Velotraum-Team
Portrait von Axel Keller

Axel Keller

Am 17. März 1986 eröffneten mein Freund Axel Bross und ich das Fahrradgeschäft »Doppelaxel« im Stuttgarter Westen. Eigentlich war es eine Bierwette, und ich war schon immer ein schlechter Verlierer. Also liehen wir uns, beide mittellos, 17.500 Mark und stürzten uns ins Abenteuer. Axel Bross noch in der Oberstufe und ich direkt nach dem Zivildienst mit keiner anderen Idee.

Unser einfaches Motto: Bei uns gibt es nur die besten Fahrräder … Wie man als junger Mensch so schwadroniert, wenn die Welt nur aus Schwarz und Weiß besteht. Später musste ich auch viele Grautöne kennen lernen, aber beim Fahrrad bin ich auch nach 38 Jahren noch dabei. 
Und glücklich dabei – ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und es nie bereut. Meine Familie kennt mich gar nicht anders: Fünf Kinder und mittlerweile acht Enkel wissen, wo ich bin, wenn ich nicht zu Hause bin: Der Opa isch wieder radfahre …

Das ist es, was mir heute am meisten gefällt – nach all den Jahren wieder Fahrrad fahren zu können und nicht nur dran zu basteln, zu konstruieren oder die Herstellung von Fahrrädern zu beaufsichtigen. Für mich ist es eine wahre Freude, unterwegs zu sein und anzukommen; oft auch an einem zunächst eher diffusen Ziel. Es einfach laufen zu lassen – wie das Leben eben ist. Wer kann schon genau sagen, wo wir in zwei Jahren stehen und wer will schon absolut genau wissen, wie und wo man rauskommt. Als Radfahrer finde ich überall nette und gastfreundliche Menschen. Ob im Negev, in den Vogesen, an der Mecklenburgischen Seenplatte oder im slowenischen Hinterland. Die weniger netten Straßenköter lassen sich elegant umfahren …

Seit dem 1. Januar 2024 bin ich der neue Inhaber von Velotraum – Das Besondere an Velotraum ist und war schon immer die konsequente Umsetzung von Qualität in allen Belangen rund ums Fahrrad. Als langjähriger Lieferant hat mich dieser Anspruch immer überzeugt, auch wenn die Umsetzung mit unseren Herstellern in Asien durchaus nervenaufreibend und schweißtreibend sein kann. Dafür haben die Velotraum-Kund*innen die Chance, sich aufs Erleben, Genießen und Staunen zu konzentrieren, weil ihnen die Technik sicher nicht krumm kommt – das ist schließlich das Beste, was es gibt.

Genau so muss es sein, finde ich und so soll es auch bleiben. Da kommt nicht der Axel Keller und erfindet alles neu. Wir lassen die Kirche im Dorf und entwickelt das Gute weiter. Wir haben hier in Weil der Stadt ein tolles und motiviertes Team. Ich bin überzeugt, dass wir gute Ideen und Konzepte für die Marke Velotraum in der Tasche haben und diese konsequent umsetzen können.

Natürlich sind viele zufriedene Kundinnen und Kunden mit Velotraum älter geworden und suchen nach anderen Rädern und bequemeren Sitzpositionen – eine gute Aufgabe, hier etwas zu entwickeln, was auch heute noch Spaß macht. Das E-Bike hat unserer Branche einen unglaublichen Schub gegeben – Innovation, Bekanntheit, Relevanz – ja fast schon Sexiness.
Ich glaube, dass es möglich ist, diesen Schub der E-Mobilität auch im Sinne von Velotraum zu interpretieren_ Mehr Spaß auf der Langstrecke, weniger Bosch-mäßiger Turbo-Knopf. Ich bin gespannt auf diese Entwicklung und darauf, die Ergebnisse zu präsentieren.

Mein Credo ist, dass wir bei Velotraum die besten Räder für Reise und Alltag bauen. Unsere Räder sind für höchste Ansprüche geeignet. Unsere Kundinnen und Kunden sollen mit den Rädern, die sie von uns bekommen, absolut zufrieden und glücklich sein. Das muss der Anspruch sein, an dem wir uns täglich messen. Sowohl für die aktuellen Modelle als auch für das, was wir in Zukunft entwickeln und auf den Markt bringen werden.