Farbwahl: Trend und Gegentrend

21. Juni 2009  |

Mutig, mutig denken wir bei so manchem Auftrag, wenn eine besonders kühne Kombination von Rahmen- und Dekorfarbe gewünscht wird.

Wunschfarbe ist Standard bei Velotraum

Doch nahezu immer macht sich der Mut zur Farbe bezahlt, auch wenn der Weg dort hin nicht immer einfach ist für den Velotraum-Kunden (und den Händler).

Farbe ins (Fahrrad)Leben bringen

»Oh Gott, wie soll ich mich denn da entscheiden« oder »warum haben sie nicht nur vier Farben«, sind durchaus erste Reaktionen auf die Möglichkeit, aus 200 Rahmen- und 50 Dekorfarben zu wählen. Man spricht nicht umsonst von »der Qual der Wahl« ;-)

Vielleicht hätten wir diese aufwändige und betreuungsintensive »Quälmöglichkeit« – die wir erst vor einem knappen Jahr eingeführt haben – auch schon wieder aufgegeben, wenn nicht die Ergebnisse so großartig wären.

Das virtuose Jonglieren mit Rahmen- und Dekorfarben, glänzender oder matter Oberfläche erzeugt immer wieder Überraschendes und Einmaliges. Nicht nur hinsichtlich des Designs, sondern auch wegen der Gefühle und Assoziationen, die Farbe und Oberfläche auslösen. Während bei den ganzen technischen Fahrrad-Aspekten die Emotionen mal mehr, mal weniger eine Rolle spielen, ist die Farbe Emotion pur. Und diese »Erweiterung« – Nomen est omen – passt zu Velotraum…

Vier Farbbeispiele, die alles andere als »gedeckt« sind, haben wir zu einem »Stilleben« zusammengestellt:

Die Rahmenparade von Vorne nach Hinten:

Wunschfarbe ist Standard bei Velotraum

RAL6018 Gelbgrün, Dekor Yellow Green – für eine oberfränkische Kundin des Radladen Bamberg

RAL2002 Blutorange, Dekor Saffron – für Markus Mehigan von Velotraum

RAL6034 Pastelltürkis, Dekor Apple Green und RAL4007 Purpurviolett matt, Dekor Gold – gehen in die Schweiz nach Bern.

Speziell die Schweizer Kunden des Velokurierladen in Bern zeigen sich als besonders experimentierfreudig. Würde man bei einem »fahnenschwingenden Bergvolk«, das so ein drollig-verdrehtes Deutsch spricht, nicht vermuten – oder ;-)

Kommentare

  1. Patrick, oder der mit der Purpurviolett-Gold-Kombi am 22. Juni 2009:

    Na ja, wir sind halt nicht nur besonders experimentierfreudig, wir sprechen auch von Haus auf Schweizerdeutsch, Hochdeutsch, Französisch, die meisten auch Englisch, viele zusätzlich Italienisch, oder Spanisch. Da darf man dem Einen oder Anderen einen kleinen Akzent im Deutschen ruhig nach sehen. ;-)

    Aber ich wage ja gar nicht zu beschreiben wie es tönt, wenn ein langjährig ansässiger Deutscher versucht Schweizerdeutsch zu sprechen!
    ;-) Autsch!

  2. pixeli am 23. Juni 2009:

    so tönt das etwa, wenn sich deutsche an schweizer skilifte drängeln, während ihr kurliges velotraumrad im winterschlaf liegt ;-)

    Cabaret Rotstift – Am Skilift (CH-Dialekt)

  3. Peter am 23. Juni 2009:

    Das fertige Fahrrad von Markus Mehigan würde ich gerne mal sehen!!!

  4. Hannes K. am 24. Juni 2009:

    Schön, dass Sie die Farben gleich im Bildkommentar genannt haben. Ich wollte schon nachfragen; das Grün ist nämlich genau das Grün, das ich suche.

  5. Robert am 24. Juni 2009:

    Frische Farben sind Lebensfreude pur! Der derzeitigen mehr oder minder getrübten Stimmung entgegenwirken. Und so präsentiert sich auch die Herrenmode (außer im Business) zum nächsten Frühling……

  6. Markus von Velotraum am 25. Juni 2009:

    @ Peter – das Rad muss leider noch eine weile warten. Zuerst gibt es noch einige andere Veloträume zu montieren, die gehen vor.
    Aber Bilder wirds geben, versprochen.

  7. Klaus am 25. September 2009:

    Velotraum-Beschriftung, ja oder nein? Unabhängig von der Fahrradklaustatistik, finde ich die Beschriftung doch ein bißchen sehr plakativ und für ein FahrRAD zu eckig. So ganz ohne alles, sieht es dann allerdings doch etwas nackt aus. Gibt es die Möglichkeit, den Schriftzug etwas kleiner und dezenter, eventuell auch am Oberrohr zur Schau zu tragen?

    Grüße, Klaus

  8. Stefan Stiener von Velotraum am 8. Oktober 2009:

    Hallo Klaus,

    wir haben schon viele Versuche mit anderen Dekorgrößen (Velotraum-Schriftzug) und Platzierungen unternommen und sind immer wieder bei der bisherigen Lösung gelandet.

    Natürlich wäre es technisch kein Problem unterschiedliche Größen anzubieten, allerdings unterschätzt man die Aufgabe ein Dekor sauber und an der »richtigen« Stelle zu plazieren.

    Denn je nach Rahmentyp und -größe ändert sich Position. Bei unserem Beschichter erledigt diese durchaus diffizile Aufgabe ein Spezialist, der nur die Dekore klebt.

    Da die Fehlerquote im gesamten Workflow mit jeder Variante exponentiell zunimmt, belassen wir es daher ganz bewusst bei den Wahlmöglichkeiten mit oder ohne Velotraum-Schriftzug.

    Die »Präsenz« des Schriftzugs lässt sich übrigens sehr subtil und überaus raffiniert über dessen Farbe beeinflussen. Und das Gros der Kunden, die mit der festen Vorstellung »ohne Dekor« hier her kommen, entscheiden sich dann doch für den Schriftzug.

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