieder aus dem Programm genommen haben), und voll Wasser ist auch noch nie eines gelaufen.
  • Auch die schwergängige Rohloff-Schaltung gibt uns nach dieser geringen Kilometerleistung Rätsel auf, wobei die Ursache sicherlich nicht an der Zugverlegung liegt (die ist hinsichtlich Leichtgängigkeit und Zuverlässigkeit nun wirklich erprobt), sondern wir tippen auf die Rohloff-Schaltbox. Von dieser raten wir ja eher ab, da sie die Schaltkräfte erhöht, allerdings ist sie für die Scheibenbremse unverzichtbar.
  • Kette gekürzt – auch das ist untypisch, kann aber vorkommen, trotz des großen Verstellwegs des Velotraum-Exzenters. Dass aber eine Rohloffkette nach 3.000 Kilometer verschlissen ist, überrascht uns doch sehr. Das schafft in aller Regel nur der 100 Kilogramm schwere Schreiber dieser Zeilen. Der Testfahrer Michael Ebnet-Feil wiegt aber gerade mal 70 Kilogramm – Hut ab Michael.
  • Auflösungserscheinungen bei den Ergon-Griffen sind zum Teil bekannt (hängt sehr stark vom Nutzerschwitzverhalten und -schweiss ab), jedoch gibt es zu diesen Ergonomiewundern keine echte Alternative.
  • Die Sattelstütz-Klemmschraube ausgerissen – deckt sich ebenfalls überhaupt nicht mit unseren Erfahrungen, ausgeschlossen ist so was jedoch nie, insbesondere dann, wenn die Stütze häufig verstellt wird.

Auch wenn die Probleme Ausnahmen sind, nehmen wir sie sehr ernst. Gerne würden wir erfahren, ob bei Euch, liebe Leser, ähnliche oder andere Probleme aufgetreten sind.

Kommentare

  1. Jürgen aus Sindelfingen am 29. Oktober 2007:

    Hallo, ich bin jetzt mit meinem Rohloff Velotraum genau 1 Jahr unterwegs und 5100 Km. Den Verschleiß der Griffe kann ich bestätigen, allerdings hab ich auf meinem anderen Velotraum die gleichen Griffe, seit 3 Jahren und ca. 10000 Km drauf ohne nennenswerten Verschleiß. Ich glaub es liegt am Drehschalter, durch das Schalten (Drehbewegung) »ruppelt« man den Griff einfach ab.
    Ansonsten kann ich nichts besonderes feststellen, die Kette ist OK (mit Chainglider). Der Chainglider hat mich geärgert, weil der Durchmesser zu klein war und in meine schöne Rohloff einen Schlitz geschliffen hat (war bekanntes Problem) und mir wurde es nicht mitgeteilt.
    Naja, der Chainglider ist toll, aber »funzelig«, man muss ihn mit Kabelbinder zusammenhalten. Ich finde ihn sehr teuer für das bischen Plastig – die Idee ist halt super.
    Ansonsten super – ich komm in der Winterzeit zur Wartung vorbei….

  2. Y. Anders aus D am 31. Oktober 2007:

    Wie so muß bei einem Rad als Maßanzug so viel an der Sattelstütze geschraubt werden? Widerspricht sich für meine Augen ein wenig.
    Die abgerissene Schraube als Bagatelle zu bezeichnen drückt ein Verhältnis zum Kunden aus, was ich mir nicht wünsche.
    Ich habe mal ein Velotraum ohne Schaltbox probegefahren. Da war es ja schon sehr schwergängig. Mochte ich ohne Handschuhe gar nicht so richtig fahren. Wie ist denn das erst mit Schaltbox. Die Rohloff war auch tierisch laut in dem Rahmen.

  3. S. Stiener von Velotraum am 31. Oktober 2007:

    Hallo Herr Anders,
    Sie haben vollkommen recht, eine gerissene Sattelklemme ist keine Bagatelle und bei einem Fahrrad-»Maßanzug« muss die Sattelhöhe eigentlich nicht mehr verstellt werden.
    Wir sind uns sicher, dass mit dem Test-Rad verschiedene Personen gefahren sind und die Stütze sicherlich häufig verstellt wurde. Dass hierbei eine Klemmung, die bisher noch NIE Probleme bereitet hat, kaputt geht, ärgert niemanden mehr als uns. Bitte verstehen Sie meine Wortwahl (»Bagatelle«) nur vor diesem Hintergrund. Ich habe den Berichtstext abgeändert.

    Geräusche von Rohloff-Naben haben nichts mit Velotraum zu tun, sie sind produktionsbedingt eine Eigenschaft der Nabe. Und tatsächlich, Rohloff-Naben sind, wie wohl doch nicht so allgemein bekannt ist, unterschiedlich laut.

    Schwergängigkeit – Ich lade Sie ein, sich bei Gelegenheit hier vor Ort (bei einer Probefahrt mit einem beliebigen Rohloff-Rad) von der versprochenen Leichtgängigkeit zu überzeugen.

  4. Thomas Fischer aus Calw-Stammheim am 31. Oktober 2007:

    Mein Velotraum ist nun mittlerweile 18 Monate alt und hat mehr als 18.000 km auf dem Tachometer. Ich fahre das Rad bei jedem Wetter, täglich 25 km zur Arbeit (eine Strecke). Ich schätze die absolute Zuverlässigkeit, die auch schon das Vorgängermodell über eine Strecke von 100.000 km bewiesen hat. Dank Rohloff-Nabe investiere ich mittlerweile einen minimalen Zeitaufwand in die Wartung. Die Kettenpflege (hauptsächlich nach Regenfahrten) ist schnell erledigt (aber enorm wichtig für die Lebendsdauer der Kette), die beiden bisher verschlissenen Ketten haben jeweils ca. 8.500 km Antriebsleistung klaglos erledigt, bis die Rohloff-Kettenlehre zum Tausch geraten hat. Den Getriebeölwechsel habe ich jetzt zwei mal selbst durchgeführt, der dritte steht jetzt an. Kein Problem! ich fahre noch das erste Kettenblatt, habe nach 17.000 km vorsorglich das Ritzel gewendet und (was mich sehr positiv überrascht), der Schaltzug funktioniert noch einwandfrei, die Schaltkräfte sind unauffällig gering und das Schalten macht nach wie vor Spaß. Nach der ursprünglichen Lebensdauerprognose von 10 bis max.12 Tausend Kilometern würde es mich allerdings nicht wundern (und schon gar nicht ärgern) wenn der Schaltzug morgen reißen würde. Ein Besuch bei Velotraum ist schon lange mal wieder überfällig! Stimmt´s Stefan…?!
    Auf weitere Details werde ich in meinem 20.000 km-Bericht eingehen.
    Allseits gute Fahrt wünscht
    Thomas

  5. Michael Lange aus Hamburg am 31. Oktober 2007:

    Bei meinem Fahrradhändler hätte ich zum Velotraum Nr. 9 jeden Wunschpneu bekommen, den ich wollte. Der Marathon-Supreme ist primär nicht für den feuchten Herbstwald oder Schotterpisten geschaffen, aber auf nassem Asphalt ist der Reifen bezüglich Kurvenstabilität und Bremsverhalten unschlagbar. Dass man auch darüber hinaus unbeschadet durch Hamburger Bierflaschenscherbenhaufen fahren kann, ist ein ein wahrer Gewinn.
    Die Rohloffnabe schnurrt seit 1000 km im Stahlrahmen und die Sattelstütze mit Pitlock-Verschluss habe trotz »Fahrrad-nach Maß« vielfach geöffnet und geschlossen: Nach mehreren Versuchen habe ich endlich den richtigen Sattel (und die richtigen Fahrradschuhe) gefunden. Hier noch einmal nicht nur ein Lob an velotraum, sondern auch an die qualifizierte und kundenorientierte Beratung des Radhauses Altona!

  6. Thomas Fischer aus Calw-Stammheim am 1. November 2007:

    Bernhard, ich gebe Dir absolut Recht. Solche Kurzzeittests mit läppischen Kilometerleistungen sind ein Witz, absolut nicht aussagekräftig und zu schade, um in einer Fachzeitschrift abgedruckt zu werden. Den 100.000 km-Bericht mit meinem Vorgänger-Velotraum (siehe weiter unten bei den Velotraum-Neuigkeiten) hat keine Fachzeitschrift interessiert. Ich habe vom ersten Kilometer an Fahrtstrecken, Reparaturen, Defekt- und Verschleißteile mit Kilometerangabe und Kosten dokumentiert. Da zeigt sich, was ein Rad über lifetime kann und kostet. Mein Gesamturteil des 100.000 km-Rads: Super! Und mein Urteil bisher für meinen neuen Velotraum: Einfach nur super!
    Vielleicht unterhalten sich einschlägige Zeitschrifts-Redaktionen, die Testberichte und Erfahrungen aus dem harten Fahrradalltag veröffentlichen wollen, auch mal mit Alltagsradlern, die entsprechende Langzeiterfahrungen mit einer Marke selbst erfahren haben (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich bin mir sicher, das Velotraum-Team ruht sich nicht auf Lorbeeren aus und schiebt entsprechende Kritik auch nicht als Bagatelle zur Seite. Im Gegenteil! So ,wie ich die kenne, spornt sie das eher zu neuer Höchstleistung an. An entsprechende Kommentatoren in diversen Internet-Foren kann ich nur appellieren: Fehler darf man beim Namen nennen (wo gehobelt wird fallen auch Späne), Kritik ist selbstverständlich zugelassen, aber doch bitte nur im Sinne und Wortlaut von konstruktivem feedback und ernst gemeinten Verbesserungsvorschlägen. Grüßle aus Stammheim von Thomas

  7. Hermann aus Augsburg am 1. November 2007:

    »Schade ums Papier« würde ich zu diesem Test nicht sagen, denn immerhin wurden die wesentlichen Punkte, die ein Velotraum deutlich von einem Massenprodukt unterscheiden klar angesprochen: »Das Cross 7005 wurde ihm auf den Leib geschneidert«, »ein tolles Rad« und »es war ideal auf mich abgestimmt«. Natürlich ist es ärgerlich, wenn »Kleinigkeiten« wie ein undichtes Rücklicht oder ein ausgerissenes Gewinde ein verdientes, durchweg makelloses Ergebnis verhindern. Es zeigt aber auch, dass alles Wesentliche problemlos funktioniert hat und es gibt sicher viele Radler, die 1 oder 2 Jahre brauchen um 3000km zu fahren, und sich trotzdem (oder gerade deswegen) ein hochwertiges, problemfreies Rad wünschen. Dass eine Rohloff-Kette nach dieser Laufzeit verschlissen sein soll widerspricht auch meiner (langjährigen) Erfahrung. Dies zeigt nach meiner Meinung aber auch, dass man mit einem sog. Dauertest dem Produkt Fahrrad nur schwer gerecht werden kann, die Einsatzbedingungen (Belastung, Steigungen, Regen, Schmutz, Pflege usw.) variieren eben sehr stark. Schliesslich kann man aus einem Cross 7005-Rahmen durch Auswahl der entsprechenden Komponenten sowohl ein leichtes »Rennrad« als auch ein wartungsarmes »Hardcore-Allzweckrad« bauen. Ein Fahrrad-Dauertest ist letztlich ein Komponenten-Test, denn der Rahmen wird in den meisten Fällen alles andere überleben. Auf den kommt es aber an und auf die perfekte Anpassung an die Ergonomie des Nutzers und den hauptsächlichen Einsatzbereich, nach dem sich dann auch die Auswahl der Komponenten richten sollte. Wer sich für ein hochwertiges Fahrrad interessiert wird erkennen, dass das verbaute Rücklicht auch bei einem anderen Hersteller undicht gewesen wäre und seine Entscheidung nicht von solchen Kriterien abhängig machen. Er wird aber zur Kenntnis nehmen, dass er bei Velotraum ein Fahrrad bekommen kann, das optimal auf seinen Körperbau und seine Nutzungswünsche abgestimmt und somit über die Nutzungsdauer gesehen auch preiswert im besten Sinne ist. Ich habe im Frühjahr 2006 mit einem Cross 7005 Rahmen ein Reiserad für meine Frau aufgebaut. Sie ist davon wirklich begeistert, denn es ist leicht (ca. 12,5 kg), trotzdem robust und auch mit 25kg Gepäck bei hoher Geschwindigkeit bergab sehr spurstabil. Ohne die Gepäckträger und mit einem leichten Rädersatz mit 1,3-Zoll-Slicks ist es ein perfekter Rennrad-Ersatz, mit dem auch Holper-Asphalt oder mal ein Feldweg kein Problem sind. Die Rahmengeometrie mit etwas verkürztem Oberrohr, moderat verlängerten Kettenstreben und agiler Lenkung ist wirklich rundum gelungen und universell einsetzbar. Wer mit offenen Augen durch die Welt radelt, kann an den zahlreichen Vorbauschaftverlängerungen, hochgestellten Bar-Ends und verstellbaren Vorbauten, nach hinten gedrehten »Brezel«-Lenkern und sonstigen technischen Verrenkungen sehen, dass sehr viele neue Fahrräder nicht passend zu ihren Käufern verkauft werden und nachträglich mehr schlecht als recht fahrbar gemacht werden.
    Wenn auch das Thema »Dauertest« leicht verfehlt wurde, so hat der Artikel doch sehr deutlich gemacht, dass sich eine fachmännische Auswahl und Anpassung auf jeden Fall lohnt. Und das ist nach meiner Meinung für viele, die noch nicht soviel Erfahrung haben, fast wichtiger als die genaue Lebensdauer einer Kette.
    Dem Velotraum-Team weiterhin viel Erfolg und Allen eine gute und unfallfreie Fahrt wünscht
    mit freundlichen Grüßen
    Hermann

  8. Stephan Z. aus Frankfurt am 1. November 2007:

    Dann meine etwas andere Erfahrung nach 10 Monaten und 10000km.

    * am zweiten Tag reißt die Kette * als ich nach vierzehn Tagen einen Platten trotz eines Marathon Unplattbar Mantel habe, entdecke ich Schläuche im Reifen, die einerseits weder auf der Rechnung standen noch der Dokumentation von Schwalbe zur Folge nicht für diese Mänteln vorgesehen sind. Schwalbe hat mir dies bestätigt. Schwalbe vermutet unter anderem einen Zusammenhang zu dem Platten. Diese Kombination hat ein erhöhtes Risiko einer fehlerhaften Montage . * nach 2 Monaten Felgenbruch. * Im nachhinein stellt sich heraus, dass Velotraum ein andere Felge auf die Rechnung geschrieben hat, als ich bestellte hatte und eingebaut wurde. Deswegen bemerke ich nicht, dass mir velotraum ungefragt eine schmälere Felge einbaut. Als ich es bemerke, wird mir gesagt ich wäre selber schuld, ich hätte ja nicht widersprochen. * Im Zusammenhang mit dem Felgenwechsel trifft velotraum Aussagen über die Justierungen der HS33 von Magura, die im Widerspruch zur Dokumentation von Magura stehen. Magura bestätigt diesen Widerspruch. Es geht darum, ob die Nehmerzylindern nachgestellt werden müssen und damit für Velotraum Versandkosten eines kompletten Rades entstehen. Velotraum verneint, Magura bejaht die Notwendigkeit der Neujustierung. * 6. Monat. Beim ersten Hinstellen mit Gepäck bricht der Ständer, der nach Angaben des Verkäufers des Velotraumvertragshändler PerPedale garantiert hält. Der Hersteller Hebie erklärt mir gegenüber all seine Einbeinständer für den Einsatz Reiserad mit vier Packtaschen als ungeeignet und rät grundsätzlich zu seinen Zweibeinstützen. Velotraum ist bei seiner weiteren Beratung dieser Widerspruch auch nicht aufgefallen. * 7. Monat. Die Tretachse wackelt. Es stellt sich heraus, dass augenscheinlich eine defekte Innenlagerschale eingebaut worden ist. Velotraum weigert sich anfänglich überhaupt die Sache anzusehen. Erst nach drei Wochen erklärt sich velotraum bereit, sich um die Sache zu kümmern, als ich drohe einen Fahrradsachverständigen einzuschalten. Die Abwicklung der ganzen Sachverhaltes dauert ca. sechs Wochen. * Bei der ganzen Aktion stellt ein Mechaniker von Radschlag fest, dass die Sattelstütze festgefressen ist. Ich bekomme die Sattelstütze mit mechanischen Mitteln aus dem Rahmen. Sie ist ganz trocken. Eine Internetbekanntschaft, die im wirklichen Leben ein vereidigter Fahrradsachverständiger ist, teilt mir auf privater Basis mit, es ist extrem unwahrscheinlich, dass sich in sieben Monaten das ganze Fett verflüchtigt. Es bleibt bei mir der Verdacht, dass Velotraum die Sattelstütze nicht gefettet hat. * 8. Monat: Ich muss einen Seilzug ersetzen, weil er anfängt zu reißen, obwohl Velotraum in seinem Prospekt schreibt:

    Erwähnenswert, wenn auch für Velotraum selbstverständlich, ist die hochwertige Qualität von Brems- undSchaltzügen (1. original Shimano, 2. Edelstahl, 3. gedichtet und gefettet). Für die Praxis bedeutet dies: zuverlässige Funktion und Haltbarkeit über viele Jahre. * 10. Monat: Weil mein Steuersatz Spiel hat, baue ich das Lenkerschaftrohr meines Speedlifters aus, rostig und staubtrocken. Kein Gramm Fett drauf, obwohl der nach Montageanleitung beim Einbau gefettet werden muss. Höchstwahrscheinliche Erklärung, Velotraum hat das Einfetten vergessen.

  9. S. Stiener von Velotraum am 1. November 2007:

    Zum Eintrag von Herrn Stephan Z.:
    Ich bin mir nicht sicher, ob unsere Toleranz und Souveränität so weit gehen muss, um die Teil- und Unwahrheiten von Herr Stephan Z. hier stehen zu lassen. Im Moment lasse ich sie stehen, werde sie jedoch nicht kommentieren, denn dazu müsste ich doch sehr deutlich werden und so was macht Velotraum nicht in einem öffentlichen Forum.

    Ich werde alle zukünftigen Einträge von Stephan Z. löschen, denn für solche Streithansel ist unser Blog nicht da.

  10. Bernhard Steiner aus Holzheim am 2. November 2007:

    Hallo,
    ich hab mir die Zeitschrift gestern gekauft und muss auch nach einer »Karenznacht« leider sagen: Schade ums Papier. Kurz zu mir: Ich bin »Schönwetterradler«, fahre im Sommer gern mit dem Rad zur Arbeit und habe so dieses Jahr etwas über 3.000 Km gesammelt. Wenn ich nun auf einer Zeitschrift »Dauertest« lese, werden gewisse Erwartungen geweckt. Dann der erste Kandidat: Bei Testende sage und schreibe 123 Km auf dem Tacho. Wow! Die meisten anderen sind nicht viel besser: Um die 1.000 Km. Ein einziges Rad ist in der gleichen Km-Kategorie wie das Velotraum. Dessen Bilanz: Lampe und Pedal (!) fielen ab, Staub und leichter Rost in Steuer- und Tretlager. Bei einem Rad um 1.800 Euro! Testergebnis: Sehr gut. Das verstehe, wer will. Im Vergleich dazu sind die »Defekte« beim Velotraum Peanuts. Trotzdem habt ihr veloträumer meiner Ansicht nach keinen Grund, euch entspannt zurückzulehnen. Denn bei einem Rad um 3.800 Euro fallen solche Peanuts doppelt ins Gewicht. In diesem Sinne: Viel Erfolg bei der Planung der 2008er Modelle. Vielleicht steht ja Ende 2008 auch bei mir ein Velotraum…
    Mein eigenes Rad (kein Velotraum, Shimano DX-Ausstattung mit XT-Naben) ist übrigens mittlerweile 16 Jahre alt und hat nach der Frühjahrsinspektion (110 Euro) die Saison völlig problemlos überstanden.

  11. Carsten aus Oberhausen am 2. November 2007:

    Hallo Stefan,
    regelmäßig verfolge ich die Neuigkeiten und Einträge auf eurer Homepage. Doch selten waren die Einträge so interessant wie die Reaktionen auf den neuesten Test in der aktuellen Trekkingbike. Vor ein paar Wochen habe ich noch zu meinem Fahrradhändler gesagt das ich selten so wenig schlechtes oder Kritik über eine Firma gehört habe wie über euch. Und obwohl ich ein wirklicher Fan eurer Firma und eures Konzepts geworden bin, hat diese Tatsache mich doch ein wenig gewundert. Und siehe da, heute abend kommt es direkt ganz dicke. Ich war zuerst etwas irritiert das Du den Beitrag nicht direkt kommentieren wolltest und darüber nachgedacht hast ihn von der Homepage zu nehmen. Denn auch für Kritik sollte auf dieser Seite Platz sein. Ich habe daraufhin ein wenig im Internet recherchiert und festgestellt das doch einige Leute nicht so gute Erfahrungen mit Velotraum gemacht haben, aus welchen Gründen auch immer. Sehr intensiv habe ich mir auch die Beiträge des Herrn Z. durchgelesen, von denen ja nicht wenig im Internet auftauchen. Das man schlechte Erfahrungen nach einem Kauf machen kann ist sicherlich jedem von uns in irgendeiner Form schon mal passiert, vielen bestimmt schon bei einem noch viel teureren Autokauf. So weit ich es aber durch lesen der Artikel beurteilen kann, hat Herr Z. sehr viel »Pech« mit seinem Velotraum erlebt. Was sicherlich nicht erfreulich ist. Was ich aber überhaupt nicht verstehen ist, warum hier jemand anscheind einen Feldzug gegen eure Firma und euch übers Internet führt und aktiv über Google und diverse Foren vom Kauf eurer Räder abrät. So etwas ist meiner Meinung nach absolut fehl am Platz. Aber ich denke das aufmerksame Fahrradfreunde sich nicht durch solche Beiträge beeinflussen lassen. Wie gesagt, Kritik ist wichtig und sie sollte eine Firma dazu anspornen noch besser zu werden. Aber das wisst ihr glaube ich auch so. Ich für meinen Teil bin jedenfalls überzeugt von eurem Konzept und eurer Arbeit. Und manche Leute sagen ja auch das man es erst geschafft hat, wenn man polarisiert. Also ist das vielleicht ein gutes Zeichen. Weiterhin viel Erfolg und alles Gute beim Neubau. Ich bin raus, denn ich muß noch meine Sattelstütze fetten.

    P.S.: Ein paar Fragen zu anderen Themen hätte ich noch:
    1. Kriegen wir noch einen Messebericht, oder fehlt bei dem ganzen Trouble die Zeit dafür?
    2. Auf den Urlaubsfotos kann ich erkennen das Du von der HS66 wieder auf Seilzug umgestiegen bist. Gibt es dafür einen speziellen Grund? Und vielleicht könntest Du mal genau beschreiben was für ein Modell Du selber fährst und vor allem mit welchen Komponenten. Ich denke nicht nur mich würde das interessieren.

    Viele Grüße ins Schwabenland.
    Carsten

  12. Jürgen aus Sindelfingen am 2. November 2007:

    Dieser Diskussion möchte ich noch anmerken, dass es keinen anderen Hersteller gibt, der sich im Internet so öffentlich selbst in die Kritik stellt. Das alleine zeigt mir schon, dass es dem Stephan und Team (für mich Veloträumer) sehr ernst ist mit ihrer Qualität.
    Ich hab in den Foren auch schon über die negativen Einträge über Velotraum gelesen – allesamt sind doch darin begründet dass man den Veloträumern gar keine Chance gab, sich zu rechtfertigen – das ist nicht OK.
    Ich hab’s relativ einfach, sollte mal ein Defekt an meinem Velotraum auftreten, es sind gerade mal 15 Km zu Velotraum – dort wurde mir immer freundlich und zuverlässig geholfen.
    ….und die wahre Qualität einer Firma zeigt sich doch meist daran, wie gut sie mit Qualitätsproblemen umgehen – da lassen die Veloträumer nichts auf sich kommen – super Service !!!
    Weiter so…..

  13. S. Stiener von Velotraum am 2. November 2007:

    Hallo zusammen
    auch ich finde diese Diskussion ebenfalls sehr spannend und lehrreich und danke Euch alle für die konstruktiven Beiträge.
    @ Carsten, Thomas und Jürgen,
    danke für Euren differenzierten Zuspruch und das Vertrauen in uns – wir werden es auch in Zukunft rechtfertigen. Ich kann gut nachvollziehen, dass beim Lesen von Herrn Zs. Berichten, der eine oder andere ins Grübeln gerät und sich nun fragt, was es mit dieser »Pechsträhne« auf sich hat.
    Von einer Gegendarstellung möchte ich dennoch absehen, denn Sie würden von Herrn Z. in Form von Teilzitierungen wiederholt »missbraucht« werden. Erst eine Veröffentlichung des beiderseitigen E-Mail-Verkehrs würde dem Leser eine einigermaßen »obiektive« Sachverhalt vermitteln. Und das würde nun wirklich zu weit gehen. Ich hoffe, dass hiermit meine Verhaltensweise in diesem Fall nachvollziehbar wird.

    zu deinen Fragen Carsten:
    Den Messebericht habe ich dem Urlaubsbericht geopfert, beides war/ist im Moment zu viel. Aber es freut mich zu hören, dass es da Menschen gibt die immer wieder auf Velotraum-Neuheiten warten ;-)
    Zur Zeit fahre ich mein Schönwetterrad, einen »speedster 1« mit STI-Schalthebeln, V-Brakes sowie Tubus-Fly-Träger und Schutzblechen. Wunderbar bei schönem Wetter. Jetzt im Herbst trauere ich aber schon meiner HS 66 hinter her. Will aber noch nicht von dem leichten, robusten Flitzer aufs schwerere »Winterrad« umsatteln.

  14. Y. Anders aus D am 2. November 2007:

    Also man kann das ganze auch mal so betrachten, Herr Zitzmann sitzt am Stammtisch und äußert seine Meinung, bloß dieser Stammtisch wird virtuell multipliziert. So etwas ist unangenehm für den Hersteller. Besonders für kleine.
    Das dumme ist, wenn es schon das zweite Rad mit viel Pech ist. Dass sich dann jemand sagt, das mache ich öffentlich, ist psychologisch zu verstehen. Wenn man es unter einem moralischen Aspekt sieht, vielleicht sogar lobenswert. Man ist gewarnt und gibt sich mehr Mühe.
    Herr Herkelmann wird sich auch ärgern, dass er der Opener eines Spiegelartikels ist und dass dieser Artikel nach Jahren im Netz immer noch leicht zu finden ist. Man gebe mal Bernd Herkelmann bei google ein.
    Man muss sich halt als Anbieter und Hersteller über die potenzierenden Wirkung des Netzes bei der Mundpropaganda klar sein und sich entsprechend verhalten.
    Und eines muss man Herrn Zitzmann lassen, feig ist er nicht, er steht mit seinem Namen und Adresse zu der Sache.
    Es setzt sich ja damit den juristischen Konsequenzen ganz offen aus. Und wenn das jemand tut, muss er sich verdammt sicher sein und fühlen.
    Dann noch zu der Geräuschentwicklung bei der Rohloff. Natürlich hat der Rahmen damit etwas zu tun, weil es ein Resonanzkörper ist. Mal ein besserer, mal ein schlechterer. Wenn man bei Rohloff nachfragt, bekommt man auch Aussagen, was für Rahmen problematischer sind. Alu und dicke Rohre.

  15. Hermann aus Augsburg am 2. November 2007:

    Wenn man sich mal die Homepage von Herrn Zitzmann anschaut kann man lesen dass er offenbar so sensibel ist dass er beim Überfahren einer Münze mit dem Fahrrad erkennen kann ob Wappen oder Zahl nach oben zeigt (er fühlt sich von seinem Velotraum »ausgebremst« wenn der Strassenbelag wechselt). Andererseits geht er scheinbar mit seinem Fahrrad auf große Tour obwohl die Rostbrühe aus allen Ritzen läuft (die abgebildete Tretlagerwelle und die linke Kurbel sind mit Rost- und Korrosionsspuren übersät, das Bild vom Rillenlager spricht Bände ..). Und wenn die (vermutlich durch Streusalzeinwirkung?) völlig zerstörten Rillenlager in den Tretlagerschalen dann endgültig schlappmachen (Lagerkäfig beschädigt) merkt er das bei der Demontage am Flughafen. Schuld daran ist dann natürlich, dass Velotraum-Fahrräder »mangelhaft verarbeitet« sind oder die kleinen Japaner bei Shimano zu dumm sind die Lagerkugeln richtig einzulegen. Leider bietet das Internet auch solchen Leuten ein Forum die lieber seitenweise solchen Unsinn verbreiten, statt ab und zu ihr Fahrrad zu pflegen. In den Radreiseberichten von Herrn Zitzmann ist bemerkenswert, dass offenbar auf keinem einzigen der zahlreichen Fotos ein Fahrrad zu sehen ist (wer eins findet soll bitte Bescheid sagen, das möchte ich mir dann auch anschauen). Für Langlebigkeit beim Fahrrad müssen eben mehrere Dinge zusammenkommen: 1.) die richtige Auswahl der Komponenten für einen bestimmten Einsatzzweck, 2.) die fachgerechte Erstmontage aber auch 3.) ein gewisses Mindestmass an Sorgfalt und Pflege durch den Benutzer (wie es z.B. in dem 100.000km-Bericht von Thomas Fischer sehr gut zum Ausdruck kam). Ich bin überzeugt, dass die beiden erstgenannten Punkte durch Velotraum erfüllt wurden, bei Herrn Zitzmann bin ich da nicht so sicher.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hermann

  16. Jörg aus Tübingen am 2. November 2007:

    Hallo, mein knapp 2 Jahre altes Rad ist ähnlich aufgebaut wie das Testrad, meine tägliche Strecke zur Arbeit sind 21km (eine Strecke), davon ca. 70% Schotter. Probleme bisher: Die Befestigungsschraube am Sattel ist abgerissen (20km stehend heimradeln ist kein Spaß) und die Reifen habe ich nach einem Sturz gegen Stollenreifen (Schwalbe Nobby Nic) getauscht. Die Rohloff-Nabe ist nach wie vor Klasse, die erste Kette habe ich nach 7500km getauscht. Sonst keinerlei Beanstandungen, es macht jeden Morgen Spaß, loszuradeln.

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