Individuelle Ausstattung

Mit der individuellen Ausstattung und Farbwahl entsteht ein Fahrrad, das nicht nur richtig passt, sondern auch so funktioniert und aussieht, wie Sie sich das vorstellen. Damit die Individualisierung nicht zum Stress oder zur Lebensaufgabe wird, gibt es bei Velotraum »Ausstattungsvorschläge« und darauf abgestimmte »Wahlmöglichkeiten«.

Die Ausstattungsvorschläge

Je nach Fahrradkonzept finden Sie zwei bis acht Ausstattungsvorschläge, die als wohlüberlegte »Basisräder« fungieren. Grundlage für deren Zusammenstellung ist der Erfahrungsschatz aus über 20 Jahren Anwendungspraxis. Wir beziehen unsere Komponenten von den besten Herstellern und müssen somit nichts beschönigen oder überspielen (Stichwort: Eigenmarke). Daher ist jeder Vorschlag eine solide und handfeste Ausgangsbasis für Ihr persönliches Fahrradunikat.

Die Wahlmöglichkeiten

Jeder Ausstattungsvorschlag kann mit bis zu 80 Wahlmöglichkeiten auf Ihre Wünsche und Anforderungen angepasst werden. Eine Besonderheit bei Velotraum: Es stehen zudem verschiedene Rahmen zur Auswahl. Aufgrund der herausragenden Bedeutung des Rahmens wird die Anpassung so nochmals umfassender und substanzieller. Die Wahlmöglichkeiten selbst umfassen eine kuratierte Auswahl an hochwertigen Komponenten, die wir Jahr für Jahr neu überdenken und so gezielt Bewährtes mit Neuem kombinieren.

Wunschfarbe und Wunschdekor

Ein wenig »Qual der Wahl« lässt sich jedoch nicht umgehen. Über 200 der RAL-Farben stehen ohne Aufpreis in glänzend oder matt zur Auswahl. Für das Velotraum-Logo – groß und klein – bieten wir weitere 40 Dekorfarben; auch der Verzicht auf das Logo ist möglich. Alle Velotraum-Rahmen werden bei unserem langjährigen Beschichter in Stuttgart zweifach (Alurahmen) bzw. dreifach (Stahlrahmen) pulverbeschichtet. Insbesondere für den Entscheidungsprozess »Wunschfarbe« empfehlen wir eine gute Vorbereitung ;-)

Grundlagen zur Fahrradtechnik

Keine Bange, Fachkenntnisse sind für die Fahrrad-Zusammenstellung nicht notwendig, denn unsere Beratung und Lösungen orientieren sich allein an Ihren Vorstellungen sowie Anforderungen. Freilich schonen sie Ihren »Entscheidungs-Muskel« und steigern das Einkaufserlebnis, wenn Sie sich vorab ein wenig Klarheit über die eigenen Bedürfnisse und Wünsche verschaffen.

Hinsichtlich der Fahrradtechnik gilt es generell zu entscheiden, welche Schaltungs- und Bremsentechnik das spätere Fahrrad haben soll. Die folgenden, kurzen Charakterisierungen der von uns verwendeten Schaltungen und Bremsen sollen Ihnen helfen, eine erste Einordnung vornehmen können.

Shimano-Kettenschaltung

Inzwischen bieten alle hochwertigen Kettenschaltungen zehn oder elf Ritzel am Hinterrad und zwei oder drei Kettenblätter an der Kurbelgarnitur. Diese Vielfalt benötigt Können und Routine in der Bedienung sowie mehr Wartung und Pflege. Dafür bietet die 22- bzw. 30-Gang-Kettenschaltung das geringste Gewicht, einen großen Übersetzungsbereich (540/575 Prozent), ist weltweit verfüg- und reparierbar und hat – in gutem Wartungszustand – den besten Wirkungsgrad. Speziell Viel- und Ganzjahresfahrer müssen sich aber auf einen erhöhten Pflege- und Wartungsaufwand einstellen. Auch die Kosten für verschlissene Ketten (alle 1.500 bis 3.000 Kilometer) und Kassetten (alle 3.000 bis 6.000 Kilometer) sind nicht zu vernachlässigen.

Für besonders leichte Räder ist die Kettenschaltung quasi alternativlos, insbesondere in der 2×11-Ausführung. Diese »schlanke« Kettenschaltung bietet extrem leichte Berggänge und ist einfacher zu bedienen. Dafür sind die Gangsprünge größer als bei 3×10 und es fehlen die »schnellen« Gänge. Für alle Kettenschaltungen gilt: Nur wer die Bedienung einer 22- bzw. 30-Gang- Kettenschaltung im Schlaf beherrscht, wird deren Vorteile auch nutzen können.
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Shimano-Alfine-Nabenschaltung

Das Spitzenmodell von Shimano, entweder mit acht oder elf Gangstufen, ist insbesondere für Alltagsfahrer eine hervorragende Wahl und bietet 320 bzw. 420 Prozent Entfaltung. Die Entscheidung zwischen acht oder elf Gängen sollten Sie von der Topo­­grafie und der persönlichen Fitness abhängig machen. Dabei gilt: Je besser die Fitness, desto weniger Gänge werden benötigt … Wie alle Nabenschaltungen benötigt auch die Alfine nur wenig Wartung und Pflege, ist sehr einfach in der Bedienung und lässt sich sowohl im Stand als auch während des Pedalierens schalten. Unter Last, also bei voller Tretkraft, ist die Alfine nicht schaltbar; sie muss zum Gangwechsel kurz entlastet werden.
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Rohloff-Speedhub-Nabenschaltung

Die Legende aus Kassel. Obwohl erst 18 Jahre am Markt, hat sich die Nabe einen Nimbus erarbeitet, der in der bisherigen Fahrradtechnik-Geschichte einmalig ist.

Dabei ist auch die Rohloff-Speedhub nicht unkaputtbar und auch nicht absolut störungsfrei. Aber dennoch, keine andere Schaltungstechnik bzw. ähnlich komplexes Stück Fahrradtechnik, ist so langlebig, zuverlässig und robust wie die »Speedhub«. Laufleistungen von weit über 100.000 Kilometern sind keine Seltenheit und selbst solche Veteranen werden bei einer Werksüberholung wieder tipptopp auf Vordermann gebracht.

Besondere Ansprüche stellt die Rohloff-Nabe allerdings an die Speichen- und die Felgenqualität. Wir verwenden daher ausschließlich von Rohloff empfohlene Kombinationen. Gegenüber einer Kettenschaltung muss ein Mehrgewicht von insgesamt 1.400 Gramm in Kauf genommen werden und auch ein kleinerer Übersetzungsbereich (520 Prozent). Auch das Getriebegeräusch in den leichten Gängen gehört zu dieser Nabe einfach dazu.

Rennlenker-Lösung für die Rohloff: Die Zeiten der Improvisationen und Bastellösungen sind vorbei. Wir bieten mit der Rohbox und dem R-Shifter zwei feine Rohloff-/Rennlenker-Lösungen an, die durchaus dem Status quo von Kettenschaltungs-/Rennlenker-Lösungen entsprechen.
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Pinion-Getriebebox

Zwei junge Ingenieure aus Stuttgart beschreiten mit einer spektakulären Getriebebox einen ganz neuen Weg in Sachen Fahrradschaltung. Das Spitzenmodell P1.18 bietet sagenhafte 18 Gänge und einen Übersetzungsbereich von 636 Prozent, das ist sozusagen Weltrekord. Fahren und Schalten tut sich das Ganze im positiven Sinne unspektakulär. Als Fahrer genießt man einfach das immense Potenzial des Getriebes.

Im direkten Vergleich mit der Rohloff-Speedhub sprechen für das Pinion-Getriebe der große Übersetzungsbereich, die feinere Abstufung (11,5 Prozent beim P1.18) und die höhere Laufradflexibilität. Dagegen stehen 200 bis 900 Gramm mehr Gewicht und der nochmals höhere Preis sowie die Notwendigkeit eines speziellen, für Pinion geeigneten Rahmens.

Inzwischen gibt es die Pinion Getriebebox mit sechs, neun und zwölf Gängen und in zwei Fertigungsqualitäten (P- und C-Linie). Wir beschränken uns auf drei Modellvarianten (P1.18, C1.12, C1.9), und trotz des stolzen Preises ist das Spitzenmodell P1.18 weiterhin das Pinion-Getriebe schlechthin. Die Neun- und Zwölf-Gang-Varianten eignen sich ideal für die Kombination mit dem Alber Nabenmotor (VK12E).
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Felgen- oder Scheibenbremse

Bei der Entscheidung sollten nicht Prestige- und Optimierungsüberlegungen im Vordergrund stehen, sondern, sofern es die technischen Rahmenbedingungen erlauben, der Einsatzbereich und die Handhabung.

Magura HS33 Felgenbremse, der Inbegriff der Null-Problem-Bremse
Hydraulische Scheibenbremse

Felgenbremse

Die Felgenbremse ist für die meisten Nutzer nach wie vor eine adäquate Lösung, auch für sehr hochwertige Räder. Diese Bremsenart ist leicht und simpel (V-Brake) und einfach zu handhaben, wenn z. B. ein Laufrad aus- oder eingebaut werden muss. Seit Jahrzehnten als besonders unempfindlich, anwendungsfreundlich und pflegeleicht hat sich die hydraulische Felgenbremse Magura HS33 bewährt.
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Scheibenbremse

Die Nachteile der Felgenbremse, also schlechte Nassbrems-Eigenschaften, starker Verschleiß im Winter- und Schlechtwettereinsatz, sind wiederum die Vorteile der Scheibenbremse.

Scheibenbremsen stellen jedoch höhere Ansprüche an die Stabilität von Rahmen, Gabel und Laufrädern und an das technische Verständnis des Nutzers. Beschädigungen durch Transport in Bus, Bahn und Flugzeug oder auch Fahrradständer (!) können eine Scheibenbremse außer Funktion setzen, ebenso wie das versehentliche Verschmutzen mit Kettenspray und Pflegeöl. Deutlich anspruchsvoller ist auch der Ein- und Ausbau der Laufradräder und verlangt mehr Umsicht und Sorgfalt als bei der Felgenbremsen. Für viele Fahrradgattungen und Reifenformate ist die Scheibenbremse inzwischen ohne Alternative. Ein Umstand, mit dem sich jedoch sehr gut leben lässt.
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Lieferzeiten

Gut Ding will Weile haben. Insbesondere dann, wenn es sich um eine reine Auftragsfertigung wie bei Velotraum handelt. Obwohl wir seit 1996 im Manufaktur-Maßstab und der Losgröße »0« fertigen, sind wir immer wieder überrascht, welcher logistische und organisatorische Aufwand in jedem Fahrrad steckt. Dabei verschlingt die eigentliche Montage noch die wenigsten Ressourcen.

Es braucht eine erstaunliche Menge von Vorarbeiten und Vorleistungen (z. B. die Wunschfarbe), bis der Monteur zur eigentlichen Tat schreiten kann. Daher sind die sechs Wochen Lieferzeit aus unserer Herstellerperspektive quasi Lichtgeschwindigkeit. Die Kundensicht ist natürlich völlig entgegengesetzt. Wenn nach einem oft jahrelangen Entscheidungsprozess endlich der Entschluss gefallen ist, werden die sechs Wochen zusätzliche Wartezeit eher als »Schneckentempo« empfunden ;-)