Horizonterweiterung beim Rad- und Reise-Abend

1. Dezember 2015  |

Es war einmal mehr ein ausgesprochen geselliger und facettenreicher Abend mit gut 70 Gästen.

Einen besonders großen Anteil am gelungenen Rad&Reise-Abend hatten die Reise-Berichte. Drei völlig unterschiedliche Reiseziele und vor allem drei völlig unterschiedliche Umsetzungen.

Japan – Den Auftakt machten Nina und Michael mit ihrer vierwöchigen Japanreise (eine Art vorgezogene Hochzeitsreise). Ein Land, das sowohl vertraut (japanische Produkte, hochentwickelte Industrienation) sowie fremd (Kultur, Alltag) ist. Radreisen in Japan ist eine echte Herausforderung und ein Abenteuer, in einem extrem sicheren Land. Denn Sprache, Schrift, Topografie, Besiedlungsdichte und eine nicht vorhandene Fahrrad-Reise-Kultur verlangt von Radreisenden echte Pionierqualitäten, von Taifunen außerhalb der Taifun-Saison mal ganz abgesehen ;-)

Vom Reschenpass nach Venedig. – Eigentlich sollte Günter aus gesundheitlichen Gründen überhaupt nicht Radfahren und schon gar nicht – inzwischen beschwerdefreie – 5.000 Kilometer im Jahr. Wie Radreisen trotz Handikap mit einem Velotraum-Pedelec nicht nur lustvoll gelingen kann, sondern zu einem Erlebnis wird, davon berichtet Günter in seinem kurzweiligen und kulinarisch und kulturell bewanderten Vortrag. Merke: das Radreise-Erlebnis und die -Möglichkeiten existieren auch jenseits des reinen Mitochondrien-Antriebs.

Sehnsuchtsort Sri Lanka – Uwe und Isabel sind quasi Radreise-Profis. Allerdings hat Sri Lanka (ehemals Ceylon) auch für die viel Gereisten einen besonderen Stellenwert, für Uwe sogar eine Art zweite Heimat. Eine Zweitheimat, die sich trotz tropischer Schwüle hervorragend mit dem Rad bereisen lässt, auch wenn sich Sri Lanka stark verändert und einstmals ursprüngliche Ecken dem Massentourismus anheim fallen. Man muss – ähnlich wie in Europa – einfach wissen um welche Regionen man als Radler einen großen Bogen macht, dann ist Sri Lanka ein exotisches Reiseziel, aber auch für »normale« Radreisende geeignet.

Ein Segen für die Vortragenden als auch für das Auditorium war unsere nun funktionierende Mikrofon-Lautsprecheranlage, denn per gleichbleibender Stimmgewalt die über 2.000 Kubikmeter Raumvolumen zu füllen, gelingt eigentlich nur Naturtalenten mit lautem Organ oder ausgebildeten Sprechern.

Lob und Anregungen

Neben den vielen Fans und Wiederholungstätern waren auch dieses Jahr neue Gäste dabei, hier ein paar Stimmen:

»Meine Frau und ich waren letzten Samstagabend zum ersten Mal bei Ihnen. Vielen Dank für das interessante und nette Radreise-Event – wir kommen sicher wieder! Eine Frage habe ich noch: Sie hatten einen unglaublich guten Rotwein zur Verfügung gestellt. Leider habe ich vergessen, die Flasche zu fotografieren.«

»Das Ambiente und auch das drumherum mit dem Essen, das die Beteiligten selbst mitbringen, ist sehr gelungen. Vielleicht wäre es angebracht, dass doch jemand durch den Abend führt bez. Ansprechpartner ist. Wir waren zum ersten Mal an solch einem Abend, (wie andere auch) und wir hätten z.B. auch Fragen dazu gehabt, gab es Pannen, Planung usw.? Wie wurden die behoben? Oder ähnliche Dinge.«

»Ich fand den Abend klasse. Das “alle bringen was mit”-Buffet war zum Einen kulinarisch lecker, zum Anderen ist es ungewöhnlich, dass es in einem eher losen Kreis so gut funktioniert hat. Beispiele gelungener Kooperation gefallen mir immer. Das Buffet in der Werkstatt hat zudem einen Einblick verschafft, wie Ihr arbeitet, das gefällt und beeindruckt. Vorträge waren vielfältig, interessant und inspirierend. Ich saß am Sonntag schon am Routenplaner um eine historische Südtirol-Tour zu skizzieren. Was will man mehr.«

Wir werden uns Lob und Anregung zu Herzen nehmen und freuen uns mit Euch auf den nächsten Rad- und Reise-Abend am 26.11.2016 (schon mal Termin reservieren).

An dieser Stelle nochmals ein ganz besonders großes Dankeschön an unsere drei Vortragenden, die spürbar viel Zeit und Liebe in ihre Vorträge investiert haben. Und an alle anderen Gäste und Fans: Ihr seid ein tolles Publikum und die Buffet-Beiträge waren mal wieder vom Feinsten :-)

Vielen Dank – Euer Velotraum-Team.

Kommentare

  1. Eberhard am 1. Dezember 2015:

    Ich komme wieder ;-)

  2. Uwe am 1. Dezember 2015:

    Liebe Veloträumer,
    auch uns als Vortragenden hat es wieder viel, viel Spaß gemacht.
    Es ist eine ganz besondere Mischung an Radlern bei Euch. Und das Velotraum Team sowieso.
    Sicherlich werden viele der Teilnehmer nie im Leben in Asien radeln.
    Trotzdem scheinen sie dir als Vortragendem alle an den Lippen zu kleben.
    Und wenn Du selber zwischenzeitlich denkst: “Rede ich mal wieder zu lang? Sollte ich abkürzen?” , so sagen die Augen der Zuschauer: “Komm erzähl uns noch ein wenig!” und “Hör noch nicht auf!”
    Ich würde nach jedem Vortrag noch ein paar Fragen der Gäste an die Vortragenden einbauen. Das ist mitunter interessanter als der ganze Vortrag selbst.
    Das ist aber auch bislang kein großes Problem. Man hat ja viel Zeit am hervorragenden Buffet und dem wirklich tollen Wein.
    (Welcher war es?)

    Sollte man uns noch ein weiteres mal einladen, so kommen wir gerne wieder.
    Und sonst genau so gerne als ganz normale Zuschauer.

    Danke
    Isabel und Uwe

    www.velo-traumreise.de

  3. Matthias Weiller am 3. Dezember 2015:

    Hallo liebe Radreisende,
    als langjähriger Begleiter und auch Vortragender der Radreiseabende hätte ich jetzt zwar nichts mehr geschrieben (finde die Veranstaltung immer noch klasse), aber die Weinfrage getraut wohl niemand beantworten zu wollen oder der Einkäufer liegt noch im Weinkeller.

    Es müsste Inurrieta gewesen sein, entweder die Sorte “Sur” oder wahrscheinlicher “Norte”, vielleicht gab es auch beide Sorten. Der Name war mir recht exotisch bzw. Nicht-Romanisch vorgekommen, sodass ich zunächst Furlanisch vermutete – ähnlich archaisch klingt aber eben auch Baskisch, was hier gegeben ist (aus Navarra, zwar kein offizielles Baskenland, aber die baskische Bevölkerung ist gewichtig). Die Einkausquelle würde mich auch interessieren, bisher habe ich nur Ludwigsburg in der Stuttgarter Umgebung vermerkt.

    Interessant ist, dass der Wein nicht nur die Qualität der Räder widerspiegelt (angenehmes, vollmundiges Bouquet bei funktionaler Qualität, ohne barocke Avancen, bereitet keine Kopfschmerzen), sondern auch das Flaschendesign den geradlinigen Linienstrich der velotraum-Signatur auf den Rädern. Die Provinz Navarra ist für Spanien auch sowas wie das Ländle für Deutschland als Hightech-Region neben dem Baskenland. Bei velotraum ist halt alles Corparate Identity – bis zum Rotweingenuss auf den Betriebsfesten. Wahscheinlich schläft das Team auch noch in V-Bettwäsche?

    Ein Prost aufs nächste Mal
    Matthias

  4. Stefan Stiener von Velotraum am 3. Dezember 2015:

    @Uwe und Matthias,
    hier erst mal der Link zur Bezugsquelle des viel gelobten Gesöff.

    Matthias, herzlich Dank für die Ausführungen und die kühne Analogie von Wein und Velotraum. Und in der Tat gilt beim Wein derselbe Grundsatz wie bei unseren Rädern: Wir trinken das Zeug selber ;-)

    Eine Velotraum-Bettwäsche gibt es nicht, aber in den Velotraum T-shirts träumt es sich auch nicht schlecht ;-)

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